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Demokratie unter Druck: Universität Vechta beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag gegen Faschismus

Termin 2. Juni 2026 15:00 – 19:00

Ort Universität Vechta, Driverstraße 22 | Raum F144a

Angesichts einer sich wandelnden politischen Landschaft und wachsender Herausforderungen der Demokratie setzt die Universität Vechta ein Zeichen: Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Wissenschaft gegen Faschismus“ finden am 2. Juni 2026 in Raum F144a (Musiksaal) drei Fachvorträge statt. Wissenschaftler der Universität Vechta beleuchten dabei das Spannungsfeld zwischen Politischer Bildung, medialen Strategien der Neuen Rechten und aktuellen Analysen des Faschismusbegriffs.

„Wissenschaft trägt eine gesellschaftliche Verantwortung“, so der Tenor der bundesweiten Initiative. Die Aktionswoche vom 1. bis 7. Juni zielt darauf ab, Hochschulen als Orte der kritischen Auseinandersetzung zu stärken.

Das Programm am 2. Juni an der Universität Vechta:

Den Auftakt macht um 15 Uhr Dr. Sven Rößler mit seinem Vortrag „Zum Gerücht der ‚Neutralität‘ – Eine kleine Einführung in die Politische Bildung in praktischer Absicht“. Rößler verwaltet die Professur für Politikdidaktik und vergegenwärtigt zentrale fachdidaktische Grundlagen der Politischen Bildung als Unterrichtsfach wie Querschnittsaufgabe aller Fächer, um Lehrkräfte angesichts zunehmender Anfeindungen gegen ihre Profession argumentativ zu stärken.

Um 16 Uhr übernimmt Michael Otten. Unter dem Titel „Soundtrack der Neuen Rechten: Mit Rapmusik in die Köpfe und Herzen junger Zielgruppen“ analysiert der Sachunterrichtsdidaktiker moderne Kommunikationsstrategien. Otten zeigt auf, wie rechte Gruppierungen Popkultur und Musik gezielt nutzen, um ideologische Inhalte in jugendaffinen Räumen zu platzieren und emotional zu besetzen.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe spricht um 18 Uhr PD Dr. Veith Selk über das Thema „Rechtswende, vibe shift oder Neuer Faschismus?“. Der Politikwissenschaftler und Verwalter der Professur Wissenschaft von der Politik ordnet die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen theoretisch ein und diskutiert, welche Begrifflichkeiten den aktuellen Zustand der westlichen Demokratien am treffendsten beschreiben.

Die Veranstaltung endet gegen 19 Uhr. Die Fachvorträge sind in sich abgeschlossen und können somit einzeln besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungen in Vechta sind Teil einer koordinierten Kampagne von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden in Deutschland. Ziel ist es, die Rolle der Bildungseinrichtungen bei der Verteidigung demokratischer Werte hervorzuheben und die wissenschaftliche Expertise für die Analyse aktueller Lagen zu nutzen.



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