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Bayerischer Photovoltaik-Rekord zum Wochenstart

Pressemitteilung   •   Mär 24, 2020 16:02 CET

Noch nie wurde mehr Sonnenstrom ins Bayernwerk-Netz eingespeist als am Montagmittag. Im vergangenen Jahr sind rund 11.500 Anlagen neu in Betrieb gegangen..

Regensburg/Neunburg. Sonnenstrom in Bayern ist weiter auf dem Vormarsch: Am Montagmittag hat die erzeugte Leistung von Photovoltaik-Anlagen im Netz der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) einen Rekordwert erreicht. In der Netzsteuerung des Energieunternehmens mit Sitz in Regensburg wurde um 12.15 Uhr mit 4.751 Megawatt dezentrale Solar-Erzeugung ein Allzeit-Maximum gemessen. Das entspricht im Vergleich etwa der Leistung von sechs konventionellen Kraftwerken. Während der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr konnte der Energieverbrauch im Freistaat allein durch die regenerative Erzeugung vor Ort gedeckt werden.

„4.751 Megawatt Einspeisung bedeuten einen absoluten Rekordwert. Noch nie haben PV-Anlagen in unserem Netz mehr Strom erzeugt als am Montagmittag“, erklärte Dr. Egon Westphal, Technik-Vorstand des Bayernwerks. Der bisherige Solar-Spitzenwert war rund 100 Megawatt geringer und wurde im Juni vergangenen Jahres registriert. „Die jetzige Rekordeinspeisung ist vergleichsweise früh im Jahresverlauf aufgetreten. Das liegt vor allem an der weiter zunehmenden Zahl an dezentralen Erzeugungsanlagen, die an unser Netz angeschlossen sind. 2019 sind etwa 11.500 neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 450 Megawatt zusätzlich in das Bayernwerk-Netz integriert worden“, berichtete Dr. Egon Westphal. Die hohe Einspeiseleistung der PV-Anlagen am Montag wurde durch zwei Umstände begünstigt: den dauerhaft wolkenlosen Himmel und die kühlen Außentemperaturen.

Energieüberschuss als Trend

In der statistischen Betrachtung des gesamten Tagesverlaufs lag die Quote der eigenen Versorgung aus regenerativer Erzeugung im Bayernwerk-Netz von 9 bis 16 Uhr bei 100 Prozent. Um die gesamte Energiemenge für Kunden bereitzustellen und das Stromnetz von der Hoch- bis zur Niederspannung weiter sicher und stabil zu steuern, wurde der bayerische Überschuss aus Sonnen,- Wind- und Wasserkraft in diesen Stunden in das vorgelagerte Netz der TenneT zum Transport in das deutsche und europäische Übertragungsnetz abgegeben. Generell ist es für die Stabilität des Stromnetzes erforderlich, dass die Erzeugungsmenge und der Verbrauch dauerhaft im Einklang sind.

„Die Überschussproduktion von grünem Strom in Bayern ist ein Trend, den wir in den vergangenen Jahren immer häufiger erkennen können. Früher war der Export von regenerativem Strom aus Bayern ein eher seltenes Phänomen, dass nur vereinzelt unter optimalen Voraussetzungen aufgetreten ist. Inzwischen stellen wir in der Netzsteuerung regelmäßig fest, dass wir Energie aus dem eigenen Netz abgeben und vor allem bayerischer Sonnenstrom zum Exportschlager wird“, sagte Dr. Egon Westphal.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.