Pressemitteilung —
Alles andere ist Luft - Juan Gómez Bárcena
Alles andere ist Luft
Juan Gómez Bárcenas neues Werk im Zeichen von Verlust und Sprache
Mit *Alles andere ist Luft* legt der spanische Autor Juan Gómez Bárcena im Jahr 2026 beim Secession Verlag ein Werk vor, das von der ersten Seite an eine unverwechselbare literarische Handschrift trägt. Der Band, der in der deutschen Übersetzung erscheint, setzt die Auseinandersetzung des Autors mit den großen Themen der menschlichen Existenz fort: Erinnerung, Vergänglichkeit, Sprache und das Schweigen, das sich zwischen Menschen legt. Bereits mit früheren Werken hatte Gómez Bárcena internationale Aufmerksamkeit erregt; *Alles andere ist Luft* verspricht, diesen Ruf zu festigen und zu erweitern.
Zur Entstehungsgeschichte und dem verlegerischen Kontext
Der Secession Verlag, bekannt für sein sorgfältig kuriertes Programm anspruchsvoller internationaler Gegenwartsliteratur, hat mit der Aufnahme von Gómez Bárcenas Werk eine programmatische Entscheidung getroffen. Das Haus hat sich seit seiner Gründung einen Namen gemacht als Heimat literarischer Texte, die ästhetische Strenge mit inhaltlicher Tiefe verbinden. *Alles andere ist Luft* fügt sich nahtlos in dieses Profil ein: Es ist ein Text, der langsam wirkt, der sich Zeit nimmt und dem Leser ebenso Zeit abverlangt. Die Übersetzung ins Deutsche ist dabei keine bloße Übertragung, sondern eine eigenständige sprachliche Leistung, die den poetischen Grundton des Originals bewahrt und gleichzeitig im Deutschen neu erschafft.
Sprache als Hauptfigur: Das Poetische im Prosatext
Was *Alles andere ist Luft* von vielen Zeitgenossen unterscheidet, ist der konsequente Wille zur sprachlichen Verdichtung. Gómez Bárcena schreibt Prosa, die an Lyrik grenzt – Sätze, die nicht beschreiben, sondern beschwören, die nicht erklären, sondern evozieren. Die Sprache wird zur eigentlichen Protagonistin des Textes. In kurzen, präzisen Abschnitten entfaltet der Autor Bilder, die sich dem direkten Zugriff entziehen und gerade deshalb nachhaltig haften bleiben. Das Titelwort *Luft* ist programmatisch: Es steht für das Immaterielle, das Flüchtige, aber auch für das, was unentbehrlich ist – für das, ohne das kein Leben möglich wäre. Sprache, so suggeriert das Werk, ist eben diese Luft.
Verlust und Erinnerung: Die thematischen Gravitationszentren
Im Zentrum des Werkes stehen Figuren, die mit Verlust umgehen – oder daran scheitern. Gómez Bárcena zeichnet Menschen, die Abwesenheit bewohnen: Abwesenheit von Geliebten, von Vergangenheit, von einer Heimat, die es vielleicht nie gegeben hat. Die Erinnerung erscheint dabei nicht als verlässlicher Anker, sondern als trügerisches Gewässer, das immer wieder neu durchquert werden muss. Diese Thematik knüpft an eine europäische Tradition des Schreibens über Trauma und Geschichte an, ohne dabei belehrend oder didaktisch zu werden. Das Werk ist kein Geschichtsbuch, aber es ist durchdrungen von dem Bewusstsein, dass jedes persönliche Schicksal in größere historische Strömungen eingebettet ist.
Struktur und Form: Das Fragmentarische als ästhetisches Prinzip
Formal wählt Gómez Bárcena eine Struktur, die dem Inhalt entspricht: Das Werk ist fragmentarisch aufgebaut, besteht aus kurzen Prosastücken, die sich nicht zu einer linearen Erzählung fügen, sondern ein Mosaik bilden. Diese Kompositionsweise verweigert dem Leser den bequemen Weg der Handlungsfolge und zwingt ihn stattdessen zur aktiven Mitarbeit. Die Lücken zwischen den Fragmenten sind bedeutungstragend; das Ungesagte gehört ebenso zum Text wie das Geschriebene.
Verortung im Werk des Autors
Juan Gómez Bárcena hat sich mit Werken wie *El cielo de Lima* oder *Kantas* als Autor erwiesen, der keine thematischen oder formalen Wiederholungen scheut, sondern jedes Buch als eigenständiges Experiment begreift. *Alles andere ist Luft* ist in diesem Sinne kein Rückschritt, sondern eine Vertiefung. Die Obsessionen des Autors – Geschichte, Sprache, das Verhältnis von Individuum und Kollektiv – kehren wieder, aber in einer destillierten, gleichsam reduzierten Form. Es scheint, als habe Gómez Bárcena alles Überflüssige abgeworfen und sei zu einem Kern vorgestoßen, der umso heller leuchtet.
Rezeption und literarische Einordnung
Innerhalb der deutschsprachigen Literaturlandschaft des Jahres 2026 dürfte *Alles andere ist Luft* eine besondere Stellung einnehmen. In einem Markt, der oft zur Spektakularisierung und zur Beschleunigung neigt, setzt das Werk auf Stille, auf Langsamkeit, auf die produktive Unbequemlichkeit der hohen Literatur. Erste Stimmen aus dem Feuilleton haben den Band als einen der bemerkenswertesten Erscheinungen des Herbstprogramms bezeichnet. Ob sich dieser erste Eindruck zu einer breiten literarischen Kanonisierung verdichten wird, bleibt abzuwarten – die literarische Qualität des Textes legt es nahe.
Was bleibt, wenn alles andere Luft ist
*Alles andere ist Luft* stellt am Ende die Frage, die alle große Literatur stellt: Was bleibt? Was hat Bestand, wenn das Flüchtige vergangen ist, wenn die Erinnerung verblasst und die Sprache an ihre Grenzen stößt? Gómez Bárcenas Antwort ist keine philosophische These, sondern eine literarische Geste: das Buch selbst. Der Text existiert als Zeugnis, als Spur, als eben jene Luft, ohne die weder Leben noch Sprechen möglich wäre. Mit diesem Werk hat der Secession Verlag ein Buch vorgelegt, das man nicht liest und vergisst – sondern das man liest und dann langsam, wie Luft, in sich aufnimmt.
Verlag: https://secession-verlag.com/
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