Direkt zum Inhalt springen
Das Moderations-Team der Hephata-Festtage: hinten, von links: Fabian Schade, Lea Hermann, Marion Springs. Vorne: Daniela Schwalm und Felix Jung.

Pressemitteilung

Mit Herz und Selbstwirksamkeit: Klient*innen der Sozialen Teilhabe moderieren die Hephata-Festtage

Bei den Hephata-Festtagen gehört das Rampenlicht nicht nur den bekannten Stars. Nein, auch Menschen mit Behinderung stehen stolz auf der Bühne – und zwar als Moderatoren und Moderatorinnen. Unterstützt und gecoacht werden sie dabei von Marion Springs aus dem Geschäftsbereich Soziale Teilhabe. Was vor Jahren noch intensive Vorbereitung bedeutete, ist heute für viele längst selbstverständlich. „Sie sind alle zum Großteil alte Hasen, die wissen schon, wie es läuft“, sagt Marion Springs.

„Herzlich willkommen zu den Hephata-Festtagen!“ – für die sieben festen Moderatorinnen und Moderatoren ist dieser Satz längst kein ungewohntes Terrain mehr. Sie begrüßen Künstlerinnen und Künstler, kündigen Programmpunkte an, erzählen etwas über deren Werdegang und sorgen dafür, dass das Publikum weiß, was als Nächstes passiert. 2014 moderierten erstmals Menschen aus der Sozialen Teilhabe die Festtage, erinnert sich Marion Springs, die den Stein damals ins Rollen gebracht hat. Gemeinsam mit den Moderator*innen bereitet sie seit je her die Auftritte der Klient*innen vor. „Am Anfang war das viel mehr Arbeit“, erzählt sie. Heute sei vieles lockerer und selbstverständlicher geworden. Die Klient*innen hätten zunehmend gelernt, ihre Auftritte selbst zu organisieren und sich eigenständig vorzubereiten. „Bald können sie das schon ganz ohne mich“, sagt sie lachend.

"Ich mache das total gerne."

Die Vorbereitung beginnt je nach Programm kurz vor den Festtagen. Die Nachfrage nach einer Moderations-Tätigkeit sei jedoch schon weit im Vorfeld da, erzählt Marion Springs. Viele würden sich bereits zum Jahresanfang melden und nachfragen. Das bestätigt auch Daniela Schwalm, die seit Beginn an dabei ist: „Ich mache das total gerne.“ Früher probten sie fast wöchentlich während ihrer Mittagspause. Heute laufen die Vorbereitungen teils online oder in kurzen Treffen. Die Moderator*innen proben für sich allein und es gibt ein finales Treffen, erklärt Marion Springs.

Geübt wird unter anderem, wie Künstlernamen ausgesprochen werden. Manche Namen schreiben sich die Moderator*innen auch phonetisch auf. Auch die Inhalte der Anmoderationen werden vorbereitet. „Dazu recherchiere ich zum Beispiel im Internet und lese mich ein“, erklärt Daniela Schwalm, die den Großteil bereits eigenständig schafft.

Marion Springs unterstützt auch vor Ort

Am Tag des Auftritts selbst gebe es dann ein „Zickzack-Kurs“ über das Gelände: „Wer braucht Unterstützung? Wer steht wann auf welcher Bühne? Wer moderiert welchen Programmpunkt? Ich schaue dann, wo Bedarf besteht“, sagt Marion Springs. Weitere Besonderheiten seien natürlich die Technik. Denn auch unterschiedliche Kommunikationsformen werden benötigt, wenn Menschen mit Behinderung auf der Bühne stehen, erklärt Marion Springs. Ein Klient kommuniziere beispielsweise mit einem Talker. „Das bedarf natürlich nochmal extra Vorbereitung bezüglich der Technik.“

Vorbereiten muss sich Felix Jung hingegen kaum. „Ich habe das Gefühl, wenn ich auf der Bühne stehe, dann bleibt das Publikum auch und zieht nicht weiter. Das macht mich glücklich“, erzählt der Klient der Sozialen Teilhabe. Er freue sich auch in diesem Jahr wieder beim Aktionsplatz der Jugend mit seiner Moderation für gute Stimmung zu sorgen. Die große Festplatz-Bühne übernehmen Fabian Schade, Anne Günther und Daniela Schwalm. „Aufgeregt bin ich nicht – das macht mir einfach Spaß“, sagt Fabian Schade. Es sei schön, wenn die Leute applaudieren, beschreibt er die Erfahrung. Dabei müsse auf der Bühne nicht immer alles nach Plan laufen. „Wenn etwas wegfällt, ist das nicht schlimm. Dann improvisiere ich“, erklärt Felix Jung. Denn bei all der Anspannung und Nervosität, die vielleicht noch in letzter Sekunde auftreten mag: Die Stimmung und das Entgegenkommen der Stars und des Publikums seien total wertschätzend, erklärt Daniela Schwalm. Sie erinnert sich gerne an das Jahr 2019 als die Band Feuerherz auftrat. Die Stimmung im Publikum sei grandios gewesen. „Es gab eine Zugabe und viel Jubel.“

Selbstwirksamkeit und Wertschätzung

Auch in diesem Jahr freuen sich die Beteiligten besonders darauf, gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Für Marion Springs ist die Entwicklung der Gruppe besonders schön zu beobachten. Die Moderation sei längst mehr als eine Aufgabe während der Festtage. Sie biete den Klient*innen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und vor einem großen Publikum sichtbar zu sein. „Genau darin liege ein wichtiger Aspekt von Selbstwirksamkeit und Wertschätzung“, sagt sie. Bei den Hephata-Festtagen wird damit nicht nur über Teilhabe gesprochen. Sie findet selbstverständlich statt. Vor der Bühne wie auf der Bühne.

Themen

Kategorien

Regionen


Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

Kontakt

  • 260903-pm-festtage-moderation.jpg
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Copyright:
    Hephata Diakonie
    Dateigröße:
    4846 x 3685, 7,52 MB
    Download