Pressemitteilung —
Bayernwerk Netz modernisiert Hochspannungsleitung zwischen Amberg und Schwandorf
Amberg/Schwandorf. Die Bayernwerk Netz GmbH modernisiert ab Montag, 2. November, die Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Amberg und Schwandorf. Der Verteilnetzbetreiber ersetzt zwei Maste neben der A6 südlich von Amberg durch stärkere, höhere Modelle. Zusätzlich erhält die 22 Kilometer lange Leitung neue Blitzschutzseile. Die Bayernwerk Netz passt die Leitung damit an die aktuellen Sicherheitsanforderungen bei Autobahnquerungen an. Die Gesamtkosten für die Ertüchtigung liegen bei rund 3,7 Millionen Euro.
Die Hochspannungsleitung zwischen Amberg und Schwandorf ist seit rund 100 Jahren eine wichtige Verbindung im regionalen Stromnetz. Sie stammt ursprünglich aus den 1920er Jahren. „Die Leitung überspannt zwischen zwei Masten die A6. Nach mehr als 100 Jahren Betrieb entspricht der Zustand dieser Masten nicht mehr den Sicherheitsstandards, die heute für eine Kreuzung mit der Autobahn gelten. Dementsprechend ersetzen wir sie nun zügig“, sagt Armin Feustel, Bauprojektleiter bei der Bayernwerk Netz.
Arbeiten beginnen im November
Am Montag, 2. November, beginnen die Arbeiten. Für die Umsetzung hat die Bayernwerk Netz die Mline-Energie FlexCo beauftragt, eine Spezialfirma aus Österreich. Die Fachleute errichten zunächst neue Fundamente und die Mastfüße für die beiden Ersatzmaste beiderseits der A6 in der Nähe der Anschlussstelle Amberg-Süd. Parallel dazu erneuert sie auf allen Masten entlang der Freileitung zwischen den Umspannwerken Schwandorf und Amberg das Blitzschutzseil.
Anfang 2027 werden dann die neuen, etwas höheren Maste leicht versetzt aufgebaut und die Seile auf die neuen Masten umgelegt. Im Zuge dessen tauscht die Fachfirma auf einem Teilstück von drei Kilometern bei Ebermannsdorf auch die Leiterseile, um sie an die neue Maststandorte anzupassen. Im letzten Schritt werden die beiden Bestandsmaste vollständig abgebaut. Die neuen Maste entstehen in unmittelbarer Nähe zu den heutigen Standorten. Der Verlauf der Leitung bleibt so nahezu unverändert. Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende März 2027 vorgesehen.
Stromversorgung jederzeit sichergestellt
Die Stromversorgung in der Region bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Während notwendiger Schaltungen stehen alternative Leitungsverbindungen zur Verfügung, sodass die Versorgung aufrechterhalten bleibt.
Mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der Flächen, auf denen gebaut wird, steht die beauftragte Baufirma in Austausch. Für die Arbeiten im Bereich der der Autobahn erfolgt eine enge Abstimmung mit der Autobahn GmbH des Bundes.
Verstärkung der Leitung geplant
Mittelfristig plant der Netzbetreiber den Ersatzneubau der Leitung von Schwandorf in nordwestlicher Richtung bis in den Raum Ensdorf. Dort soll ein neues Umspannwerk errichtet werden. In diesem Zuge plant die Bayernwerk Netz, einzelne Maste zwischen Ensdorf und Amberg zu erneuern und die Leiterseile zu ersetzen. So soll die Region zuverlässig mit Strom versorgt und regionaler Strom aus erneuerbaren Energien aufgenommen und verteilt werden.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter- und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.
Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.
In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.