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Illerfahrt Altbürgermeister und Altlandräte

Pressemitteilung

Wie sich die Iller verändert hat: Altbürgermeister ziehen Bilanz zur Illerstrategie

Wie sich die Iller durch das Zusammenspiel von Wasserkraft, Naturschutz und Klimaanpassung verändert hat, konnten 16 ehemalige Bürgermeister sowie zwei ehemalige Landräte aus dem Oberallgäu bei einer Illerbefahrung und der Besichtigung des Wasserkraftwerks Legau erleben. Auf Einladung der LEW informierten sie sich über die Ergebnisse der Illerstrategie – eines Gemeinschaftsprojekts von Kommunen, der LEW, Wasserwirtschaft, Fischerei, Naturschutz und Wissenschaft, das die ökologische Entwicklung des Flusses mit den Anforderungen an erneuerbare Energieerzeugung verbindet.

Viele der Teilnehmer hatten die politischen Entscheidungen und Entwicklungsprozesse, auf denen die Illerstrategie aufbaut, während ihrer Amtszeiten begleitet. Bei der Fahrt durch den Illerwinkel konnten sie nun nachvollziehen, wie sich die Flusslandschaft verändert hat. Fischwanderhilfen, neue Gewässerstrukturen, ökologisch aufgewertete Uferbereiche sowie die Entwicklung von Auwäldern haben vielerorts neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Gleichzeitig leisten die Wasserkraftwerke einen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen auch die Folgen des Klimawandels für die Iller. Der Rückgang natürlicher Schneespeicher in den Alpen, schwindende Gletscher und häufigere Starkregenereignisse verändern die Wasserführung des Flusses und stellen die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Diskutiert wurde deshalb, wie sich Energieerzeugung, Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung und Naturschutz künftig noch stärker verzahnen lassen.

Die Illerstrategie als Vorbild für integrative Gewässerentwicklung
Die Illerstrategie gilt als Beispiel dafür, wie unterschiedliche Interessen erfolgreich zusammengeführt werden können. Entlang eines rund 30 Kilometer langen Flussabschnitts wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positive Entwicklung der Fischbestände und zeigen, dass die neu geschaffenen Wanderkorridore von zahlreichen Fischarten angenommen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen inzwischen auch als Referenz für vergleichbare Projekte an anderen Flüssen.

„Viele der Teilnehmer haben die Entwicklung der Iller über Jahre politisch begleitet. Die Projekte waren oft nur aus Planungen, Sitzungen und Berichten bekannt. Bei der Illerfahrt konnten wir nun erleben, was daraus entstanden ist. Die Veränderungen entlang des Flusses haben viele beeindruckt. Die Illerstrategie zeigt beispielhaft, dass sich Wasserkraft, Naturschutz und Klimaanpassung nicht ausschließen, sondern gemeinsam zur Entwicklung eines Flusses beitragen können“, sagte Hans Rausch, ehemaliger Bürgermeister des Marktes Altusried und Initiator der Illerfahrt.

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Hintergrund: Die Illerstrategie
Die Illerstrategie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kommunen, der LEW, Wasserwirtschaft, Fischerei, Naturschutz und Wissenschaft. Von 2014 bis 2020 wurden entlang eines rund 30 Kilometer langen Illerabschnitts Maßnahmen umgesetzt, die die ökologische Entwicklung des Flusses fördern und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der Wasserkraft ermöglichen. Die Strategie gilt heute als Beispiel dafür, wie Klimaschutz, Naturschutz, Fischerei und Energieerzeugung gemeinsam vorangebracht werden können.

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Über die LEW
Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. 2026 feiern die Lechwerke das 125-jährige Bestehen. Der Grundstein für das Unternehmen und die Stromversorgung der Region wurde 1901 mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen gelegt. Die Herkunft prägt das Unternehmen bis heute: Verantwortung übernehmen, Stabilität gewährleisten und Energiezukunft gestalten.

Heute werden unter der Marke LEW Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom versorgt. Die LEW bietet zudem ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz (LVN) betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist die LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt die LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.

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