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Maik Dietrich-Gibhardt und Uwe Schwalm, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Bau und Technik (vorne, von links), Schreiner Gerhard Wagner und Maler und Lackierer Klaus Schmidt (hinten) im Haus Bethanien. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt

Pressemitteilung

Hephata: Bauarbeiten für die neue Evangelische Hochschule Hessen starten

Der Studienstandort der neuen Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) auf dem Hephata-Campus in Schwalmstadt-Treysa bekommt neue Unterrichtsräume und Wohnmöglichkeiten für Studierende. Die erste Baumaßnahme hat bereits begonnen, für die zweite wurde ein Förderantrag gestellt. Beide Maßnahmen sollen bis zum Wintersemester 2027/2028 abgeschlossen sein

„Wir freuen uns sehr, dass die neu gegründete Evangelische Hochschule Hessen (EHH) mit ihrem zweiten Studienstandort auf unserem Stammgelände die Fachkräfte von morgen in sozialen, pädagogischen, religionspädagogischen und diakonischen Berufsfeldern ausbilden wird und das Gelände als Bildungsstandort weiter wächst“, sagt Hephata-Vorstand Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt. „Dafür ist eine Erweiterung der Unterrichtsräume und die Schaffung von Wohnangeboten dringend nötig, um die Verzahnung von Studium, Wohnen, Gemeinschaft, Persönlichkeitsentwicklung und Praxisbezug herzustellen.“ Diese Verzahnung fußt auf dem von der ehemaligen CVJM-Hochschule entwickelten Campuskonzept „Leben und Lernen“.

Eine Hochschule, drei Partner

Die beiden hessischen Evangelischen Landeskirchen und der CVJM sind die Betreiber der neuen EHH. Im Mai 2025 beschlossen die Landessynoden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie die Mitgliederversammlung des CVJM Deutschland e.V. den Zusammenschluss der ehemaligen CVJM-Hochschule in Kassel und der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) zur „Evangelischen Hochschule Hessen (EHH)“. Der Hephata-Campus ist seit 1996 zweiter Standort der EHD für das Studium der Sozialen Arbeit, auch in Verbindung mit der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation, und bleibt auch nach Gründung der EHH bestehen.

Der formale Start der neuen Hochschule EHH war im April 2026. In einer Übergangsphase bis Ende 2027 geht der Betrieb an drei Standorten (Darmstadt, Kassel, Schwalmstadt-Treysa) weiter. Danach wird die EHH die beiden Standorte Kassel und Schwalmstadt-Treysa auf dem Hephata-Stammgelände zusammenführen. Das Land Hessen hat im Dezember 2025 die Pläne für die neue EHH freigegeben.

„Aktuell studieren zirka 200 Menschen auf dem Hephata-Campus. Die ehemalige CVJM-Hochschule in Kassel hat rund 350 Studierende. Perspektivisch, mit Zusammenführung der beiden Standorte Kassel und Schwalmstadt-Treysa auf dem Hephata-Stammgelände, gehen wir von 200 bis 250 Präsenz-Studierenden und weiteren 250 Studierenden in Online-Studiengängen mit regelmäßigen Präsenzphasen für den Hephata-Campus aus.“ Zeitgleich gilt es, entsprechende Unterrichts- und Wohnmöglichkeiten auf dem Hephata-Stammgelände zu schaffen“, so Dietrich-Gibhardt. Dafür stehen die beiden Häuser Johannes Falk und Bethanien auf dem Hephata-Stammgelände bereit.

Studentisches Wohnen

Das Johannes-Falk-Haus ist ein ehemaliges Wohnhaus der Sozialen Teilhabe. Es wird nach der Sanierung Einzelzimmer sowie gemeinschaftliche Wohn- und Küchenbereiche für 44 Studierende der EHH bieten. Hinzu kommen eine digitale Infrastruktur, die unmittelbare räumliche Anbindung an den Hephata-Campus und potentielle Arbeitsbereiche sowie zahlreiche Unterstützungs- und Begleitstrukturen. Diese tragen dem Konzept „Leben und Lernen“ unter anderem mit Sport- und Freizeitangeboten Rechnung. Dafür kommen zum Beispiel das Café 125, die Grüne Kapelle und das kirchenmusikalische Angebot Hephatas in Frage. Gemeinsam mit der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und der EHH sollen weitere geistliche und inhaltliche Angebote, wie die die Mitwirkung an Gottesdiensten, erarbeitet werden. „Die Sanierung des Johannes-Falk-Hauses geht weit über die Schaffung von Wohnraum hinaus und ermöglicht die Weiterentwicklung des Studienstandorts“, so Dietrich-Gibhardt.

Das Investitionsvolumen für die Sanierungsarbeiten des Johannes-Falk-Hauses beträgt rund 3,86 Millionen Euro. Die Hephata Diakonie hat dafür Fördermittel aus dem Programm „Soziale Mietwohnraumförderung: Studentische Haushalte und Haushalte von Auszubildenden“ der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) beantragt. Die WI-Bank ist die Förderbank des Landes Hessen. Hephata bringt neben einer finanziellen Eigenleistung zudem das Grundstück, das Gebäude, die bestehende fachliche und soziale Infrastruktur sowie Praxisfelder ein.

„Der Hephata-Campus soll so zu einem attraktiven Lern- und Lebensort für Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet werden“, sagt Dietrich-Gibhardt. „Damit einher geht die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften, eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums sowie eine Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft.“ Die zunächst 44 Wohneinheiten könnten bei entsprechender Nachfrage perspektivisch noch erweitert werden.

Unterrichts- und Verwaltungsräume

Im Haus Bethanien neben der Hephata-Kirche wurde bereits eine Etage für Unterrichts- und Verwaltungsräume der EHH umgebaut und genutzt. Nun kommt eine weitere im 3. Obergeschoss dazu, die bislang leer stand. Im Haus Bethanien befinden sich ansonsten Büros, das Hostel Bethanien, Tagesförderstätten der Sozialen Teilhabe und Unterrichtsräume. Für die Umbaumaßnahmen sind 925.000 Euro veranschlagt, die über eine Mietkostenvorauszahlung und Vermietung an die EHH refinanziert werden sollen.

Maik Dietrich-Gibhardt: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Ausbau des Studienstandorts der EHH auf dem Hephata-Campus die Themen inklusives Leben, Lehre, Lernen und Arbeiten auf dem Stammgelände um ein Kapitel erweitert werden.“

Hintergrund EHH: Die EHH ist eine staatlich anerkannte Hochschule für die Ausbildung in den Studienfächern Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung sowie zusätzlich in sozialdiakonischen Arbeitsbereichen der Religionspädagogik/Gemeindepädagogik. Sie ist entstanden aus dem Zusammenschluss der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) und der CVJM-Hochschule in Kassel. Die EHD bestand seit 1971 am Standort Darmstadt und hatte seit 1996 den zweiten Studienstandort Schwalmstadt-Treysa auf dem Hephata-Campus. Die CVJM-Hochschule in Kassel existierte als staatlich anerkannte Fachhochschule seit 2009. Hier wurde das Campuskonzept „Leben und Lernen“ entwickelt: Die Studierenden leben in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf und in der Nähe des Campus. Lehren, Lernen und Leben vollziehen sich in einer von christlicher Spiritualität geprägten Gemeinschaft. Dieses Konzept wird auf dem Hephata-Campus der EHH weitergetragen und -entwickelt.

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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

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  • Haus Bethanien auf dem Hephata-Stammgelände
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  • Das Johannes-Falk-Haus auf dem Hephata-Stammgelände.
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