Pressemitteilung —
Mehr als 600 Besucher*innen beim Auftaktkonzert der Hephata-Festtage
„Die meisten Menschen sterben zu Hause, man muss raus und was erleben.“ Rosi Brendel lacht. Sie ist 86 Jahre alt und gemeinsam mit ihrem Enkel Philip Gnorski (27) zum Auftaktkonzert der Hephata-Festtage gekommen. Zehn Stunden Zugfahrt von ihrem Heimatort an der polnische Grenze liegen hinter den beiden, als sie sich am Donnerstag um 15 Uhr in die Warteschlange am Einlass einreihen.
Ihre Sachen haben sie im Schließfach am Bahnhof eingeschlossen, ein Hotelzimmer haben sie nicht. Egal, Hauptsache, sie können heute Phil Schaller live erleben. Gemeinsam mit Patrick Heidenreich steht er im Vorfeld des Auftritts von HE/RO auf der großen Bühne am Festplatz der Hephata-Gärtnerei. „Hoffentlich spielt Phil das Lied Kopfkino, das rührt mich immer zu Tränen“, sagt Philip Gnorski. Nach dem Konzert wollen Oma und Enkel überlegen, wie die Nacht für sie weitergeht. „Ich begleite meinen Enkel seit fünf Jahren auf Konzerte. Wir werden schon irgendwie heimkommen“, sagt Rosi Brendel.
Da ist die Frauen-Clique neben ihnen schon einen Schritt weiter. Sie ist mit dem Auto aus Hannover angereist, denn da wohnt Kimberly Marie Pejic (20) und bei ihr übernachten sie heute alle: Anna Vierling (26) aus Lörrach, Verena Kotte (23) aus dem Emsland, Sophie Pammler (23) aus Köln und Lara Lotze (23) aus Dresden. Sie fahren seit mehreren Jahren schon zusammen durch die Republik, um HE/RO zu sehen. Und eigentlich waren sie auch schon Fans, als die Zwillingsbrüder Heiko und Roman Lochmann noch „Die Lochis“ und Teenie-Stars auf Youtube waren. „Wir sind zusammen erwachsen geworden“, sagt Sophie Pammler.
Sorgen und Arbeitsstress vergessen
Die Frauen-Clique steht seit 10 Uhr in der Schlange vor dem Einlass, der beginnt aber erst um 17 Uhr. Zwischen Süßigkeiten und Uno-Kartenspiel werden TikToks gedreht und lernt Verena Kotte noch schnell für ihren demnächst anstehenden Einstellungstest. Das Wetter ist strahlend, die Laune auch: „Man vergisst bei der Musik von HE/RO alles, das ist für uns ein safe space, an dem man befreit sein kann, alle Sorgen und Arbeitsstress vergisst“, sagt Anna Vierling. Das sieht auch Anna-Katharin Bröder (26) so. Sie ist aus Herne angereist. „Ich bin eigentlich hauptberuflich Konzertgängerin.“ Nein, stimmt nicht, sie arbeitet in der Altenpflege, aber sie trägt HE/RO immer bei sich, auf ihrem Oberarm, um genau zu sein, in Form eines Tattoos. „Mir gefällt, dass die Beiden in ihren Liedern eigene Geschichten erzählen. Sie sind einfach total sympathisch.“
Endlich, der Einlass macht auf, kurz danach finden sich die Fans nebeneinander in der ersten Reihe wieder. Mit ganz vorne dabei ist jetzt auch Norbert Scheffler aus Florshain, der vor allem auf den Auftritt von Patrick Heidenreich wartet. Nur Rosi Brendel muss sich erstmal setzen und nimmt auf der Tribüne für Rollstuhlfahrer*innen Platz. Von hier aus hat sie die Bühne gut im Blick.
Patrick Heidenreich betritt sie als Erster. Und liefert den ihm eigenen Mix aus deutscher Pop-Musik und viel Gefühl. Dabei begeistern vor allem die ruhigeren Stücke wie „1.000 Fragen“, „Einmal wieder Kind sein“ oder „Niemals allein“ das Publikum, das aber auch zu schnelleren Stücken wie „Sie weiß, was sie will“ ins Tanzen kommt. Schwungvoll geht es auch beim Auftritt von Phil Schaller zu, der das Publikum mit Liedern wie „Sieben Meilen“, „Was wäre wenn“, „Viel zu normal“ und „Mein Berlin“ in Atem hält. Beide Künstler gehen dabei auf Tuchfühlung mit ihrem Publikum, das sich textsicher durch den Abend singt. Die Bühne ist angerichtet, als HE/RO um 20:30 Uhr übernimmt.
