Blog-Eintrag —
‹Faust›-Festspiele am Goetheanum >>> 99., 100. und 101. Aufführung – Feier mit Picknickdecke im Gartenpark
Goetheanum, Dornach, Schweiz, 26. Juni 2026
Drei Sommerfestivals mit Johann Wolfgang Goethes ‹Faust 1 und 2› im Juli am Goetheanum: Nach Marie Steiners Uraufführung 1938 gibt es jetzt die 100. Aufführung in der Inszenierung von Andrea Pfaehler und Rafael Tavares (Eurythmie-Regie).
Seit sechs Jahren läuft die neue Inszenierung – und mit jeder Aufführung geht es weiter, für die 48 einzelnen Szenen neue Bilder und Imaginationen für unser heutiges Fühlen und Verstehen zu finden und zu erfinden. Dazu gehört, dass Mephisto von fünf Darstellenden gespielt wird. Mal einzeln, mal als Gruppe sind sie Gefährte, Widerpart oder Ermutiger. Die Vielschichtigkeit und Allgegenwart des Schattens kommen so ins Bild und folgen dem Satz in der Dichtung: «Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben.»
Weiteres Neuland in der ‹Faust›-Inszenierung ist dessen nachtodlicher Weg. Ein Lichtfinger auf dem Boden wächst aus seinem Lauf: Der Himmel entsteht durch den eigenen Gang. Und: Es sind die Augen der ihn begleitenden Engel, die ihn auf dem Wege tragen.
Gespielt wird auf der Goetheanum-Bühne, in den Pausen geht es mit Picknickdecken und Verpflegung in den blumen- und schmetterlingsreichen Gartenpark – drinnen großes Theater, draußen erholsame Natur.
An zwei der Sommerfestivals kommen zur mythischen Fausterzählung mit Pädagogik, Sozialwissenschaften und Schöne Wissenschaften drei Gegenwartsfragen in Vorträgen und Workshops hinzu, ein Format richtet sich an Jugendliche.
Ansprechpartner Wolfgang Held