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Scandlines investiert zweistelligen Millionenbetrag in nachhaltige Technologien – Hybrid-Antriebssystem startet auf der Vogelfluglinie

Pressemitteilung   •   Feb 05, 2014 14:00 CET

Bis 2015 investiert Scandlines insgesamt mehr als 40 Millionen Euro in nachhaltige Technologien auf den Fährrouten Puttgarden–Rødby und Rostock–Gedser. Rund 14 Millionen Euro davon verwendet die Reederei im ersten Schritt für die Einführung eines Hybrid-Antriebssystems für die vier Fähren der Vogelfluglinie.

Den Auftakt des Hybrid-Projektes macht die „Prinsesse Benedikte“: Am 05. September 2013 wurde das Hybrid-Antriebssystem der auf Puttgarden–Rødby operierenden Fähre offiziell zertifiziert. Als weltweit erste Fährreederei setzt Scandlines damit in großem Umfang auf ein Hybrid-System an Bord, mit dem überschüssige Energie in Batterien gespeichert wird. Die Fähre kann so ihren Treibstoffverbrauch optimal an die Auslastung anpassen. Auf diese Weise können bis zu15 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Positive Testergebnisse des Systems auf der „Prinsesse Benedikte“ belegen die gute Funktionsweise, so dass im Laufe des Jahres 2014 auch die drei anderen Fähren der Vogelfluglinie umgebaut werden können.

Das Hybrid-Antriebssystem ist erst der Beginn einer Reihe von Investitionen in umweltfreundliche Technologien auf der Route Puttgarden–Rødby. Daneben wurde im Oktober 2013 die Fähre „Schleswig-Holstein“ mit einem Abgaswäscher (sog. Scrubber) ausgerüstet. Scrubber reinigen die Motorenabgase von Schadstoffen wie Schwefel, Stickstoff und Feinstaub und reduzieren so den Emissionsausstoß um mindestens 90 Prozent. Die drei anderen Passagierfähren auf der Strecke werden im Laufe des Jahres 2014 ebenfalls mit Abgaswäschern ausgerüstet, um so die neuen Anforderungen für Schiffsemissionen, die am 1. Januar 2015 in Kraft treten, zu erfüllen.

Søren Poulsgaard Jensen, CEO von Scandlines, freut sich über den gelungenen Auftakt der Maßnahmen: „Das Hybrid-Antriebssystem auf der Vogelfluglinie ist ein wesentlicher Baustein unserer Strategie für nachhaltigeren Fährverkehr. Zum ersten Mal nutzt eine Fährreederei diese Technologie in solchem Umfang. Wir sind natürlich besonders stolz darauf, dass Scandlines hier eine Vorreiterrolle einnimmt.“

„Die Leistungselektronik und Steuerungstechnik, mit deren Hilfe die funktionale Nutzung der Batterien in diesem großen Maßstab ermöglicht wird, wurde von Siemens entwickelt und geliefert. Siemens, zusammen mit dem Batteriemodullieferanten Corvus Energy, ist stolz, gemeinsam mit Scandlines Teil eines einzigartigen Teams zu sein. Dies ist weltweit das erste System seiner Art und wir sind sehr zufrieden mit der Funktionalität und der CO2-Einsparung“, sagt Ketil Aagesen, Head of Sales Domestic Siemens AS.

Die „Prinsesse Benedikte“ wurde als eine von vier baugleichen Neubauten 1997 auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rødby in Dienst gestellt. Die Doppelendfähre misst 142 m und bietet Kapazität für 364 Pkw und 1.140 Personen. Zusammen mit der „Deutschland“, der „Schleswig-Holstein“ und der „Prins Richard“ ist sie an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden im Einsatz und trägt zur hohen Frequenz der Route mit Abfahrten alle 30 Minuten bei.


Scandlines wurde 1998 gegründet und ist eine der größten Reedereien in Europa. Auf drei Fährrouten mit hoher Frequenz und Kapazität zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden bietet Scandlines effizienten und zuverlässigen Transport für Passagiere und Frachtkunden. Im Fokus stehen dabei guter Service und ein abwechslungsreiches An-Bord-Erlebnis auf den Fähren sowie umfassende Einkaufsmöglichkeiten in den BorderShops an Land.

2012 transportierte Scandlines 11,7 Millionen Passagiere, 2,7 Millionen Pkw sowie 0,8 Millionen Frachteinheiten auf den Routen Puttgarden–Rødby, Rostock–Gedser und Helsingør–Helsingborg.

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