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Die Technische Hochschule Wildau baut zusammen mit weiteren Partnerhochschulen ein Praxislabor für die Logistikausbildung an der Deutsch-Kasachischen Universität auf. (Bild: M.Müller/TH Wildau)
Die Technische Hochschule Wildau baut zusammen mit weiteren Partnerhochschulen ein Praxislabor für die Logistikausbildung an der Deutsch-Kasachischen Universität auf. (Bild: M.Müller/TH Wildau)

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Logistikausbildung international – TH Wildau baut zusammen mit Partnern Praxis-Logistiklabor an Deutsch-Kasachischer Universität auf

Fit machen für die digitale Logistik der Zukunft: Die Technische Hochschule Wildau baut zusammen mit weiteren Partnerhochschulen ein Praxislabor für die Logistikausbildung an der Deutsch-Kasachischen Universität auf. Ziel ist es, Studierende und in einem weiteren Schritt Unternehmen und ihre Fachkräfte vor Ort, aber auch virtuell auf die zukünftigen Anforderungen der digitalen Logistik vorzubereiten. Auch Studierende der TH Wildau sollen davon zukünftig profitieren.

An der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU) ist die Logistikausbildung ein erfolgreicher Ausbildungsbereich und erst kürzlich konnte die DKU national eine Spitzenposition erreichen. Die rasante Entwicklung des Logistikgeschehens zwischen Europa und Asien entlang der „Neuen Seidenstraße“ geht einher mit einer größeren Nachfrage an Logistikexperten für die Region. So sollen die neu aufkommenden Wertschöpfungsketten intelligent gesteuert werden. Um diesem Bedarf nachzukommen, bauen die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau), die Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg (Institut für Logistik und Materialflusstechnik) und der Miskolc University aus Ungarn mit Unterstützung des Logistiknetzes Berlin-Brandenburg an der DKU ein Logistiklabor (Logistic Lab 4.0) auf, das nun kurz vor der Fertigstellung steht.

Logistic Lab 4.0

Ziel des „Logistic Lab 4.0“ ist es, die Grundlage für Ausbildungsformate zu schaffen, Logistikprozesse zu standardisieren und die digitale Transformation der Prozesse zu demonstrieren, zu testen und papierlose Lieferketten aufzubauen. Dafür bedarf es einer Reihe von Verfahren und Technik. Nur so lassen sichdie heutigen Anforderungen an die Logistik 4.0 abbilden und für die Lehre einsetzbar machen. An dieser Stelle setzt das Logistiklabor der DKU an, das dafür mit einem umfangreichen technischen und virtuellen Baukastensystem ausgestattet wird. Damit können praxisnahe und modular aufgebaute Übungseinheiten entwickelt und angeboten werden. Die TH Wildau ist Mitinitiator des Vorhabens und baut zusammen mit Ingenieurinnen und Ingenieuren der Logistik und Telematik der Wildauer Hochschule das Labor hardwareseitig auf. Die Universität Magdeburg integriert Möglichkeiten zur Abbildung virtueller Materialflusssysteme und die ungarischen Partner unterstützen bei den Tools für Simulationen. Ein Novum ist auch der Einsatz eines an der TH Wildau mitentwickelten 3-dimensionalen Ortungssystems für geschlossene Räume, welches an der DKU erstmalig in der praktischen Lehre zum Einsatz kommt.

Prof. Frank Gillert und Prof. Anselm Fabig von der TH Wildau: „Wir haben mit unseren Partnerhochschulen ein umfangreiches Laborkonzept entwickelt. Dafür ist einiges an Technik aufzubauen und einzurichten. Die Entfernung stellt uns natürlich in der aktuellen Pandemie-Lage vor neue Herausforderungen, da wir aktuell nicht direkt vor Ort alles selbst einrichten können. Aber wir arbeiten eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen der DKU zusammen und stimmen uns regelmäßig virtuell ab.“

Gefördert wird das Vorhaben von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+.

Zielgruppen gehen über Studierende hinaus

Die Hauptzielgruppe des Labors sind derzeit Studierende der DKU. Pro Jahrgang sind dies aktuell bis zu 40 Studentinnen und Studenten an der Universität in Almaty. Darüber hinaus werden als Zielgruppen im Bereich der Weiterbildung Alumni der DKU und kasachische Unternehmen angesprochen, die ihr Wissen mit Blick auf die rasante Entwicklung der Logistikwelt vertiefen möchten.

