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Pressemitteilung

Krebs betrifft die ganze Familie: Auch Angehörige brauchen Unterstützung

Die Bayerische Krebsgesellschaft macht auf Belastungen von Partnern, Kindern, Eltern und Freunden aufmerksam

Hof, 20. Juli 2026. Wenn jemand an Krebs erkrankt, beeinflusst die Diagnose das Leben der ganzen Familie – vor allem das der Lebenspartner und Kinder. Die Krankheit zieht aber noch weitere Kreise, denn auch Freunde, Kollegen und Nachbarn fühlen sich mit betroffen. Sie bieten ihre Unterstützung an und einige kommen dabei manchmal selbst seelisch und körperlich an ihre Grenzen.

Besonders belastend ist die Situation kurz nach der Diagnose, weil viel Neues, Unbekanntes auf die Angehörigen einströmt. Medizinische Informationen müssen verstanden, Termine organisiert, Entscheidungen begleitet und der Alltag neu geregelt werden. Gleichzeitig kommen Sorgen, Ängste und Unsicherheit hinzu. Das stellt den ganzen Alltag auf den Kopf. Entsprechend viel gibt es zu organisieren. Zudem ändern sich ständig die Gedanken und Gefühle. Die Seele kommt kaum noch hinterher, um alles zu verarbeiten.

Angehörige denken oft mehr an die erkrankte Person als an sich selbst – vor allem dann, wenn sie zu Hause lebt und gepflegt werden muss. Wer außerdem berufstätig ist und möglicherweise Kinder zu versorgen hat, ist oft körperlich und psychisch stark belastet.

Viele Angehörige fühlen sich mit ihren Sorgen alleingelassen. Sie wissen häufig nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn es ihnen selbst nicht so gut geht. In manchen Situationen hilft ein Gespräch mit Freunden. Doch auch deren Ressourcen sind oft begrenzt mit der Folge, dass diese sich zurückziehen und sich nicht mit den Sorgen der Angehörigen auf Dauer beschäftigen wollen.

Die psychische Auseinandersetzung mit einer Krebserkrankung ist für Betroffene – sowohl Patienten als auch Angehörige – auch nach erfolgreicher Therapie nicht beendet. Häufig verstärken sich sogar Ängste und Befürchtungen, während das soziale Umfeld oft schon von einer wieder gewonnenen Alltagsnormalität ausgeht.

„Angehörige leisten oft unglaublich viel. Sie trösten, organisieren, begleiten zu Terminen und halten den Alltag zusammen. Dabei übersehen sie häufig, dass auch sie selbst Unterstützung brauchen und ein Recht auf Entlastung haben“, sagt Monja Huber, Psychoonkologin und Leiterin der Psychosozialen Krebsberatungsstelle in Hof. „In der Beratung erleben wir immer wieder, wie hilfreich es ist, die eigenen Sorgen einmal aussprechen zu dürfen – ohne stark sein zu müssen und ohne den erkrankten Menschen zusätzlich belasten zu wollen.“

Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Hof der Bayerischen Krebsgesellschaft bietet professionelle psychosoziale Beratung für Patienten, Angehörige und Interessierte an – kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch auch anonym. Die psychoonkologische Hilfe umfasst Beratung, die den Fokus auf die psychologischen und sozialen Aspekte im Verlauf einer Krebserkrankung legen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Krankheitsverarbeitung. Gemeinsam werden Bewältigungsstrukturen und Entlastungsmöglichkeiten erarbeitet.

Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Hof ist mit ihrer Außensprechstunde in Marktredwitz für Hochfranken zuständig. Niedrigschwelligen Zugang zur Beratung erhalten Ratsuchende auf Wunsch persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Video. Außerdem umfasst das Angebot auch die Vermittlung zu zahlreichen Selbsthilfegruppen, u.a. zur neugegründeten Selbsthilfegruppe für Angehörige und Hinterbliebene. Termine nach Vereinbarung: Tel. 09281 – 54 00 90,

E-Mail: kbs-hof@bayerische-krebsgesellschaft.de

Weitere Informationen:

https://www.bayerische-krebsgesellschaft.de/krebsberatungsstellen/hof/

Ratgeber Angehörige

Kontakt zur Psychosozialen Krebsberatungsstelle Hof
der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

Konrad-Adenauer-Platz 1, 95028 Hof
Eingang B über Poststraße
Telefon: Tel. 09281 – 54 00 90
E-Mail: kbs-hof@bayerische-krebsgesellschaft.de

Pressekontakt

Cornelia Gilbert M.A., Pressereferentin
Tel. 089-54 88 40 –45, E-Mail: gilbert@bayerische-krebsgesellschaft.de

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Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. hilft seit 1925 Menschen mit Krebs und deren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. In 13 Krebsberatungsstellen und 28 Außensprechstunden beraten qualifizierte Mitarbeiter Ratsuchende und begleiten sie in allen psychischen und sozialen Fragen – kompetent, vertraulich und kostenfrei. Vorträge und Kurse sowie medizinische Fragestunden ergänzen unser umfassendes Angebot. Unsere rund 150 ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen, die wir bei ihrer Arbeit professionell unterstützen, leisten in ganz Bayern unschätzbare Hilfestellung: von Betroffenen für Betroffene - direkt vor Ort. Darüber hinaus engagieren wir uns in der Versorgungsforschung, der Fortbildung von onkologischen Fach- und Pflegekräften, der Krebsfrüherkennung und beraten politische Gremien. Die Bayerische Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden.

Spendenkonto der Bayerischen Krebsgesellschaft:

SozialBank AG, BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE51370205000007801700

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