Pressemitteilung —
Avacon: starker Wirtschaftsmotor für die Region – mit Rekordinvestitionen, stabiler Dividende, zusätzlichen Jobs
- 40.000 neue Kundenanschlüsse
- Avacon-Gruppe investiert 641 Millionen Euro
- 980 digitale Ortsnetzstationen für effiziente Netzauslastung
- 101 Mio. Euro Dividende aus dem Jahresüberschuss von 206 Mio. Euro
- Bruttowertschöpfung von 1,57 Milliarden Euro in den Regionen
- über 300 zusätzliche Jobs geschaffen
Avacon hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 206 Millionen Euro abgeschlossen. Insgesamt 101 Millionen Euro zahlt die Unternehmensgruppe an ihre Anteilseigner aus. Etwa 40 Prozent der Geschäftsanteile liegen bei Landkreisen und Kommunen, rund 60 Prozent hält der E.ON-Konzern. Von dem positiven Ergebnis profitieren damit rund 200 kommunale Anteilseigner. „Das gute Jahresergebnis ist die Grundlage dafür, dass wir die Energiewende in der Region weiter verlässlich voranbringen können: mit gezieltem Netzausbau, hoher Versorgungssicherheit und Augenmaß bei den Kosten“, ordnet Vorstandsvorsitzender Matthias Boxberger das Jahresergebnis von Avacon ein.
Über 40.000 Kunden hat die Avacon-Gruppe über alle Sparten hinweg im vergangenen Jahr hinzugewonnen und an ihre Energienetze – Strom, Gas, Wasser, Wärme und Glasfaser – angeschlossen. „Die hohe Zahl neuer Netzanschlüsse unterstreicht die Dynamik unserer Versorgungsaufgabe und stellt hohe Anforderungen an Organisation und Prozesse. Gerade in dieser Größenordnung ist es für uns entscheidend, eine verlässliche und zukunftsfeste Versorgung sicherzustellen“, betont Boxberger.
Rekordinvestitionen in Netze und Digitalisierung
Der Aus- und Umbau der Energieinfrastruktur bleibt der zentrale Schwerpunkt der Avacon-Gruppe. 641 Millionen Euro investierte die Unternehmensgruppe 2025 – rund 90 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ein Großteil hiervon entfiel auf den Aus- und Umbau der Energienetze sowie deren Digitalisierung. Innerhalb von fünf Jahren hat Avacon ihr jährliches Investitionsvolumen damit nahezu verdoppelt. Bis 2030 plant Avacon Investitionen von rund vier Milliarden Euro. Der überwiegende Teil fließt in die Netzinfrastruktur. „Eine leistungsfähige, digital steuerbare Netzinfrastruktur ist die Grundlage für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung“, sagt Boxberger.
Parallel zum Ausbau der Netze setzt Avacon konsequent auf Digitalisierung. Durch systematisches Auslastungsmonitoring lassen sich in der Hochspannung bis zu 50 Prozent höhere Netzkapazitäten erschließen. Bereits heute sind zudem rund 980 digitale Ortsnetzstationen im Avacon-Netzgebiet im Einsatz. Dadurch können Stromflüsse gezielt gesteuert, zusätzliche Netzkapazitäten erschlossen, Versorgungsstörungen schneller behoben und kostenintensive Baumaßnahmen vermieden werden.
Entscheidend für die effiziente Auslastung der Anlagen und Netze ist auch die umfassende Einbindung von intelligenten Zählern. Mit einer Rolloutquote von 30 Prozent liegt Avacon deutlich über den gesetzlichen Vorgaben. Von 1,1 Millionen Messstellen hat Avacon bereits 60 Prozent auf moderne Technik umgerüstet.
