Pressemitteilung —
Kraftwerksausschreibung: Ein erster Schritt auf einem langen Weg
Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Langzeitkapazitäten nach dem StromVKG veröffentlicht. Die Runde war deutlich überzeichnet. Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, sieht darin ein wichtiges Signal für die Stromversorgungssicherheit, gleichzeitig aber den Start eines langen Weges:
„Die hohe Beteiligung an der ersten Ausschreibung ist ein ermutigendes Signal. Sie zeigt, dass Investoren bereitstehen, neue Kapazitäten auf den Weg zu bringen. Deutschland braucht nach Atom- und Kohleausstieg regelbare Kapazitäten in Form von Gaskraftwerken, um Dunkelflauten, wie sie gerade in den vergangenen Tagen wieder zu beobachten waren, zu überbrücken.
Doch damit ist erst ein Anfang gemacht. Bis aus den Zuschlägen tatsächlich effiziente Gaskraftwerke werden, die zuverlässig und kostengünstig Strom liefern und auf Wasserstoff umgestellt werden können, sind noch erhebliche technische und regulatorische Hürden zu überwinden. Entscheidend ist deshalb, dass aus den jetzt bezuschlagten Projekten tatsächlich Investitionen werden – und dass dabei die spätere Nutzung von Wasserstoff von Beginn an mitgedacht wird.
Mit der ersten Runde ist ein wichtiger Anfang gemacht, der Bedarf an gesicherter Leistung ist jedoch bei Weitem noch nicht gedeckt. Die Bundesnetzagentur sieht in ihrem Versorgungssicherheitsbericht bis 2035 den Bedarf von mindestens 22 GW. Für die nächsten Ausschreibungsrunden kommt es darauf an, effiziente Technologien in den Fokus zu rücken. Dazu gehören hocheffiziente GuD-Gaskraftwerke, Batteriespeicher ebenso wie wasserstofffähige Gasmotoren. Parallel muss der Wasserstoffhochlauf Fahrt aufnehmen, damit aus der technischen Fähigkeit der Kraftwerke, Wasserstoff einzusetzen, auch eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive wird.“
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Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich dafür ein, dass die Potenziale von Wasserstoff und seiner Derivate sowie Biogas und Erdgas inklusive der dazugehörigen Infrastruktur genutzt werden. Zudem informiert er über den Beitrag gasförmiger Energieträger und ihrer Infrastruktur zu einer sicheren Energieversorgung sowie über die Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von Wasserstoff, seinen Derivaten und Biogas zu senken. Zugleich treibt er die Transformation der Branche hin zu neuen Gasen voran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Weitere Branchenverbände und Industrieunternehmen unterstützen ihn als Partner.