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Uniper baut LNG-Partnerschaft mit Kanada aus
Der Energiekonzern Uniper hat mit dem kanadischen Projektentwickler Ksi Lisims LNG eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) über langfristige Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass Uniper ab Ende der 2020er-Jahre LNG aus dem geplanten Exportterminal an der kanadischen Pazifikküste beziehen kann. Ziel ist es, die Diversifizierung der europäischen Gasversorgung weiter voranzutreiben und langfristige Bezugsquellen für den europäischen Markt zu sichern.
Das Ksi-Lisims-LNG-Projekt entsteht in der Provinz British Columbia und wird von der Nisga’a Nation gemeinsam mit den Unternehmen Western LNG und Rockies LNG entwickelt. Geplant sind schwimmende LNG-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von zwölf Millionen Tonnen pro Jahr. Nach Angaben der Projektpartner soll die Anlage vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben werden und damit zu den emissionsärmsten LNG-Projekten weltweit zählen.
Bereits beim Kanada-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im August 2025 wurde die deutsch-kanadische Energiepartnerschaft bekräftigt und der Ausbau gemeinsamer Energie- und Wasserstoffprojekte als strategisches Ziel hervorgehoben. Erst vor wenigen Wochen hatte zudem der Energiehändler SEFE eine langfristige LNG-Liefervereinbarung mit Ksi Lisims LNG angekündigt. Dass nun bereits das zweite deutsche Energieunternehmen auf das kanadische Projekt setzt, verdeutlicht das zunehmende Interesse an neuen, geopolitisch stabilen LNG-Importquellen für den europäischen Markt.
Michael Lewis, CEO von Uniper, betonte die Bedeutung einer weiteren Diversifizierung des LNG-Portfolios des Unternehmens. Kanada biete mit seinen umfangreichen Gasressourcen, der politischen Stabilität und verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen attraktive Voraussetzungen. Projekte wie Ksi Lisims LNG hätten das Potenzial, die Resilienz und Flexibilität des Portfolios langfristig zu stärken, so Lewis.