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Maximilian Binder, Projektierer beim Bayernwerk Netz-Kundencenter in Eggenfelden, und der Verwalter der Burg Burghausen, Heinz Donner, vor dem Gebäude, in dem die alte Trafostation untergebracht war.

Pressemitteilung —

Moderne Netzinfrastruktur trifft auf mittelalterliche Baukunst

Burghausen. Burghausen im Landkreis Altötting ist bekannt für seine weltlängste Burg. 1.051 Meter Geschichte prägen die 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner große Stadt. Neben ihrem mittelalterlichen Gesicht hat Burghausen weitere. Eines davon ist ihre Entwicklung zu einer energieautarken Stadt. Aktuell* sind in Burghausen Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 323.000 Kilowatt installiert. Diesen Weg begleitet die Bayernwerk Netz GmbH mit der Erneuerung des Mittelspannungsnetzes im Stadtgebiet von Burghausen. Ein Teilprojekt konnte vergangene Woche im Bereich der Burg Burghausen erfolgreich abgeschlossen werden: „Wir haben hier die Voraussetzungen geschaffen für eine Verdopplung der Spannung von 10 auf 20 Kilovolt. Dadurch kann perspektivisch deutlich mehr Leistung transportiert werden – sowohl Einspeise- als auch Bezugsleistung“, erklärt Fabian Brunner, Leiter des Bayernwerk Netz-Kundencenters in Eggenfelden und damit verantwortlich für das Netzbaumaßnahmenpaket in Burghausen. „Die Netzverstärkung kommt auch den Besucherinnen und Besuchern der Burg zugute, weil auf dem Parkplatz vor der Burg nun ausreichend Kapazitäten für eine moderne E-Ladeinfrastruktur vorhanden ist“, ergänzt Burgverwalter Heinz Donner.

Vor dem Fund

Die Anforderung war klar definiert: Verlegung von 1.250 Metern Kabel auf mittelalterlichem Gelände und Errichtung einer modernen Kompaktstation als Ersatz für die Bestandsstation, die in einem denkmalgeschützten Gebäude am Rande des Curaplatzes untergebracht ist. Diese technisch zu erneuern, ohne das historische Stadtbild zu verändern, wäre nur mit erheblichem Aufwand möglich gewesen. Deshalb entschied man sich für eine neue, moderne digitale Ortsnetzstation, die sich gut in das Gesamtbild fügt, die die Möglichkeit für E-Ladesäulen auf dem Parkplatz vor der Burg schafft und die für die Bayernwerk-Servicetechniker gut erreichbar ist.

Nach Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Burghausen, der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung in Persona von Burgverwalter Heinz Donner, der Archäologin Isabell Brosch, die die Tiefbauarbeiten begleitet hat, sowie den Kollegen der ausführenden Partnerfirma Spie wurde die Bauausführung en détail besprochen.

Feines Werkzeug folgt auf schweres Baugerät

Für den Aushub des Kabelgrabens kamen Asphaltfräse, Asphaltschneider und Bagger angerollt. Da die Tiefbauarbeiten auf einem Bodendenkmal durchgeführt wurden, begleitete Archäologin Isabell Brosch die Maßnahme. Ihre Werkzeuge, Archäologenkelle, Sieb, Handschaufel, Pinsel und Bürsten, hatte sie mit im Gepäck. Denn es war davon auszugehen, dass im Zuge der Netzbauarbeiten alte Fundamente zum Vorschein treten würden. Und so kam es dann auch: Wo kurz zuvor noch tonnenschweres Baugerät den Kabelgraben aushub, war plötzlich Fingerspitzengefühl gefragt: Stück für Stück legte die Archäologin die historischen Mauerreste frei, untersuchte die freigelegten Strukturen und dokumentierte die Funde, die wohl aus dem 13. Jahrhundert stammen. „Es ist immer wieder schön, gerade bei solchen Baumaßnahmen auf historische Funde zu stoßen. Hier erweitert sich das Wissen über die Burg Burghausen. Gerade für solche Gegebenheiten ist es wichtig, dass die Archäologie solche Maßnahmen begleitet“, sagt Heinz Donner.

Während die historischen Mauerreste freigelegt wurden, einigten sich die beteiligten Akteure rasch auf eine neue Trassierung, um die Bauarbeiten möglichst zeitnah fortsetzen zu können. Innerhalb vier Wochen verlegte die Kolonne der Firma Spie die 20-Kilovolt-Erdkabel, sodass die Zufahrt für Anwohner, Lieferanten und Burgbesucher nun wieder frei ist. Auch die neue Trafostation ist bereits montiert und ans Netz angeschlossen.

Nach dem Fund

Maximilian Schmauß, Leiter Planung, Bauausführung und Netzkundenbetreuung am Kundencenter Eggenfelden, fasst die Maßnahme rückblickend wie folgt zusammen: „Die größte Herausforderung war das Bodendenkmal und die damit verbundenen Anforderungen bei den Erd- und Oberflächenarbeiten über die komplette Trassenlänge hinweg.“ Damit nicht genug. Denn im Bereich der Zufahrt zum Parkplatz auf dem Curaplatz gibt es bereits diverse andere Versorgungsleitungen, die bei der mit etwa 250.000 Euro budgetierten Maßnahme berücksichtigt werden mussten.

Am Bayernwerk Netz-Kundencenter Eggenfelden kümmern sich aktuell 87 Kolleginnen und Kollegen um eine sichere und zuverlässige Stromversorgung in 75 Gemeinden in den Landkreisen Altötting, Dingolfing-Landau, Mühldorf am Inn, Passau, Rottal-Inn und Traunstein.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter- und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.

Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.

In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.

Kontakt

  • Maximilian Binder, Projektierer beim Bayernwerk Netz-Kundencenter in Eggenfelden, und der Verwalter der Burg Burghausen, Heinz Donner, vor dem Gebäude, in dem die alte Trafostation untergebracht war.
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  • Maximilian Binder erklärt Burgverwalter Heinz Donner die Vorteile einer digitalen Ortsnetzstation.
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  • Vergangene Woche wurde die Mittelspannungsbaumaßnahme auf dem Curaplatz mit Markierungsarbeiten abgeschlossen.
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  • Burgverwalter Heinz Donner zeigt Maximilian Binder, Projektierer beim Bayernwerk Netz-Kundencenter in Eggenfelden, mittels des Burgreliefs ihren Standort auf der Burg Burghausen.
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