Bereiter geht es nicht
„Sind alle bereit für heute Abend?“, will Roman Lochmann wissen. Ein lautes Kreischen der größtenteils weiblichen Fans lässt keinen Zweifel: Bereiter geht es nicht. In den ersten Reihen dauertanzen und hüpfen die Fans anstatt zu stehen. „Silvester“, „Verrückte Phase“, „Kuss an Dich“ und „let it be“ schallen aus den Boxen. Eine Mischung aus Pop, Rock und Post-Punk, dazu Schaumkanone und wilde Tanzeinlagen auf der Bühne. Währenddessen lassen es Heike Weber-Bräutigam (50) aus Borken und Nicole Wiegand (48) aus Wabern ruhiger angehen. Die beiden Freundinnen stehen weiter hinten, Pommes in der Hand und Entspannung im Gesicht. „Vor ein paar Jahren waren wir mit unseren Söhnen auf dem Konzert der Lochis, jetzt sind wir mit unseren Töchtern hier. Die stehen da ganz vorne. Und uns gefällt es auch.“
BUs Hephata Diakonie Clique ; Clique I: Verena Kotte, Kimberly Marie Pejic, Lara Lotze, Anna Vierling und Sophie Pammler (von links) standen beim Konzert in der ersten Reihe. (Fotos: Hephata Diakonie / Stefan Betzler)
BU Hephata Diakonie Phil Schaller: Phil Schaller und Samuel Mühling in Aktion. (Fotos: Hephata Diakonie / Stefan Betzler)
BU Hephata Diakonie Oma und Enkel I: Philip Gnorski, Rosi Brendel und Norbert Scheffler warteten zusammen am Einlass. (Fotos: Hephata Diakonie / Stefan Betzler)
BU Hephata Diakonie Oma: Rosi Brendel (86) in der ersten Reihe. (Fotos: Hephata Diakonie / Stefan Betzler)
BU Hephata Diakonie Tattoo: Anna-Katharin Bröder trägt HE/RO auf dem Oberarm. (Fotos: Hephata Diakonie / Stefan Betzler)
Die weiteren Konzerte der Hephata-Festtage
Festplatz neben der Hephata-Gärtnerei in Schwalmstadt-Treysa
Freitag, 11. September, 19:30 Uhr (Einlass 18 Uhr): Die Crème de la Crème der Sinfonischen Bläsermusik in Hessen trifft auf bekannte Stars aus Schlager, Pop und Volksmusik. Bei der Benefiz-Gala treten Nicki, Sonia Liebing, die Wildecker Herzbuben, Sebastiano Lo Medico und das Landespolizeiorchester Hessen auf. Das Konzert ist bestuhlt, der Eintritt kostet im Vorverkauf online (www.hephata.de/festtage) und bei der Öffentlichkeitsarbeit Hephatas 49 Euro, an der Abendkasse 55 Euro. Der Erlös des Abends kommt der Arbeit von Hephatas inklusiver Kinder- und Jugendhilfe zu Gute. Alle beteiligten Künstler*innen verzichten auf ein Honorar.
Samstag, 12. September, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr): Zweimal fünf – so lautet das Motto am Samstagabend. Erst steht die fünfköpfige Band Lupo aus Köln auf der Bühne. Danach bringen fünf Jungs aus der Schweiz mit Blasinstrumenten, Gesang und wummernden Bässen ihr Publikum zum Tanzen und Jodeln: Die Fäaschtbänkler sind erneut zu Gast bei den Hephata-Festtagen und haben auch diesmal wieder jede Menge Beats und gute Stimmung im Gepäck. Der Eintritt kostet im Vorverkauf online (www.hephata.de/festtage) und bei der Öffentlichkeitsarbeit Hephatas 54 Euro, an der Abendkasse 60 Euro.
Sonntag, 13. September, 17 Uhr: Peggy March bildet mit ihrem Auftritt und anschließender Autogrammstunde den Abschluss der Hephata-Festtage. Im Gepäck hat sie ihre bekannten Songs wie „Mit 17 hat man noch Träume“ und Titel ihres neuen Albums. Zuvor bieten ab 13 Uhr das ResiDance-Orchester aus Kassel Musik im Stil der Comedian Harmonists und ab 15:15 Uhr Freddy Albers Interpretationen von Hans Albers und Freddy Quinn. Der Konzerteintritt am Sonntag ist kostenlos, ebenso wie der Besuch der Hephata-Festtage am Samstag und Sonntag, mit einer Festtagsmeile mit mehr als 100 Ständen.
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.