🎬 Filmfreitag, Klappe die Achtzehnte.
Hättest du das gedacht? Die Geschichte von Studio Babelsberg, einem der ältesten Großatelier-Filmstudios der Welt, begann einst in einer kleinen Kunstblumenfabrik.
💥 Der Grund war explosiv: Wegen des leicht entflammbaren Celluloids wurden Dreharbeiten aus Berlin verbannt. Die Deutsche Bioscop suchte deshalb 1911 einen Ort mit viel Platz und Tageslicht und wurde im heutigen Stadtteil Babelsberg fündig.
Mit „Totentanz“ und Asta Nielsen begann 1912 die Erfolgsgeschichte der Produktionen „made in Babelsberg“. Marlene Dietrich feierte mit „Der blaue Engel“ ihren Durchbruch. Auch Alfred Hitchcock startete hier seine Karriere. Später sagte er: „Alles, was ich über das Filmemachen wissen musste, habe ich in Babelsberg gelernt.“
Das Studio setzte immer wieder neue Maßstäbe. Die entfesselte Kamera wurde in Babelsberg erfunden. Mit „Metropolis“ entstand 1926 einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Für „Frau im Mond“ erfand Fritz Lang den Countdown, lange bevor Raketen abhoben. 🎞️
Heute zählt Studio Babelsberg mit über 173.000 m², 21 Studios und einer 15.000 m² großen Außenkulisse zu den größten Studiokomplexen Europas. Internationale Produktionen wie The Grand Budapest Hotel, Inglourious Basterds, Die Tribute von Panem oder Matrix Resurrections entstanden in Babelsberg. 🌍
Studio Babelsberg selbst ist nicht öffentlich zugänglich. Seine Spuren lassen sich aber an vielen Orten in Potsdam entdecken: in der Dauerausstellung des Filmmuseums Potsdam, bei einer Stadtführung oder im Schaudepot des Filmmuseums. Sie erzählen von einem Ort, der sich immer wieder neu erfunden und Filmgeschichte geschrieben hat. #deinpotsdam
📷 Fotos 1 & 2: PMSG Julia Nimke
📷 Fotos 3–6: Studio Babelsberg
@studiobabelsberg
@potsdam_city_of_film