Direkt zum Inhalt springen

Pressemitteilung

Spürnase für die Versorgungssicherheit: Gasspürer überprüfen rund 440 Kilometer Gasleitungen im Kreis Pinneberg

Mit Hightech für die Versorgungssicherheit im Einsatz: Experten überprüfen fußläufig unterirdisch verlegte Leitungen.

Mit modernster Technik auf Kontrollgang: Im Kreis Pinneberg sind aktuell Gasspürer der Firma TBD unterwegs und inspizieren im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) Gasleitungen.

Die eingesetzten Experten sind auf der Suche nach möglichen Undichtigkeiten an unterirdischen Gasleitungen. Dabei hilft ihnen ein Hightech-Messgerät. Es erkennt das, was mit bloßem Auge nicht sichtbar ist – kleinste Lecks in den unterirdischen Leitungen. Das Messgerät misst das Luftgemisch und schlägt sofort aus, sollte es minimale Mengen an Erdgas erkennen.

Joshua Klande, Netzcenter-Leiter aus Uetersen, erklärt: „Das in den Leitungen transportierte Erdgas selbst ist geruchslos. Ihm wird aus Sicherheitsgründen ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es bei einem Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Die Messgeräte unserer Gasspür-Experten können allerdings schon die allerkleinsten Mengen Erdgas in der Luft detektieren. Diese sind so gering, dass wir sie nicht riechen können.“

Sollte das Messgerät einmal ausschlagen, kann der Gasspürer die undichte Stelle lokalisieren. SH Netz nimmt dann schnellstmöglich die Instandsetzung vor. Etwa 440 Kilometer Gasleitungen überprüfen die Gas-Detektive im Jahr 2026 im Kreis Pinneberg. „Gasspüren ist eine Tätigkeit mit großer Verantwortung. Deshalb müssen alle eingesetzten Fachkräfte ihr hierzu erforderliches Zertifikat regelmäßig auffrischen“, sagt Joshua Klande.

Gasspürer haben nicht nur eine intelligente Spürnase, sondern auch durchtrainierte Beine und eine hohe Ausdauer. Sie legen nämlich die gesamte Strecke zu Fuß zurück. Pro Saison läuft ein Gasspürer bis zu 700 Kilometer. Auf ihrem Tablet können Gasspürer die Lage der unterirdischen Leitungen sehen, die sie ablaufen. „Um die Hausanschlüsse auf Sicherheit zu überprüfen, müssen die Fachkräfte auch die Grundstücke betreten. Sie müssen allerdings nicht in die Häuser hinein“, so Joshua Klande. Alle Fachleute können sich entsprechend ausweisen.

Rund 265 Kilometer Gasleitungen werden mit einem Spezialfahrzeug der Firma Regiocom überprüft. Das Fahrzeug ist mit modernster Messtechnik ausgestattet. „Beim Pilotprojekt im Kreis Steinburg haben wir gute Erfahrungen mit der fahrzeuggestützten Gasleitungsüberprüfung gemacht“, sagt Florian Schäfe. „Das System weist eine sehr gute Abdeckung auf. Wir können damit einen Umkreis von bis zu 15 Metern untersuchen“, so der Projektleiter in der Netzüberwachung bei SH Netz. Dadurch können sowohl Versorgungsleitungen, die meist unterhalb von Straßen oder Geh- und Radwegen liegen, als auch Hausanschlussleitungen überprüft werden.

Die Messtechnik funktioniert so: Über einen Ansaugstutzen im Bereich der Stoßstange des Fahrzeugs wird die Umgebungsluft aufgenommen und zur Analyseeinheit im Kofferraum geleitet. Dort überprüft ein Lasersensor die Umgebungsluft auf Methan und Ethan. Der Sensor erkennt Methan- und Ethan-Moleküle bis zu einem Milliardstel. Die verbaute Software setzt die erfassten Werte in Relation zur Windrichtung, die mit einer weiteren Sonde auf dem Fahrzeugdach gemessen wird. Die Ergebnisse werden kartographiert und dokumentiert. So können weiträumig etwaige Austrittsstellen geortet werden.

Die fahrzeuggestützte Leitungsüberprüfung erleichtert SH Netz die Überprüfung der Gasleitungen nach den Vorgaben des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches). Sie ergänzt die regelmäßig stattfindenden Überprüfungen durch Gasspürer zu Fuß sowie durch spezielle Drohnen aus der Luft.

In folgenden Städten und Gemeinden im Kreis Pinneberg kommen Gasspürer im Jahr 2026 zum Einsatz:

Brande-Hörnerkirchen

Westerhorn

Groß Offenseth-Aspern

Osterhorn

Barmstedt

Rellingen

Schenefeld

Elmshorn

Uetersen

Tornesch

Halstenbek

Pinneberg

Quickborn

Bönningstedt

Ellerbek

Kummerfeld

Ellerhoop

Tangstedt

Kölln-Reisiek

Themen

Kategorien

Regionen


Schleswig-Holstein Netz

Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.

Kontakt

  • 251021_SHNG_Gasspueren_PM_Beispiel_1.jpg
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Dateigröße:
    4096 x 2160, 3,08 MB
    Download
  • HW_Logo_SH_Netz_Schutzraum_blau.jpg
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Dateigröße:
    3115 x 1796, 2,11 MB
    Download