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Diplomsportlehrer Martin Eberhardt im Interview: „Einmalige Therapie“

News   •   Okt 17, 2017 10:06 CEST

Martin Eberhardt, Inhaber des FPZ Rückenzentrums Düsseldorf

Er ist einer der erfahrensten Therapeuten für die FPZ Therapie überhaupt: Dipl.-Sportlehrer Martin Eberhardt ist seit 2003 Inhaber des Rückenzentrums Düsseldorf und war schon in den 1990er Jahren als studentische Kraft „an Bord“ des FPZ Teams.

Herr Eberhardt, wann und wie genau sind Sie das erste Mal mit FPZ in Berührung gekommen?

Oh, der erste Kontakt war schicksalhaft für mein Leben und meinen beruflichen Werdegang. 1996 stieg ich aus einem Fahrstuhl der Deutschen Sporthochschule Köln und sah an der Wand einen Aushang mit dem Studenten für die damals noch als FPZ Konzept bezeichnete Rückentherapie gesucht wurden. Kurzum: Ich bewarb mich und wurde eingestellt.

Warum haben Sie sich damals für FPZ entschieden?

Das war der wissenschaftliche Ansatz der Therapie. Eben jenen, den es in anderen Therapieformen so damals nicht gab und meines Wissens auch heute noch immer nicht gibt. Heute, mehr als 20 Jahre später, können wir für unsere Arbeit auf eine umfangreiche – wenn nicht sogar die umfangreichste – Datenbank zum Thema Rücken- und Nackenschmerz zurückgreifen.

Sie meinen die Sammlung von wissenschaftlich evidenten Patientenreferenzdaten? Bitte beschreiben Sie deren Vorteil für uns in zwei kurzen Sätzen.

Als Zentrum bzw. Therapeut kann ich mit ihrer Hilfe exakt die Qualität der Bewegung und die Kraft der Muskeln jedes einzelnen Patienten mit denen vergleichbarer Patienten abgleichen. So erhält jeder Trainierende ein optimal und individuell auf seine Erfordernisse angepasstes Training, das in fast allen Fällen zu einer Verbesserung der Muskulatur und zur Abnahme von Beschwerden führt.

Der Patient selbst bekommt mit der Eingangsanalyse einen Ausdruck an die Hand, an dem er ablesen kann, wie es um seine Wirbelsäule bestellt ist. Die Abschlussanalyse zeigt ihm dann später seinen Fortschritt in Zahlen und Grafiken an. Dies ist ein toller Motivator für den Trainierenden.

Wer bezahlt eigentlich die Therapiekosten?

Die Therapie wird in der Regel für drei Monate bewilligt. Aktuell unterstützen das mehr als 50 Krankenkassen. In der Regelversorgung bekommt der Patient nur sechs Einheiten pro Rezept; bei maximal drei Rezepten. Bei der FPZ Therapie können wir 24 Einheiten ansetzen. Nach den Therapieeinheiten und der Abschlussanalyse liegt die Entscheidung dann beim Patienten selbst, ob er in die Verlängerung geht oder nicht. In unserem Düsseldorfer Zentrum haben wir in den letzten Jahren verstärkt Fälle, die muskuläre Defizite von -80 bis -90 Prozent aufweisen – scheinbar unvorstellbar, aber eben doch bittere Realität. Da reichen die 18 Trainingseinheiten der Regelversorgung ganz sicher nicht aus, und selbst die 24 FPZ Therapieeinheiten sind noch deutlich zu wenig.

Der Patient trainiert ab diesem Zeitpunkt also auf eigene Kosten?

Weitermachen bzw. Muskelkrafterhaltung ist daher für alle sinnvoll. Als Therapeuten sollten wir die Patienten nach Ablauf der Therapieeinheiten von der positiven Wirkung der Therapie überzeugt haben, dann fällt den Leuten die Entscheidung zugunsten ihrer Gesundheit auch nicht schwer. Bei uns im Haus sind wir stolz auf eine Selbstzahlerquote von 75 Prozent.

Mit wie vielen Mitarbeitern betreuen Sie die Patienten und Trainierenden?

Wir sind aktuell 14 Kolleginnen und Kollegen, suchen allerdings nach weiteren Fachkräften. In unserem Team gibt es sieben Kollegen, die bereits in den 1990er Jahren begonnen haben mit der FPZ Therapie zu arbeiten. Damit gelten wir als das erfahrenste FPZ Team in Deutschland.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Wir wollen uns in den nächsten 12 Monaten räumlich verändern und planen den Ausbau des Zentrums.

Dafür wünschen wir Ihnen und Ihrem Team viel Erfolg. Möchten Sie der Öffentlichkeit in Bezug auf FPZ vielleicht noch etwas mit auf den Weg geben?

Unbedingt! Ich würde mir wünschen, dass Medizin und Politik die enorme Bedeutung der FPZ Therapie deutlicher erkennen würden. Ich bin mir sicher, dass unsere anhand der wissenschaftlich erhobenen Referenzdaten und dem aktuellen Patientenzustand erstellten Analysen viel wichtiger und aussagekräftiger sind, als beispielsweise eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule. Hier sehe ich noch viel Handlungsbedarf.

Herr Eberhardt, ich bedanke mich für das tolle Gespräch.


Das Interview führte Peter Laaks. Der freie Journalist mit eigenem Pressebüro in Essen schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien im Bereich HealthCare und Wirtschaft. Außerdem unterstützt er Unternehmen bei ihrer Presse- und Medienarbeit, u.a. die FPZ: Deutschland den Rücken stärken GmbH (Köln).
E-Mail: redaktion@pressebuero-laaks.de

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