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Pressemitteilung —

Warum der Kilometerzähler nur die halbe Wahrheit sagt

  • Road Condition Monitoring macht die tatsächliche Fahrzeugbeanspruchung sichtbar
  • Jeder gefahrene Kilometer wird nach Fahrbahnbelastung und Beladung bewertet
  • Objektive Nutzungsprofile unterstützen Wartung, Fahrwerksauslegung und Wiederverkaufswert
  • Mehr Transparenz für Fuhrparkleiter - ohne zusätzliche Hardware

Wiehl, 28. Oktober 2026 --- Mit Road Condition Monitoring, kurz RCM, erweitert BPW das intelligente Trailerfahrwerk iC Plus um eine weitere softwarebasierte Funktion. Sie dokumentiert, wie stark ein Trailer im täglichen Einsatz tatsächlich beansprucht wird – ganz ohne zusätzliche Sensoren, Verkabelung oder wartungsintensive Hardware.

Trailer bleiben heute länger im Einsatz

Steigende Anschaffungskosten und wirtschaftlicher Druck zwingen Unternehmen, ihre Trailer als wertvolle Investitionsgüter möglichst lange zu nutzen. Damit gewinnt eine Frage an Bedeutung, die der Kilometerzähler allein nicht beantworten kann: Wie stark wird ein Fahrzeug tatsächlich beansprucht?

Ein Trailer mit 500.000 Kilometern im gleichmäßigen Fernverkehr kann besser dastehen als ein Fahrzeug mit deutlich weniger Laufleistung im Baustellen- oder Verteilerverkehr. Schlaglöcher und Bodenschwellen, unbefestigte Wege, häufiges Rangieren und hohe Beladungen hinterlassen andere Spuren als lange Autobahnfahrten unter konstanten Bedingungen.

Nicht nur die Strecke zählt – sondern die Beanspruchung

Road Condition Monitoring macht diese Unterschiede digital sichtbar. Das System nutzt die vorhandenen Daten der Luftfederung. Überfährt der Trailer Bodenunebenheiten, schwankt der Druck in den Luftfederbälgen. Aus Anzahl und Intensität dieser Druckänderungen ermittelt iC Plus, wie stark das Fahrwerk auf dem jeweiligen Streckenabschnitt beansprucht wurde.

Jeder gefahrene Kilometer wird einer Belastungsklasse zugeordnet. Gleichzeitig berücksichtigt RCM, ob der Trailer leicht, mittel oder schwer beladen war. So entsteht über einzelne Touren oder das gesamte Fahrzeugleben hinweg ein differenziertes Nutzungsprofil.

RCM misst damit nicht einfach, ob eine Straße schlecht war. Die Funktion zeigt, wie stark das Fahrwerk unter den jeweiligen Bedingungen tatsächlich arbeiten musste. Die Ergebnisse werden im Telematikportal Cargofleet3 von idem telematics übersichtlich als Diagramm und mit einer intuitiv verständlichen Ampel-Symbolik dargestellt.

iC Plus ermittelt anhand der Druckänderungen der Luftfederung, wie stark das Fahrwerk beansprucht wurde.

Mehr sehen. Weniger Technik.

Viele digitale Fahrzeugsysteme benötigen für neue Funktionen zusätzliche Sensoren. BPW verfolgt bewusst einen anderen Ansatz: Statt weitere Hardware zu verbauen, nutzt iC Plus die Daten, die das Fahrzeug bereits heute liefert. Das Prinzip: Was nicht verbaut ist, kann auch nicht ausfallen.

Für Flottenbetreiber bedeutet das: mehr Transparenz über den tatsächlichen Zustand und die Nutzung ihrer Trailer – ohne zusätzliche Verkabelung, Batterien oder Wartungsprozesse. Mehr Wirtschaftlichkeit entsteht nicht durch mehr Technik, sondern durch intelligentere Software.

Der wahre Wert zeigt sich erst im Einsatz

„Der Kilometerstand allein sagt wenig darüber aus, was ein Trailer tatsächlich erlebt hat“, sagt Jannis Schoger, Technische Anwendungsberatung Digitale Lösungen bei BPW. „Mit dem Road Condition Monitoring können wir das reale Nutzungs- und Belastungsprofil über den Fahrzeuglebenszyklus nachvollziehen. Damit erhalten Flottenbetreiber eine fundierte Grundlage, um Wartung, Einsatz und Fahrwerksauslegung besser aufeinander abzustimmen.“

Besonders interessant ist die Funktion für Leasinggesellschaften, Trailervermieter und Transportunternehmen, die ihre Fahrzeuge auf unterschiedlichen Strecken und für wechselnde Aufgaben einsetzen. Sie erkennen, ob ein Trailer überwiegend auf gut ausgebauten Straßen mit mittlerer Beladung fuhr, oder regelmäßig schlechte Wege und hohe Lasten bewältigen musste.

Das schafft neue Möglichkeiten für nutzungsabhängige Miet- und Leasingmodelle und kann beim Wiederverkauf helfen, einen schonenden Einsatz nachvollziehbar zu dokumentieren. Auch im Schadensfall liefert das Belastungsprofil zusätzliche Anhaltspunkte für die Ursachenanalyse und kann Gespräche über Garantie-, Gewährleistungs- oder Kulanzfälle versachlichen.

