Die halbe Erde - Utopie als politische Praxis
Troy Vettese und Drew Pendergrass legen mit „Die halbe Erde“ keinen weiteren Klimaappell vor, sondern den Versuch, den ökosozialistischen Utopismus als ernsthafte Planungswissenschaft zu rehabilitieren.
Troy Vettese und Drew Pendergrass legen mit „Die halbe Erde“ keinen weiteren Klimaappell vor, sondern den Versuch, den ökosozialistischen Utopismus als ernsthafte Planungswissenschaft zu rehabilitieren.
Identität ist ja die Festlegung auf etwas, das ich sein soll. Schon in dieser Beschreibung liegt eine Verhärtung, eine Unflexibilität, die mir zutiefst suspekt ist. Wir sind sowieso immer jemand - Identität ist etwas, das mit uns aufwächst, etwas, das wir uns aneignen. Schon die Sprache, die wir als erstes im Leben lernen, ist etwas Angeeignetes, etwas Uraltes, in dessen Strom wir eintauchen.
Ein schwarzes Notizbuch mit roten Ecken, an den Kanten schon brüchig – seit seiner Jugend trägt Hubertus Meyer-Burckhardt es mit sich herum. Darin hat der Gastgeber der NDR Talk Show Sätze gesammelt, die ihn festgehalten haben: Goethe, Mark Twain, Epikur, immer wieder Thomas Mann, aber auch Oriana Fallaci.
Was gibt es Intimeres als ein Tagebuch? Die Frage, die der Klappentext stellt, ist rhetorisch – und doch nicht ganz ehrlich. Denn das Tagebuch, das Shaun Usher in seiner Anthologie versammelt, ist nicht das heimliche, verschlossene Dokument, sondern das veröffentlichte, kuratierte, ästhetisch gerahmte.
Susanne Schanda hat einen Roman geschrieben, der sich in ein Terrain begibt, das literarisch noch immer unterschätzt wird: die Abgründe einer Familiengeschichte, die sich mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts verstrickt hat.
Mit "Frauen von morgen - Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème" legt Gunna Wendt eine ebenso kenntnisreiche wie fesselnde Doppelbiografie vor.
Mit *„Die Harzreise“* legt Steffen Kopetzky eine reflektierte Annäherung an das deutsche Selbstbild vor – eine Annäherung, die sich bewusst im Schatten von Heinrich Heines klassischer Wanderung bewegt.
Mein Name ist Justus Schulze, ich bin 31 Jahre alt, wohne in Braunschweig und habe das Glück in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sein zu dürfen.
Franz Xaver Gernstl ist ein Mann des Weges. Seit Jahrzehnten durchquert der bayerische Filmemacher und Journalist die Welt mit Kamera und Mikrofon, spricht mit Menschen, die niemand sonst befragt, und findet in den kleinen Geschichten das große Leben.
Mit *Alles andere ist Luft* legt der spanische Autor Juan Gómez Bárcena im Jahr 2026 beim Secession Verlag ein Werk vor, das von der ersten Seite an eine unverwechselbare literarische Handschrift trägt.
Manche Bücher erzählen schon durch ihr Vergessensein eine Geschichte. Soma Morgensterns erster Roman, 1935 im Berliner Exilverlag Erich Reiss erschienen und danach jahrzehntelang kaum greifbar, ist so eines.
„Die Tulpen von Istanbul“ von Thomas Kadelbach
Carlotta Oppermann im Programm „Medium Zeichnung“ – Performative Spurensuche zwischen Körper, Raum und Linie
Knut Cordsen – Stand jetzt. Aus dem Wörterbuch meiner Mitmenschen
Gabrielle Zevin - Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry - Ein Roman über zweite Chancen
Matthias Hornschuhs „Wir geben uns auf“ ist ein kleines, aber kraftvolles Buch, das sich wie ein intellektueller Weckruf liest – und zugleich als Ermutigung, sich der schleichenden Entwertung geistiger Arbeit zu widersetzen.
Anna Maschiks Debüt ist ein kleines, ungeschöntes Epos in Miniatur: vier Generationen auf einem Bauernhof an der Nordsee, erzählt in kurzen, verdichteten Sätzen, die mehr wie Messerstiche wirken als vage Beschreibungen.
Buchbesprechung: Steven Uhly - Death Valley - Zwischen Wüste und Trumps Amerika - Steven Uhlys neuer Roman als bizarrer Gesellschaftsparcours
Marco Presta - Methusalem kauft Artischocken - Der älteste Mensch der Welt und die jüngsten Gedanken über das Leben
Eine literarische Auseinandersetzung mit Identität und den Schattenseiten des Massentourismus