Erneuerbare Energien: hohe Dynamik, neue Anforderungen
Das Avacon-Netzgebiet zählt zu den Regionen mit besonders hoher Dynamik beim Ausbau erneuerbarer Energien. Rund 35.000 neue Erzeugungsanlagen wurden 2025 angeschlossen – rechnerisch drei bis vier Anlagen pro Stunde. Treiber bleibt die Photovoltaik mit einem Zuwachs von rund 25 Prozent. Insgesamt speisen heute rund 155.000 Anlagen 21,7 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien in die Avacon-Netze ein. Die bilanzielle Grünstromquote liegt bei 235 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Der massive Zubau von Erzeugungsanlagen allein reicht nicht mehr aus. Der Fokus muss darauf liegen, dass Erneuerbaren-Ausbau und Netzausbau deutlich besser verzahnt werden“, fordert Boxberger.
Zweite Phase der Energiewende: Koordination wird entscheidend
Zugleich verzeichnet Avacon eine hohe Zahl weiterer Anschlussanfragen. Avacon liegen aktuell rund 3.000 Anfragen für Batteriespeicher sowie 130 Anfragen von Industriekunden vor. Netzanschlusskapazitäten werden damit zunehmend zum Engpassfaktor. Die Herausforderung liegt vor allem in der fehlenden Synchronisation: Erzeugungsprojekte, Speicher und Netzausbau folgen häufig unterschiedlichen Zeitplänen. Avacon arbeitet daher an einem langfristigen Netzausbauplan, der die Perspektiven für Netzanschlüsse der Kunden für die nächsten Jahre aufzeigen wird.
Starker Wirtschaftsfaktor und wichtiger Arbeitgeber
Eine im Rahmen der Hauptversammlung vorgestellte Wertschöpfungsstudie belegt die hohe regionale wirtschaftliche Bedeutung der Avacon‑Gruppe. 64 Prozent aller Ausgaben der Avacon-Gruppe verbleiben in der Region. Insgesamt ergibt sich eine Gesamtwertschöpfung von rund 1,57 Milliarden Euro.
„Avacon ist ein wesentlicher Teil der regionalen Wertschöpfung in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Unsere Energieinfrastruktur sichert industrielle Produktion, kommunale Entwicklung und Beschäftigung vor Ort. Mit unserer Bruttowertschöpfung leisten wir einen direkten Beitrag zur Stabilität und Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft, nicht nur heute, sondern auch mit Blick auf die kommenden Jahre“, so Matthias Boxberger.
Auch bei der Beschäftigung wirkt Avacon stark in die Region hinein. Über 10.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zurückzuführen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, stellte Avacon 2025 über 300 neue Mitarbeitende ein. Heute arbeiten mehr als 3.600 Beschäftigte für die Avacon‑Gruppe.
Die steigende Nachfrage nach Netzanschlüssen, der konsequente Ausbau der Infrastruktur und hohe Investitionen in weitere Digitalisierung zeigen, dass die Energiewende in eine entscheidende Phase eintritt. Sie wird komplexer und koordinationsintensiver, zugleich aber entschlossener umgesetzt. Avacon gestaltet diesen Wandel aktiv mit – wirtschaftlich solide, technologisch innovativ und fest in der Region verankert.
Themen
Regionen
Voller Energie. Für die Menschen in der Region.
Als eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen Deutschlands bringt die Avacon-Unternehmensgruppe Energie genau dorthin, wo Millionen Menschen sie brauchen. Schnell, zuverlässig, effizient und umweltfreundlich.
Wir sind Partner für regionale Energielösungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Wärme, Kälte, Mobilität und Beleuchtung. Über unsere intelligenten Energienetze verbinden wir Menschen von der Nordseeküste bis Südhessen, von der niederländischen Grenze bis nach Sachsen-Anhalt mit Energie. Darüber hin-aus plant, baut und betreibt die Unternehmensgruppe moderne und leistungsstarke Glasfasernetze.
Mit über 3.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Avacon-Unternehmensgruppe einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region und damit ein relevanter Wirtschaftsfaktor. 1,57 Milliarden Euro fließen direkt oder indirekt in Form von Steuern, Aufträgen und Löhnen in den regionalen Wirtschaftskreislauf. So leisten wir einen Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum und setzen Impulse für die Unternehmen in der Region.
Avacon ist Teil des E.ON-Konzerns, zugleich aber auch stark kommunal geprägt. Kommunen und Landkreise halten 38,5 Prozent der Anteile an Avacon.