Pressemitteilung —
Hephata: Arzt schreibt seine eigene Geschichte
Vollblut-Arzt und ein reiches Privatleben dazu - das muss kein Widerspruch sein. Genau genommen ist es das, was Vladislav Konstantinov (33) in Treysa und bei der Hephata-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gefunden hat.
Der 33-Jährige befindet sich mit einer 80 Prozent-Stelle im letzten Jahr seiner Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Bei ihm steht die Hephata-Fachklinik an vier Tagen pro Woche oben an: Mit vier Stationen für Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Sucht oder der Beschützten Unterbringung sowie einer Psychiatrischen Institutsambulanz und einer teilstationären Tagesklinik. Vladislav Konstantinov hat so ziemlich alle Bereiche der Psychiatrie kennengelernt.
Die Klinik ermöglicht Freiräume
Die Hephata-Klinik hat die Weiterbildungsermächtigung für die vierjährige Psychiatrieausbildung. Insgesamt bildet sie sechs Assistenzärzt*innen zu Fachärzt*innen aus, in einem multikulturellen Team. Vladislav Konstantinov ist ihr Sprecher, er erstellt die Dienstpläne für die Assistenzärzt*innen und ist gemeinsam mit einem Kollegen der Ansprechpartner im Klinikalltag. „Ich mache das gerne. Denn ich kann hier meine Ideen anbringen und zeitgleich ist die Klinik so flexibel, mir auch meine Freiräume zu ermöglichen.“
Diese beziehen sich vor allem auf den fünften Werktag der Woche, an dem der 33-Jährige nicht in der Klinik, sondern zu Hause arbeitet. Im weitesten Sinne spielt dabei auch das Thema Psychiatrie eine Rolle: Vladislav Konstantinov schreibt gerade an seinem zweiten Buch, diesmal im Horror-Genre. Sein erstes Buchprojekt unter dem Titel „Projekt Bewusstsein“ ist gerade erschienen, ein Science-Fiktion-Kurzroman, 200 Seiten in deutscher Sprache - jede Menge Arbeit, aber auch Freude. „Freitags habe ich meinen Schreibtag. Das kostet mich mehr Arbeit als ich dachte. Die Wochenarbeitszeit ist die gleiche. Aber ich fühle mich gut beim Schreiben. Ich wollte nie nur eine Sache machen.“
Ein Mann, ein Leben, zwei Seiten
Schon als Siebenjähriger hatte er den Wunsch, Arzt zu werden, Menschen zu helfen. Klar war auch, dass er dafür Bulgarien verlassen und in West-Europa leben wollte. Nach dem Studium der Medizin in Sofia entschied er sich zunächst für die Chirurgie, landete dann aber doch in der Psychiatrie. „Das ist mein Fachgebiet. Hinter ein und derselben Krankheit können viele verschiedene Dinge stecken. Wie kann man ein Verhalten und damit auch die Krankheit verändern? Wie kann eine seelische Krankheit überhaupt einen Menschen verändern? Diese Fragen haben mich schon immer sehr interessiert. In der Psychiatrie arbeiten der Arzt und der Patient sehr eng zusammen. Ich lerne meinen Patienten so kennen wie in keiner anderen Fach-Richtung. Ich bin hier nützlich für die Gesellschaft und andere Menschen.“
Doch da gibt es eben auch noch diese andere Seite an ihm, die, die über seine Hobbys Motorradfahren, Skifahren und Schwimmen hinaus geht. Er entdeckte sie als Teenager und pflegt sie seitdem: Das Schreiben eigener Geschichten. „Schreiben, abends oder am Wochenende, das klappt nicht, dafür braucht man Muße.“ Und einen Arbeitgeber, der bereit ist, diesen Weg mitzugehen. „Ich sehe das Schreiben auch als eine Art Therapie. Ja, ich will Facharzt werden. Ich möchte aber auch noch andere Dinge erleben. Als Therapeut muss man auch auf sich selbst achten und sich selbst behandeln. Man muss das beherzigen und lernen, was man seinen Patientinnen und Patienten sagt.“
Familiäre Atmosphäre
Er fühlt sich mit dem Schreiben ausgeglichener, freier und wenn er dann wieder im Dienst ist, auch fokussierter. Dazu trägt die Fachklinik nicht nur mit der Stundenreduzierung bei. „Ich hatte zum Beispiel nie Probleme, meine Dienste an den Terminen, an denen Ausbildungsseminare stattfanden, zu verschieben. Ich bekomme immer Unterstützung. Das ist nicht selbstverständlich. Auch die Inhalte, die ich hier vermittelt bekomme, sind intensiv, vor allem seitdem die Klinik gewachsen ist. Das Hauptargument ist für mich aber die familiäre Atmosphäre.“
Wegen ihr hat er sich damals unter mehreren Angeboten für die Hephata-Klinik entschieden - und will auch nach der Ausbildung hier bleiben: „Das ist meine kleine Stadt und meine kleine Klinik. Manche Menschen stört es, dass Treysa eine Kleinstadt und die Klinik überschaubar ist. Mir gefällt gerade das sehr gut. Hier sind die Menschen offen und nett. Alle kennen und helfen sich.“
Und außerdem hat er hier auch seine Lebenspartnerin gefunden: Shadi Zare ist 27 Jahre und macht in der Hephata-Klinik die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft. „Wir haben während meiner Ausbildung einige Monate zusammen in einem Bereich gearbeitet. Ich habe Arbeit und Privates trennen wollen und gewartet, bis meine Zeit in dem Bereich zu Ende gewesen ist. Dann habe ich sie gefragt: Wollen wir zusammen ausgehen? Ohne Hephata hätten wir uns vermutlich gar nicht kennengelernt.“ Sie wünschen sich später mal eine Familie. „Und auch dafür möchte ich Zeit haben und mein Familienleben leben.“
- Nähere Infos: www.hephata.de/karriere
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.