Dipl.-Kfm. Michael Müller von der TH Wildau: „Uns haben bereits schon deutsche Unternehmen angefragt, die Führungskräftenachwuchs in der Region zum Aufbau neuer Logistikstandorte und Servicestrukturen suchen. Sie benötigen nicht nur das regionale Wissen zu den Rahmenbedingungen, sondern auch das Handwerkzeug für modernes Supply Chain Management.“

Auch Studierende der TH Wildau sollen künftig von der langjährigen Kooperation stärker profitieren. Die Wildauer Hochschule ist bereits seit 2008 mit der DKU in der gemeinsamen Ausbildung aktiv und war maßgeblich am Aufbau der Logistikausbildung an der DKU beteiligt. Bisher kamen überwiegend Studierende der DKU nach Deutschland. Zukünftig sollen noch mehr Studierende unter anderem der Studiengänge Logistik, Telematik, Luftfahrttechnik und Wirtschaftsingenieurwesen nach Almaty reisen und dort interdisziplinär mit Kommilitoninnen und Kommilitonen Praxis-Module absolvieren. Sogar gemeinsame Prüfungen vor Ort werden durchgeführt. Gleichzeitig können die Studierenden erste internationale Erfahrungen im Studium sammeln. Auch hier bremst die Corona-Pandemie im Moment, aber alle Beteiligten hoffen, vielleicht zum Endes des Jahres den Austausch vor Ort wieder intensivieren zu können. Bis dahin wird vorrangig das E-Learning fokussiert.

Koordiniert wird das Vorhaben seitens der TH Wildau von den Professoren Anselm Fabig (Telematik), Frank Gillert und Jens Wollenweber (beide Logistik) sowie dem Logistiklabor-Experten Michael Müller.

Weiterführende Informationen

Website der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU): https://dku.kz/de/content/science

Studiengangübersicht an der TH Wildau: https://www.th-wildau.de/studieren-weiterbilden/studiengaenge/

Studiengänge mit Bezug zur Logistik an der DKU: https://dku.kz/de/content/programms/?id=33


Fachliche Ansprechperson an der TH Wildau:

Prof. Dr.-Ing. Anselm Fabig
TH Wildau
Hochschulring 1, 15745 Wildau
Tel. +49 (0) 3375 508 168
E-Mail: anselm.fabig@th-wildau.de

Ansprechpersonen Externe Kommunikation/Presse TH Wildau:

Mike Lange / Mareike Rammelt
TH Wildau
Hochschulring 1, 15745 Wildau
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Die Campushochschule im Grünen südöstlich von Berlin mit direktem S-Bahn-Anschluss

Die Technische Hochschule Wildau ist die größte (Fach)Hochschule des Landes Brandenburg. Ihr attraktives Studienangebot umfasst 33 Studiengänge in naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen und Managementdisziplinen. Ein besonderes Kennzeichen ist ihre Internationalität. Über 20 Prozent der Studierenden kommen aus mehr als 60 Ländern. Kooperationsverträge, Studenten- und Dozentenaustausche verbinden die TH Wildau weltweit mit über 140 akademischen Bildungseinrichtungen.

Als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands befördert die TH Wildau Innovationen sowie den Wissens- und Technologietransfer. Wichtige Kompetenzfelder sind Angewandte Biowissenschaften, Informatik/Telematik, Optische Technologien/Photonik, Produktion und Material, Verkehr und Logistik sowie Management und Recht.

Der Campus der TH Wildau befindet sich auf einem traditionsreichen Industrieareal des früheren Lokomotiv- und Schwermaschinenbaus. Die gelungene Symbiose aus denkmalgeschützter Industriearchitektur und preisgekrönten modernen Funktionsgebäuden setzt städtebaulich Maßstäbe.

Die TH Wildau wurde 1991 gegründet. Sie kann auf eine lange Tradition der Ingenieurausbildung im Bereich des angewandten Maschinenbaus zurückblicken. Denn die systematische Fachkräfteausbildung für die Industrie begann in Wildau bereits 1949 in der damaligen Betriebsfachschule für Lokomotiv- und Waggonbau, aus der die Ingenieurschule für Schwermaschinenbau (ISW) hervorging.

Seit der Neugründung der TH Wildau am Standort der ehemaligen ISW haben sich aus dieser maschinenbaulichen Tradition heraus neue Studieninhalte mit unikaler Profilbildung entwickelt, die sich in Lehre und Forschung außerordentlich erfolgreich am Markt positionieren konnten und u.a. hoch innovative Bereiche aus Telematik, Biosystemtechnik, Logistik und Automatisierungstechnik abdecken.

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