Das passende Fahrwerk für den tatsächlichen Einsatz

Die gewonnenen Daten helfen nicht nur bei der Bewertung eines bestehenden Fahrzeugs. Sie liefern auch Erkenntnisse für dessen Nachfolger. Zeigt das Nutzungsprofil regelmäßig hohe Belastungen, kann bei der nächsten Fahrzeuggeneration eine besonders robuste Fahrwerkslösung sinnvoll sein. Überwiegen dagegen lange Fernverkehrsstrecken unter gleichmäßigen Bedingungen, lassen sich möglicherweise Leichtbau und Nutzlastoptimierung gezielter umsetzen.

Je genauer das tatsächliche Einsatzprofil bekannt ist, desto gezielter lässt sich ein Trailer für seine Aufgabe spezifizieren. Road Condition Monitoring wird damit vom Analysewerkzeug zum Baustein eines langfristigen Asset Managements.

Vom reaktiven zum wissensbasierten Flottenmanagement

Die neue Funktion fügt sich in die konsequente Weiterentwicklung von iC Plus zur digitalen Trailerplattform ein. Bereits heute schaffen die digitale Fahrzeugakte und der digitale Wartungskalender in Cargofleet 3 Transparenz über Fahrzeugdokumente, Wartungen und Reparaturen. Die Achslastanzeige macht zudem sichtbar, wie stark das Fahrzeug aktuell beladen ist, und unterstützt Flottenbetreiber dabei, die vorhandene Nutzlast möglichst effizient auszuschöpfen und Überladungen zu vermeiden. Die Bremsanomalie-Erkennung identifiziert schleichende Heiß- und Kaltläufer, bevor daraus schwere Folgeschäden entstehen. Die Bremsbelagverschleiß-Schätzung unterstützt eine bedarfsgerechte Wartungsplanung. Road Condition Monitoring dokumentiert, welchen Belastungen ein Trailer während seines Einsatzes ausgesetzt war.

Gemeinsam beantwortet iC Plus zentrale Fragen des Flottenalltags:

  • Die digitale Fahrzeugakte dokumentiert, was am Trailer geschehen ist.
  • Die Achslastanzeige zeigt, wie stark das Fahrzeug aktuell beladen ist.
  • Der Wartungskalender zeigt, wann gehandelt werden muss.
  • Die Zustandsüberwachung von Bremse und Reifenluftdruck erkennt, wo Grenzwerte überschritten, werden
  • Road Condition Monitoring erklärt, wie das Fahrzeug tatsächlich beansprucht wurde.

So entsteht Schritt für Schritt ein immer vollständigeres digitales Abbild des Trailers. Flottenbetreiber müssen nicht erst reagieren, wenn ein Defekt oder ungeplanter Ausfall bereits eingetreten ist. Sie erhalten eine fundierte Datenbasis, um Wartung, Fahrzeugdisposition und Investitionsentscheidungen vorausschauend zu steuern.

Die neuen Funktionen werden Nutzern des Telematikportals Cargofleet 3 softwarebasiert bereitgestellt. Zusätzliche Hardware oder aufwendige Nachrüstungen sind nicht erforderlich. Für Neufahrzeuge sowie bei einer Nachrüstung von iC Plus ist die Nutzung von Cargofleet 3 im ersten Jahr bereits inklusive.

Damit entwickelt sich der Trailer vom passiven Betriebsmittel zum aktiven Informationslieferanten – und das Flottenmanagement vom reaktiven Handeln zur wissensbasierten Entscheidung.

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Über die BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft
Die BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft ist die Muttergesellschaft der BPW Gruppe. Mit rund 1.250 Mitarbeitenden, darunter rund 100 Auszubildende, entwickelt und produziert das Familienunternehmen seit 1898 an seinem Stammsitz in Wiehl komplette Fahrwerksysteme für Lkw-Anhänger und -Auflieger. Zu den Technologien der BPW gehören unter anderem Achssysteme, Bremsentechnologie, Federung und Lagerung. Die Trailerachsen und -Fahrwerksysteme made by BPW sind weltweit millionenfach im Einsatz. Ein umfangreiches Dienstleistungsspektrum bietet Fahrzeugherstellern und -betreibern darüber hinaus die Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit in ihren Produktions- bzw. Transportprozessen zu erhöhen. www.bpw.de

Über die BPW Gruppe
Die BPW Gruppe erforscht, entwickelt und produziert alles, was den Transport bewegt, sichert, beleuchtet, intelligent macht und digital vernetzt. Weltweit ist die Unternehmensgruppe mit ihren Marken BPW, Ermax, HBN, HESTAL und idem telematics ein bevorzugter Systempartner der Nfz-Branche für Fahrwerke, Bremsen, Beleuchtung, Verschließ- und Aufbautentechnik, Telematik sowie weitere wichtige Komponenten für Truck, Trailer und Bus. Transportunternehmen bietet die BPW Gruppe umfassende Mobilitätsdienste. Sie reichen vom weltweiten Servicenetz über Ersatzteilversorgung bis zur intelligenten Vernetzung von Fahrzeug, Fahrer und Fracht. Die inhabergeführte Unternehmensgruppe beschäftigt aktuell rund 6.500 Mitarbeitende in 31 Ländern und erzielte 2025 einen konsolidierten Umsatz von 1,609 Milliarden Euro. www.bpw.de

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  • Fahrwerksgeneration iC Plus mit Achslastanzeige
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