Pressemitteilung —
Straßenbeleuchtung per Knopfdruck: SH Netz rollt Knoop-App aus
Kooperation mit Kieler Softwareunternehmen naymspace ermöglicht partizipative Beleuchtung. Gemeinden sparen Stromkosten ein. Nach Piloten in Glasau wird Gemeinde Averlak ausgestattet.
Ein Knopfdruck in der App, und schon ist die Straße hell beleuchtet: Diese einfache wie geniale Idee steckt hinter der Knoop-App von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) und naymspace. Die App ermöglicht es Anwohnern, bei Bedarf für einen begrenzten Zeitraum die Beleuchtung auch nach der Abschaltzeit der Gemeinde einzuschalten. Nachdem ein Pilotprojekt in der Gemeinde Glasau (Kreis Segeberg) erfolgreich verlaufen ist, können künftig auch die Einwohner der Gemeinde Averlak (Kreis Dithmarschen) ihre Straßenbeleuchtung per App steuern.
„Die App bietet sowohl den Kommunen als auch den Einwohnerinnen und Einwohnern Vorteile“, sagt Florian Rehs, Projektleiter bei SH Netz. „Sie ermöglicht erhebliche Energieeinsparungen, da die Straßenbeleuchtung nachts abgeschaltet werden kann, ohne die Sicherheit der Bürger einzuschränken. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann bei Bedarf das Licht für eine bestimmte Zeit selbst wieder einschalten.“ Dadurch lässt sich die Brenndauer der Beleuchtung reduzieren, was nicht nur Strom spart, sondern auch die Lebensdauer der gesamten Anlage verlängert und Wartungskosten senkt. Die digitale Steuerung macht die Bedienung zudem flexibler und moderner – ganz ohne Vor-Ort-Einsatz an den Schaltschränken. „Je nach bisherigem Verbrauch, Anzahl der Leuchten und Schaltzeiten können die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um bis zu 50 % sinken“, so Rehs. Wer Zugang zur App für die Gemeinde bekommt, kann gesteuert werden. So wird etwaigem Missbrauch vorgebeugt.
Technisch möglich wird die Umsetzung mithilfe kleiner Steuermodule, die SH Netz pro Straßenstrang verbauen kann. Die Geräte werden mithilfe von LoRaWAN®-Funktechnologie aus der Ferne gesteuert. Sie sind kompakt und kosteneffizient.
Durch die bedarfsgerechte Steuerung der Beleuchtung kann die Gemeinde Averlak künftig ihre Straßenlampen schon deutlich früher abschalten. „Wir planen, künftig bereits um 21.30 Uhr statt bisher 0 Uhr die Beleuchtung abzuschalten“, sagt Bürgermeister Olaf Tödheide. „Die Averlakerinnen und Averlaker können künftig selbst das Licht einschalten, wenn dies benötigt wird. Dadurch können wir Energie einsparen und gleichzeitig weiter die Sicherheit gewährleisten.“
Geplant ist als nächster Schritt, die Lampensteuerung mit Alarmierungen der Freiwilligen Feuerwehr in der jeweiligen Gemeinde zu verknüpfen, berichtet Florian Rehs. „Sobald der Alarm eingeht, bleibt die Beleuchtung dann länger an. Das ermöglicht einen sicheren Weg – von der Anfahrt zum Gerätehaus bis hin zum Nachhauseweg nach dem Einsatz.“
Nach Averlak planen weitere Kommunen in Dithmarschen die Einführung der Knoop-App. In St. Michaelisdonn ist die Technik bereits freigeschaltet.
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Schleswig-Holstein Netz
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 31 Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als bereits mehr als 120.000 Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen, hinzu kommen mehr als 50.000 Batteriespeicher. Bis 2030 investiert das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Effizienz des Stromnetzes. Damit wird es möglich, künftig noch mehr Energie aus Wind und Sonne in das Netz zu integrieren. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt mit intelligenten Ladelösungen die Elektrifizierung des Straßenverkehrs. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten wie beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
SH Netz hat seine Standorte auf regenerative und biogene Energieträger umgestellt sowie die Elektromobilität in ihrer mehrere hundert Fahrzeuge umfassenden Flotte ausgebaut. Darüber hinaus setzt das Unternehmen fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Strom- und Gasnetzbetriebs um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.