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Installiertes Alkohol-Interlock Gerät
Installiertes Alkohol-Interlock Gerät

Pressemitteilung -

“Alkohol-Interlock-Programm als Modellversuch ein richtiger Weg”

Goslar/Hamburg (nr). Auch wenn die Zahl von Toten und Verletzten durch Alkohol im Straßenverkehr rückläufig ist, sind weitere Hürden erforderlich, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) unterstützt deshalb die Forderung des diesjährigen Verkehrsgerichtages, atemalkohol-gesteuerte Wegfahrsperren (Interlockgeräte) in Modellversuchen zu testen.

"Unabhängig von den im zuständigen Arbeitskreis in Goslar aufgeworfenen juristischen Streitfragen ist es unbestritten, dass die Entwicklung eines beweissicheren Messgerätes nicht nur eine wissenschaftliche Leistung darstellt, sondern auch in hohem Maße zu mehr Verkehrssicherheit für die Allgemeinheit beitragen kann”, sagte der Präsident des BADS, Dr.Gerhardt. Dies hätten unter anderem in Schweden und Österreich ermittelte Ergebnisse gezeigt. “Dieser Einsatz in anderen Ländern der Welt macht deutlich, dass Alkohol-Interlock-Programme zu einem beachtlichem Rückgang der alkoholbedingten Unfälle mit Todesfolge führen.” Solange die Interlock-Geräte eingebaut sind, liege die Rückfallquote bei Null. Werden sie bei den Protagonisten nach der verfügten Zeitspanne deinstalliert, fallen mehr als 20% der betroffenen Kraftfahrer wieder in ihr altes Verhalten zurück.

“Deshalb ist es unerlässlich, dass neben der Interlockinstallierung weiterhin die Pflicht zur Teilnahme an einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) bestehen bleibt”, so der BADS-Praesident weiter. Keinesfalls dürfe es auch durch die Verwendung eines Interlock-Gerätes zu einer Ungleichbehandlung bezüglich der Kosten kommen. “Unabhängig von der sozialen Stellung der betroffenen Autofahrer muss sichergestellt sein, dass sich die nach jetzigen Erkenntnissen sehr teuren Geräte jeder Verkehrsteilnehmer “leisten” kann.”

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Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Pressekontakt

Norbert Radzanowski

Norbert Radzanowski

Pressekontakt Pressesprecher Produktion von Pressemitteilungen, Abhalten von Pressekonferenzen 0176 31 37 08 50

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Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S. finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Vorstand
Präsident Dr. jur. Peter Gerhardt - Vors. Richter am Oberlandesgericht a.D.
Ehrenpräsident Dr.jur. Erwin Grosse - Rechtsanwalt
2. Vorsitzender Univ.-Professor Dr.med. Dr.rer.nat Reinhard Urban
Schatzmeister Dr.Jürgen Garbe, Ltd.Oberstaatsanwalt a.D.

Beisitzer Gerd Weinreich - Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., Rechtsanwalt
Dr.Thorsten Prange- Vorsitzender Richter am Landgericht

Geschäftsführung Marlies Eggert, Ina Troebelsberger
Vorsitzender Helmut Trentmann, Ltd.Oberstaatsanwalt a.D., Rechtsanwalt
Bundesbeirat

BADS
Hansastraße 13
20149 Hamburg
Deutschland