Pressemitteilung —
Die Molche sind wieder los: SH Netz überprüft Gastransportleitung zwischen Fockbek und Quarnstedt
Gasleitung G06 gereinigt, vermessen und analysiert – Arbeiten ohne Einschränkungen für die Kundinnen und Kunden abgeschlossen.
Was sucht ein Molch in der Gasleitung? Reinigen, vermessen, analysieren. Diese Aufgaben zumindest haben die High-Tech-Geräte von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz). Im Auftrag des Netzdienstleisters überprüften Molche in dieser Woche die knapp 47 Kilometer lange Gastransportleitung G06 zwischen Fockbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Quarnstedt (Kreis Steinburg). Jeder Molch hatte dabei eine spezielle Aufgabe: Der Reinigungsmolch ging als erstes mehrmals auf die Reise, um eine saubere Rohrinnenwand für die sensible Sensorik des intelligenten Molches zu schaffen.
„Mit Hilfe der Molche können wir auf den Zentimeter genau die exakte Lage und den technischen Zustand der Erdgas-Pipeline ermitteln“, erklärt Dirk Rohwer, Projektleiter bei SH Netz. Die Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Im ersten Arbeitsgang wird ein Reinigungsmolch eingesetzt. Er bewegt sich mit dem Gasfluss durch die Pipeline, um Verschmutzungen in der Leitung zu beseitigen und die Durchgängigkeit zu prüfen. Dafür ist das Gerät unter anderem mit mehreren leistungsstarken Magneten ausgestattet, die kleinste metallene Teile wie Späne und Schweißreste anziehen und mitnehmen können. Dieser Reinigungsprozess wird bis zu dreimal gefahren.
Im nächsten Schritt folgt der Kombimolch, mit dessen Hilfe der Innendurchmesser der Pipeline kontrolliert und mögliche Dellen oder Ovalitäten ermittelt werden. Dieser ist zusätzlich mit der sogenannten MFL-Molch-Technik (magnetic flux leakage – deutsch: Magnet Streufluß Molch) ausgestattet. Hierbei handelt es sich um ein High-Tech-Gerät, das über starke Magneten, Kreiselkompass und diverse Laufräder verfügt. So kann unter anderem die genaue Lage der Pipeline überprüft werden. „Außerdem kann der MFL-Molch mögliche Beschädigungen durch Fremdeinwirkung oder auch beginnende Korrosion feststellen“, so Dirk Rohwer. „Mit Hilfe der Magnete ist es möglich, Veränderungen der Wandstärke festzustellen, die uns wiederum Hinweise auf Korrosion liefern.“
Damit ein Molch bei laufendem Betrieb in die Gasleitung gelangen kann, hatte SH Netz auf dem Schieberplatz in Fockbek neben einer sogenannten mobilen Molchschleuse auch eine Gasdruckregelanlage nebst Messung aufgebaut. Nach dem Einsetzen wurde der Molch vom Gasstrom mit circa zwei Metern pro Sekunde in der Pipeline weiterbewegt. In einer weiteren Molchschleuse, in die er über verschiedene Netzschaltungen gelenkt wurde, endete die Fahrt nach etwa acht Stunden – in diesem Fall in Quarnstedt.
Molche setzt SH Netz seit 2010 für diese Arbeiten ein. Die Daten der Überprüfung der Gastransportleitung G06 werden jetzt ausgewertet. „Auf den ersten Blick waren keine besonderen Vorkommnisse festzustellen“, sagt Dirk Rohwer.
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Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
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SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.