Pressemitteilung -
Projektmarkt für Freelancer schwächelt, Stundensätze bleiben stabil
Freelancer-Studie 2026 von freelance.de: 102 Euro Stundensatz, wachsende Sorge vor schwierigerer Auftragslage
Der Markt für Freelancer-Projekte hat sich zuletzt spürbar abgekühlt. Viele Selbstständige berichten von einer schwierigeren Auftragslage, während die durchschnittlichen Stundensätze weitgehend stabil bleiben. Gleichzeitig verschiebt sich die Gewinnverteilung zunehmend in niedrigere Einkommensbereiche. Das zeigt die neue Freelancer-Studie 2026 von freelance.de, für die 3.300 Freelancer befragt und aktuelle Plattformdaten ausgewertet wurden.
Laut Studie erwarten rund 70 Prozent der Freelancer für das Jahr 2026 eine eher oder sehr schwierige Auftragslage. Nach einem Höhepunkt im Jahr 2022 ist die Zahl der veröffentlichten Projekte auf freelance.de zuletzt deutlich zurückgegangen.
„Der Projektmarkt hat sich nach den starken Wachstumsjahren deutlich beruhigt“, sagt Robin Gollbach, CEO von freelance.de. „Viele Unternehmen entscheiden derzeit vorsichtiger über externe Projekte oder verschieben Investitionen."
Stundensätze bleiben stabil
Trotz der angespannten Marktlage zeigen sich die durchschnittlichen Honorare bislang relativ stabil. Über alle Fachgebiete hinweg liegt der durchschnittliche Stundensatz bei rund 102 Euro.
Allerdings erhöhen Freelancer ihre Preise deutlich seltener als in den vergangenen Jahren. Nur noch 25 Prozent der Befragten haben ihren Stundensatz in den letzten zwölf Monaten erhöht. Die Mehrheit hat ihre Honorare unverändert gelassen.
Gewinne verschieben sich in niedrigere Einkommensklassen
Parallel zur angespannten Projektlage zeigt die Studie eine deutliche Veränderung bei der Gewinnverteilung. Der Anteil der Freelancer mit einem Jahresgewinn von unter 25.000 Euro ist gestiegen.
Während 2024 noch 27 Prozent der Freelancer in dieser Gewinnklasse lagen, sind es inzwischen 32 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Freelancer in höheren Gewinnklassen.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Selbstständige aktuell stärker unter wirtschaftlichem Druck stehen – trotz stabiler Stundensätze.
Projektakquise bleibt größte Herausforderung
Neben der wirtschaftlichen Lage nennen Freelancer vor allem strukturelle Herausforderungen. Laut Studie zählen Projektakquise, unregelmäßige Auslastung und Preisdruck zu den größten Problemen in der Selbstständigkeit.
Viele Selbstständige berichten außerdem von längeren Entscheidungsprozessen bei Unternehmen und einer geringeren Zahl passender Projekte.
Freelancer bleiben wichtige Experten für Unternehmen
Trotz der aktuellen Marktlage bleibt Freelancing ein wichtiger Bestandteil moderner Projektarbeit. Besonders in technologiegetriebenen Bereichen wie IT, Engineering und Digitalisierung greifen Unternehmen weiterhin regelmäßig auf externe Spezialisten zurück.
Neben diesen Entwicklungen beleuchtet die Studie Themen wie Projektmarkt, finanzielle Situation und Herausforderungen und Trends von Freelancern, politische Rahmenbedingungen, Umgang mit KI sowie Versicherungsschutz.
Alle Ergebnisse stellen wir zusätzlich interaktiv online zur Verfügung. Über eine Filterfunktion können einzelne Auswertungen gezielt nach Themen und Bereichen, bzw. Branchen analysiert werden.
Über die Freelancer-Studie 2026
Die Freelancer-Studie 2026 basiert auf Plattformdaten von freelance.de sowie auf Online-Befragungen von 3.300 Freelancern.
Die Befragungen wurden zwischen dem 27. Januar und dem 2. März 2026 durchgeführt.
Hinweis:
Die Ergebnisse dürfen ab sofort veröffentlicht und zitiert werden.
Die offizielle Veröffentlichung der Studie erfolgt am 24. März auf freelance.de.
Bei Fragen oder Interesse an weiteren Auswertungen melden Sie sich gerne jederzeit.
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