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Laserkennzeichnung & der Digital Product Passport
Effektive Laserkennzeichnung zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit

Blog post —

Digital Product Passport: Warum dauerhafte Kennzeichnung für Maschinenbauer wichtiger wird

Digitale Produktinformationen verändern den Blick auf industrielle Kennzeichnung. Entscheidend ist nicht allein der Code, sondern das Zusammenspiel von Bauteil, Identifier, Daten und Kennzeichnungsprozess über den Produktlebenszyklus.

Der Digital Product Passport (DPP) soll relevante Produktinformationen über den Lebenszyklus zugänglich machen, beispielsweise zu Materialien, Reparierbarkeit, Wiederverwendung oder Recycling. Die Einführung erfolgt in der EU schrittweise und nach produktspezifischen Anforderungen. Auch wenn eine allgemeine DPP-Pflicht für sämtliche Maschinen und Industrieprodukte derzeit nicht besteht, zeigt die Entwicklung einen grundsätzlichen Wandel: Physische Produkte und digitale Produktinformationen wachsen enger zusammen.

Welche Rolle spielt die Kennzeichnung beim Digital Product Passport?

Die Europäische Kommission sieht einen digitalen Datenträger, beispielsweise einen QR-Code, als Verbindung zwischen dem physischen Produkt und seinem Digital Product Passport vor. Die eigentlichen Informationen werden in der entsprechenden digitalen Infrastruktur verwaltet. Der Identifier am Produkt stellt somit die Verbindung zum richtigen Datensatz her. Eine Laserkennzeichnung erzeugt weder den Digital Product Passport noch verwaltet sie dessen Inhalte. Sie kann jedoch einen geeigneten Identifier dauerhaft auf einem Bauteil oder Kennzeichnungselement abbilden. Gerade bei Bauteilen, Maschinen und Investitionsgütern ist das relevant. Zwischen Produktion, Installation, Wartung und späterer Verwertung können viele Jahre liegen. Abrieb, Chemikalien, Temperatur, Reinigung oder mechanische Beanspruchung können die Kennzeichnung während dieser Zeit belasten. Damit stellt sich eine zentrale Frage: Muss die Produktidentifikation so lange funktionieren wie das Produkt selbst?

Laser, Druck oder Etikett: Welche Kennzeichnung ist geeignet?

Eine universelle Antwort gibt es nicht. Unterschiedliche Technologien erfüllen je nach Anwendung ähnliche Anforderungen an Geschwindigkeit, Flexibilität und variable Daten. Industrielle Druckverfahren wie Inkjet ermöglichen eine direkte und variable Kennzeichnung und können hinsichtlich der Anfangsinvestition attraktiv sein. Soll eine Kennzeichnung dagegen über einen langen Produktlebenszyklus erhalten bleiben und nur schwer entfernt oder verändert werden können, bietet die Laserkennzeichnung Vorteile. Auch Etiketten bieten eine hohe Gestaltungsfreiheit. Im Unterschied zur Direktkennzeichnung bilden sie jedoch einen separaten Kennzeichnungsträger. Dass dieser entfernt oder ersetzt werden kann, kann je nach Anwendung Vorteil oder Nachteil sein. Bei langlebigen Produkten stellt sich deshalb die Frage, ob der Identifier austauschbar sein darf oder möglichst dauerhaft mit dem Produkt verbunden bleiben soll. Abhängig von Material, Oberfläche und Anwendung können Data-Matrix- und QR-Codes, Seriennummern, UID-Kennzeichnungen oder Klarschrift direkt auf einem Bauteil angebracht werden. Direct Part Marking ist insbesondere dort interessant, wo eine dauerhafte Identifikation ohne separates Kennzeichnungselement erforderlich ist.

Vom Einzelstück bis zur wiederkehrenden Serienkennzeichnung

Auch das Produktionsumfeld beeinflusst die Wahl der Lösung. Ein mittelständischer Maschinenbauer verarbeitet beispielsweise wechselnde Aufträge und unterschiedliche Komponenten. Typenschilder, individuelle Seriennummern und Data-Matrix-Codes werden in kleinen oder mittleren Stückzahlen benötigt. Hier stehen Flexibilität, einfache Umrüstung und zuverlässige Verarbeitung variabler Daten im Vordergrund. Bei wiederkehrenden Serienanwendungen gewinnen höhere Stückzahlen, standardisierte Abläufe und teilautomatisierte Prozesse an Bedeutung. Laserarbeitsplätze können dafür beispielsweise mit unterschiedlichen Tisch- und Handlingsystemen ausgestattet werden. Für die SpeedMarker-Serie bietet Trotec unter anderem Linear-, Wechsel- und Drehtische sowie Lösungen für die automatisierte Verarbeitung von Typenschildern. Entscheidend ist dabei nicht der maximal mögliche Automatisierungsgrad. Stückzahl, Variantenvielfalt, Bauteilhandling und Datenverarbeitung müssen zur tatsächlichen Produktionssituation passen.

Trotec betrachtet mehr als den Laser

Trotec betrachtet deshalb nicht nur den Laser, sondern den gesamten Kennzeichnungsprozess: Welche Information gehört auf welches Bauteil? Wie lange muss sie lesbar bleiben? Wie häufig ändern sich Daten und Varianten? Und wie sieht der tatsächliche Produktionsprozess aus?

Die SpeedMarker-Serie verbindet industrielle Laserarbeitsplätze mit professioneller Software für die Steuerung und Verarbeitung dynamischer Daten, Positionierungsfunktionen sowie Schnittstellen zu Produktionsprozessen, ERP-Systemen und Datenbanken. Unterschiedliche Maschinen- und Handlingkonzepte ermöglichen die Anpassung an verschiedene Bauteilgrößen, Stückzahlen und Produktionsszenarien. Ergänzt werden die Lasersysteme durch geeignete Absaugtechnik sowie Material- und Anwendungskompetenz, kundenspezifische Lösungen und Service.

Kann Laserkennzeichnung einen nachhaltigeren Kennzeichnungsprozess unterstützen?

In geeigneten Anwendungen kann Laserkennzeichnung dazu beitragen, Verbrauchsmaterialien oder separate Arbeitsschritte zu reduzieren. Im Unterschied zu tintenbasierten Direktdruckverfahren benötigt der Laserbeschriftungsprozess keine Tinte und arbeitet berührungslos. Ersetzt Direct Part Marking eine bisherige Etikettenkennzeichnung, entfällt zudem der separate Kennzeichnungsträger. Werden Typenschilder oder andere Kennzeichnungselemente bedarfsgerecht produziert, können außerdem vorproduzierte Variantenbestände reduziert werden.

Der Digital Product Passport erweitert diese Betrachtung um den Produktlebenszyklus. Für Maschinen- und Anlagenbauer verschiebt sich damit die Frage von „Welchen Laser benötigen wir?“ hin zu „Wie muss unser Kennzeichnungsprozess aufgebaut sein, damit Produkt, Identifier und digitale Informationen langfristig zusammenpassen?“

Die passende Lösung kann Direct Part Marking, ein separat gefertigtes Typenschild oder eine Kombination unterschiedlicher Ansätze sein. Entscheidend ist der tatsächliche Anwendungsfall.

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