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Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung wird auch für Handwerker immer wichtiger. Foto: SIGNAL IDUNA
Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung wird auch für Handwerker immer wichtiger. Foto: SIGNAL IDUNA

Blog-Eintrag -

Raus aus der Regressfalle

(August/September 2017) Zum 1. Januar 2018 treten umfangreichen Änderungen im Bauvertragsrecht und der kaufrechtlichen Mängelhaftung in Kraft. Damit wird die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung für Handwerker, Bauhandwerker, aber auch für Händler und Zulieferer noch wichtiger. Darauf macht die SIGNAL IDUNA aufmerksam.

Hat ein Verkäufer eine mangelhafte Ware geliefert, so muss er beispielsweise nachbessern und sofern ihn eine Schuld trifft, Schadensersatz leisten. Die unter Umständen anfallenden Ein- und Ausbaukosten hat er ebenfalls zu tragen, und zwar unabhängig von der Schuldfrage. So hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden.

In Deutschland allerdings gelten Ein- und Ausbaukosten als Schadensersatz und sind somit schuldabhängig. In der Konsequenz gilt die EuGH-Entscheidung derzeit nur zwischen einem gewerblichen Verkäufer, beispielsweise einem Handwerker, und einem privaten Kunden. Hat der Handwerker das fehlerhafte Material von einem gewerblichen Zulieferer bezogen, ist letzterer „aus dem Schneider“, sofern ihm keine Schuld nachzuweisen ist: Der Handwerker muss die Ein- und Ausbaukosten selbst tragen.

Verbaut also beispielsweise ein Dachdecker fehlerhafte Dämmstoffplatten aus dem Baustoffhandel, so haftet er gegenüber seinem Kunden. Ist der Baustoffhändler nicht Schuld am mangelhaften Dämmstoff, so muss er dem Dachdecker nur die Materialkosten ersetzen, nicht aber die Lohnkosten für den Aus- und erneuten Einbau.

Die Neuregelungen sollen diese „Regressfalle“ schließen. Ab 1. Januar 2018 haftet jeder Verkäufer fehlerhafter Waren immer auch für die Ein- und Ausbaukosten. Aufgrund dieser erheblich ausgeweiteten Gewährleistungspflichten sollte auch der entsprechende Versicherungsschutz verstärkt in den Fokus rücken.

Diese Risiken lassen sich über die Betriebshaftpflichtversicherung von MeisterpolicePro und BetriebspoliceSelect der SIGNAL IDUNA absichern. So ist zum Beispiel für Bauhandwerker die erweiterte Produkthaftpflicht für den Handel mit Erzeugnissen Dritter in den Tarif-Varianten „Optimal“ und „Exklusiv“ enthalten. „Kompakt“ bietet Schutz bis 100.000 Euro, während „Exklusiv“ sogar bis 250.000 Euro leistet. In letzterer sind darüber hinaus auch Ein- und Ausbaukosten mitversichert, die etwa in Folge eines fehlerhaften, selbst hergestellten Produkts entstehen.

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Claus Rehse

Claus Rehse

Pressekontakt Pressereferent stv. Pressesprecher Unfall- und Sachversicherungen 0231 135-4245

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1999 fusionierten die 1907 gegründeten Dortmunder SIGNAL Versicherungen mit der Hamburger IDUNA NOVA Gruppe, gegründet 1906, zur SIGNAL IDUNA Gruppe. Der Deutsche Ring Krankenversicherungsverein, Hamburg, schloss sich 2009 dem Gleichordnungskonzern an. Die Konzern-Obergesellschaften sind genossenschaftlich organisiert. Als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit orientieren sie sich primär am Interesse ihrer Mitglieder, also der Versicherten.

Unter dem Dach der SIGNAL IDUNA finden sich auch Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst sowie ein komplettes Angebot an modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehören Bausparprodukte, Immobilienfinanzierungen, Investmentanlagen und Bankdienstleistungen. Die Kernkompetenz der Gruppe liegt in der Absicherung aller Lebensrisiken der privaten Haushalte und in der maßgerechten Risikodeckung für die Betriebe der mittelständischen Wirtschaft.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe erzielt Beitragseinnahmen von über sechs Milliarden Euro. Mit rund 103 Milliarden Euro verwalteten Vermögensanlagen verfügt die Gruppe über eine beachtliche Finanzkraft. Der Gleichordnungskonzern betreut mehr als zwölf Millionen versicherte Personen und Verträge.

SIGNAL IDUNA
Joseph-Scherer-Straße 3
44139 Dortmund
Deutschland