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Pressemitteilung

Dr. Philipp Rottwilm zu Gast in der Hephata-Manufaktur

Eine Verabredung zum Currywurstessen in Berlin. Eine Erinnerung an die eigene Studienzeit. Die Liebe für Hausmannskost. Und der Einsatz für Inklusion – beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Philipp Rottwilm (SPD) in der Für Uns-Manufaktur Treysa der Hephata Diakonie gab es viele gemeinsame Anknüpfungspunkte.

Der Besuch Rottwilms war von Klaus Astheimer, Beschäftigter und Werkstattrat der Für Uns-Manufaktur, angestoßen worden. Er hatte in den Sozialen Medien von der Aktion „Buch Deinen Bundestagsabgeordneten“ gelesen und gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Jessica Noack Philipp Rottwilm eingeladen. Auf der Agenda standen ein gemeinsamer Rundgang durch die Arbeitsgruppen der Für Uns-Manufaktur Treysa, eine staatlich anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM), sowie ein anschließender Austausch zu den Themen Inklusion, Soziale Arbeit und WfbMs im Speziellen.

Die Für Uns-Manufaktur in Treysa

Die Für Uns-Manufaktur Treysa ist einer von sieben WfbM-Standorten der Sozialen Rehabilitation Hephatas in der Region. Hier arbeiten 64 Menschen mit psychischen Behinderungen und /oder chronischen Abhängigkeitserkrankungen. „Unsere Klientinnen und Klienten kommen zu uns, weil sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt krank geworden sind und oftmals keine dauerhafte Chance haben“, sagte Michaela Landgrebe, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Soziale Rehabilitation und Fachbereichsleiterin Arbeiten. Trotzdem finden immer mehr von ihnen nach einer Zeit in der WfbM den Weg zurück, zumeist in Form von Betriebsintegrierten Beschäftigungen (BiB). In der WfbM selbst stehen fünf Arbeitsgruppen zur Verfügung, in denen die Klient*innen je nach Interessen und Fähigkeiten tätig werden können.

Pia Fischer stellte die Versandabteilung vor. Zwischen Kopiermaschine und Papierbündelautomaten präsentierte sie die verschiedenen Dienstleistungen und stellte fest: „Wir haben hier sehr viel Spaß!“ Mark Steigerwald übernahm das Gleiche für die Arbeitsgruppe Digitaldruck, in der fast alles, von der Bachelorarbeit über Flyer bis hin zu Zeitschriften, auf Papier gebracht wird. Innerhalb der Abteilung wird aktuell ein neues Projekt in Kooperation mit der Hephata-WfbM der Sozialen Teilhabe (früher Behindertenhilfe) umgesetzt: Klient*innen der Manufaktur lernen gerade, Borsten in Straßenbesen, Babybürsten und Backpinsel zu ziehen. In der Arbeitsgruppe Buchbinderei gaben Karsten Heppe und Andrea Herdel einen Überblick über das Portfolio von selbst produzierten Fotoalben, Blöcken, Lesezeichen, Klemmbrettern, Notiz- und Kochbüchern bis hin zur Restauration von Büchern und dem Binden von Doktorarbeiten. „Ich wusste gar nicht, dass Sie so etwas auch machen. Ich habe so was Ähnliches auch mal geschrieben“, sagte Dr. Philipp Rottwilm. „Das ist aber schon lange her, oder?“, entgegnete Andrea Herdel.

Danach führte der Rundgang noch durch die Arbeitsgruppen EDV mit Aktendigitalisierung und -vernichtung, sowie Hauswirtschaft, deren Team das in der Hephata-Zentralküche gekochte Mittagessen auf die Teller bringt und selbst das Frühstück produziert – und zwar eher deftig: „Donnertags gibt es Bockwurst, an den anderen Tagen auch Frikadellen oder Bratwurst“, so eine Klientin. Sie traf damit bei Philipp Rottwilm auf Gegenliebe: „Hier komme ich dann gerne auch mal vorbei.“

Kürzungspläne der Koalition

Überhaupt war der Bundestagsabgeordnete gerne in der Treysaer Einrichtung. „Das hat Spaß gemacht und war ein sehr interessanter Einblick. Ich weiß, es ist aktuell nicht einfach“, nahm er Bezug auf die diskutierten Kürzungspläne der Koalition in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. „Es gibt momentan keinen Termin, den ich wahrnehme, in dem es Menschen nicht darum ginge, Leistungen zu erhalten. Zeitgleich haben wir Geldprobleme im Bund bis in die Kommunen hinunter. Wir haben viele Löcher, vor allem in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflege.“ Deswegen müssten Änderungen diskutiert werden. „Es gilt, hinzugucken, wo Geld im System versickert und nichts bringt, und wo es aber auch dringend nötig ist, zum Beispiel beim Thema Inklusion. Deswegen sind solche Termine vor Ort so wichtig.“

Es soll nicht der letzte sein, so Rottwilm. Beim Sommerfest der Hessischen Landesregierung in Berlin Anfang Juli, bei dem die Soziale Rehabilitation Hephatas das Catering mit Bio-Currywürsten übernimmt, will man sich wiedersehen: „Da komme ich in diesem Jahr gerne mal vorbei.“

Hephata Diakonie 0038: Michaela Landgrebe, Pia Fischer und Dr. Philipp Rottwilm (von links) sehen sich gemeinsam die Arbeitsgruppe Versand an. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt)

Hephata Diakonie 0051: Mark Steigerwald, Jessica Noack, Michaela Landgrebe, Dr. Philipp Rottwilm, Michael Höhmann, Büroleiter des Wahlkreisbüros in Borken, und Klaus Astheimer (von links) in der Arbeitsgruppe Digitaldruck. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt)

Hephata Diakonie 0058: Michaela Landgrebe, Fiona Willa und Dr. Philipp Rottwilm (von links) begutachten einen Straßenbesen, der von Für Uns-Manufaktur Treysa in Kooperation mit der Besen- und Bürstenmacherei der Sozialen Teilhabe Hephatas hergestellt wird. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt)

Hephata Diakonie 0074: Klaus Astheimer, Karsten Heppe, Jessica Noack, Michaela Landgrebe, Dr. Philipp Rottwilm und Andrea Herdel (von links) beim Rundgang durch die Für Uns-Manufaktur der Hephata Diakonie in Treysa. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt)

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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

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