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LEAG-Gasturbinen sichern Kapazitätsreserve für zwei weitere Jahre
Das Energieunternehmen LEAG hat sich mit seinen beiden Gasturbinenkraftwerken Thyrow und Ahrensfelde erfolgreich an der jüngsten Ausschreibung der Kapazitätsreserve beteiligt. Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2028 stellen beide Standorte gemeinsam eine gesicherte Reserveleistung von 270 Megawatt bereit.
Ausschreibungsziel nicht vollständig gedeckt
Die Kapazitätsreserve wird seit dem Winterhalbjahr 2020/2021 eingesetzt, um Knappheitssituationen am Strommarkt abzufangen. Die für die vierte Ausschreibungsperiode angestrebte Gesamtreserveleistung von 2.000 Megawatt konnte auch diesmal nicht vollständig gedeckt werden. Laut der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber Netztransparenz.de werden rund 65 Prozent der ausgeschriebenen Leistungsreserve erreicht. Das unterstreicht die Bedeutung verfügbarer steuerbarer Kapazitäten für die Versorgungssicherheit.
Forderung nach fairen Ausschreibungsbedingungen für neue Kraftwerke
LEAG-CEO Adi Roesch betonte anlässlich der Vergabe die Rolle des Unternehmens als Stabilitätsanker im deutschen Stromsystem. Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für den Neubau steuerbarer Anlagen: Der aktuell vorliegende Gesetzesentwurf zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz müsse faire Ausschreibungsbedingungen gewährleisten, damit neue wasserstofffähige Kraftwerke auch in Ostdeutschland wirtschaftlich realisiert werden könnten. LEAG befindet sich nach eigenen Angaben bei Erneuerbaren Energien und Großbatteriespeichern bereits in der Umsetzungsphase.
Einsatzplanung in Abstimmung mit Übertragungsnetzbetreibers
Innerhalb der Kapazitätsreserve werden die Gasturbinenkraftwerke Thyrow und Ahrensfelde ausschließlich auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH aktiviert und zwar ausschließlich in außergewöhnlichen, nicht vorhersehbaren Situationen, in denen das Angebot auf dem Großhandelsmarkt nicht ausreicht, um die gesamte Stromnachfrage zu decken. Das Gasturbinenkraftwerk Thyrow südlich von Berlin umfasst fünf Gasturbinen zu je 30 MW und ging Ende der 1980er Jahre in Betrieb. Das Gasturbinenkraftwerk Ahrensfelde nordöstlich von Berlin wurde zu Beginn der 1990er Jahre in Betrieb genommen und bringt vier Gasturbinen mit ebenfalls je 30 Megawatt in die Reserve ein.