Pressemitteilung —
Scandlines-Fähre wird für mehr als 25 Millionen Euro umgebaut
Die Scandlines-Fähre „Schleswig-Holstein“ auf der Route Puttgarden-Rødby ist in die Werft gefahren, um für mehr als 25 Millionen Euro umgebaut zu werden. Die Umbauten umfassen eine komplette Renovierung der Passagierbereiche sowie die Umrüstung des Schiffes zu einer Plug-in-Hybridfähre. Während des Werftaufenthalts wird die Route von den vier anderen Fähren der Reederei auf Puttgarden-Rødby bedient.
Wenn die Scandlines-Fähre „Schleswig-Holstein“ gestern Morgen von Rødby auslief, fuhr sie nicht wie sonst nach Puttgarden, sondern nahm Kurs auf Klaipėda in Litauen, wo ein Werftaufenthalt mit umfangreichen Umbauten bevorsteht.
In der Werft wird die „Schleswig-Holstein“ von einer Hybridfähre zu einer Plug-in-Hybridfähre umgerüstet. Das bedeutet, dass die Fähre nach den Umbauten den größten Teil ihres Energieverbrauchs aus Strom decken wird, der an Land geladen wurde. Gleichzeitig wird das Schiff im Innenbereich renoviert.
„Wir arbeiten seit mehreren Jahren an dem Projekt, und wir haben uns auf diesen Tag, wo wir das Schiff endlich in die Werft schicken konnten, sehr gefreut“, sagt Lars Kyrø, Head of Passengers bei Scandlines.
Die Decks 5 und 6, auf denen sich die Passagierbereiche befinden, werden vollständig mit neuen Restaurant-, Café- und Shoppingbereichen ausgestattet. Darüber hinaus wird auf dem Sonnendeck ein neuer Außenbereich mit Spielplatz eingerichtet. Auch die sanitären Einrichtungen werden optimiert, unter anderem mit mehr Toiletten sowie moderner Technologie.
„Heute ist das Erlebnis an Bord ein noch wichtigerer Teil der Reise. Deshalb investieren wir in neue, attraktive Aufenthaltsbereiche für unsere Passagiere in moderneren und helleren Umgebungen mit Aussicht und guten Sitzplätzen,“ erklärt Lars Kyrø.
Die Umbauten auf den Decks 5 und 6 umfassen nicht nur den Austausch des Interieurs. Wände werden entfernt, Räume geöffnet und Treppen verlegt. All dies mit dem Ziel, die Überfahrt zur besten Pause der Reise zu machen.
„Wir wissen heute deutlich mehr über unsere Kunden. Durch Analysen von Verhalten, Passagierströmen und Aufenthaltsmustern haben wir ermittelt, was den größten Mehrwert für die Gäste an Bord schafft. Der Umbau setzt diese Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen des Kundenerlebnisses um“, fährt Lars Kyrø fort.
Und es geht nicht nur um Design. Die Einrichtung wird durch neue Gastronomiekonzepte, digitale Bestelllösungen und verbesserte Passagierströme ergänzt, die Wartezeiten minimieren und dazu beitragen sollen, das gesamte Erlebnis an Bord noch weiter zu verbessern.
„Wir haben einen sehr effizienten Fährbetrieb auf der Route, und obwohl es inzwischen viele Jahre her ist, dass wir die „Schleswig-Holstein“ in Dienst gestellt haben, ist sie nach wie vor ein äußerst gut funktionierendes Schiff. Mit Maßnahmen wie diesen können wir nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken, sondern auch die Lebensdauer des Schiffes deutlich verlängern“, stellt er fest.
Insgesamt wird Scandlines über 25 Millionen Euro in den Umbau der „Schleswig-Holstein“ investieren, die voraussichtlich gegen Ende des Jahres aus der Werft zurückkehren wird.
Der Kostenanteil der Umrüstung des Schiffes auf Plug-in-Hybrid wird vom deutschen Verkehrsministerium im Rahmen der Förderrichtlinie “Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ unterstützt.
Die Umrüstung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Scandlines’ langfristigem Ziel, im Jahr 2040 ohne direkte Emissionen zu fahren. Die „Schleswig-Holstein“ ist dabei nur eines von zwei Schiffen auf der Route Puttgarden-Rødby, die ab diesem Jahr beziehungsweise Anfang nächsten Jahres als Plug-in-Hybridfähren verkehren sollen. Darüber hinaus nahm Scandlines bereits im März auf dem Fehmarnbelt eine neue Frachtfähre in Betrieb, „The Baltic Whale“, die ausschließlich mit an Land geladenem Strom fahren kann.
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Über Scandlines
Die Reederei Scandlines verbindet Deutschland und Dänemark auf den Routen Puttgarden–Rødby und Rostock–Gedser.
Mit hoher Frequenz, direktem Zugang zum Autobahnnetz und einer Flotte von sieben Fähren bietet Scandlines effiziente Transportlösungen für Passagiere und Frachtkunden zwischen Skandinavien und dem übrigen Europa.
Das Unternehmen hat erhebliche Investitionen getätigt und investiert weiterhin in die Elektrifizierung des Fährbetriebs durch Hybrid- und Batterietechnologie und betreibt heute sechs Hybridfähren sowie eine ganz neue Frachtfähre, die ohne direkte Emissionen fahren kann.
Im Jahr 2025 führte Scandlines rund 37.000 Abfahrten durch und transportierte 6,4 Millionen Passagiere, 1,6 Millionen Pkw, 28.000 Bussen und 686.000 Frachteinheiten.