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Press release

Kompetenzen sichtbar machen: Charité setzt auf Digitalplattform aus Norwegen

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin wird ab September 2026 die norwegische digitale Plattform Dossier pilotieren, mit dem Ziel, einen Überblick über Kompetenzen und Qualifikationen in verschiedenen klinischen Bereichen zu gewährleisten. Die Innovationspartnerschaft umfasst mehrere Anwendungsfelder und bezieht mehrere Tausend Mitarbeitende ein.

Von Datensilos zum Überblick
In großen Kliniken liegen Informationen zu Kompetenzen und Qualifikationen oft verstreut: in unterschiedlichen Systemen, Dokumenten und Fachbereichen. Diese Daten zu finden, zusammenzuführen und aktuell zu halten, kostet Zeit und erschwert Entscheidungen.

Dossier bündelt diese Informationen. Führungskräfte sehen, welche Qualifikationen im Team vorhanden sind und wo Pflichtschulungen, Zusatzqualifikationen oder Genehmigungen fehlen. So können sie Einarbeitungen, Umstrukturierungen, Aufgabenverteilung und Weiterbildungen gezielter planen, Dokumentationen für Audits sammeln und kritische Kompetenzen bei der Nachfolgeplanung berücksichtigen. Beschäftigte erfahren gleichzeitig, welche Anforderungen sie bereits erfüllen und welche Schritte noch nötig sind. Auch in Krisensituationen können Verantwortliche schneller erkennen, welche Qualifikationen und Einsatzfähigkeiten verfügbar sind.

Die Anwendungsfelder innerhalb der Charité
Die Charité wird Dossier in mehreren Anwendungsfeldern und unterschiedlichen Organisationseinheiten einsetzen, die unterschiedliche Anforderungen an Rollen, Qualifikationen und berufliche Entwicklung stellen:

  • Kompetenzmanagement und Dokumentation von Qualifikationen in der Pflege
  • Nachfolgeplanung im ärztlichen Dienst
  • akademisierte Pflege und Delegation medizinischer Aufgaben
  • arbeitsmedizinische Untersuchungen und Fristen
  • Kompetenzen für die Krisen- und Katastrophenvorsorge

Die Plattform schafft eine gemeinsame technische Grundlage, lässt sich aber an die Anforderungen der jeweiligen Fachgebiete, Funktionen und Organisationseinheiten anpassen.

Beispiel: Kritische Kompetenzen am Deutschen Herzzentrum sichern
Am Deutschen Herzzentrum der Charité steht die Nachfolgeplanung im Fokus der Innovationspartnerschaft. Wenn erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen, droht der Verlust wichtiger medizinischer Kompetenzen. Das Herzzentrum will deshalb Qualifikationen systematisch erfassen und früh erkennen, welche Fähigkeiten künftig ersetzt oder neu aufgebaut werden müssen. Auch ärztliche Entwicklungswege sollen abgebildet werden. So lassen sich Nachfolgerinnen und Nachfolger gezielt aufbauen und der Wissenstransfer verlässlich planen.

„In der hochspezialisierten Medizin hängt die Qualität der Versorgung ganz wesentlich vom Wissen und Können unserer Mitarbeitenden ab. Angesichts des demografischen Wandels müssen wir frühzeitig erkennen, welche Kompetenzen wir künftig benötigen, wo wertvolles Erfahrungswissen verloren zu gehen droht und wie wir es gezielt weitergeben können. Im Rahmen des Piloten wollen wir erproben, ob Dossier uns dabei unterstützen kann, Qualifikationen und Entwicklungsmöglichkeiten transparenter abzubilden, Mitarbeitende gezielt zu fördern und den Wissenstransfer nachhaltig zu sichern“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums der Charité.

Gemeinsame Basis, individuelle Anpassung
Die Dossier-Plattform macht für jedes Anwendungsfeld sichtbar, welche Rollen, Anforderungen und Entwicklungswege relevant sind. Die Fachgruppen tauschen ihre Erfahrungen und gemeinsam entwickelte Kompetenzmodelle aus. So profitieren auch andere Fachbereiche von den Ansätzen.

„Bei der Innovationspartnerschaft mit der Charité geht es nicht nur um Technologie. Es geht auch darum, durch standardisierte Inhalte die Effizienz zu steigern und den Austausch und die Zusammenarbeit rund um Kompetenzen und Qualifikationen zu fördern“, sagt Even Harket, COO EU/APAC bei Dossier.

Zuvor wurde die Plattform in einem gemeinsamen Projekt mit dem Universitätsklinikum Bonn und der Universitätsmedizin Göttingen an zentrale Anforderungen deutscher Universitätskliniken angepasst. Dort lag der Schwerpunkt auf dem Kompetenzmanagement im Pflegebereich.


Über Dossier
Dossier ist ein norwegisches Unternehmen mit Sitz in Oslo, das auf digitales Kompetenzmanagement im Gesundheitswesen spezialisiert ist.

Die Dossier-Plattform führt Kompetenzanforderungen und Kompetenzentwicklung für alle Beschäftigtengruppen zusammen. Ziel sind effizientere digitale Prozesse und eine sichere Patientenversorgung. Krankenhäuser können so den Kompetenzstand nach Rollen, Teams und Organisationseinheiten verfolgen und Lücken früh erkennen. Die Lösung unterstützt laufende Qualifizierungen, fachliche Entwicklung sowie die Dokumentation für Prüfungen und Audits.

Dossier wird seit mehr als fünfzehn Jahren in skandinavischen Ländern und weiteren internationalen Märkten eingesetzt. Die Daten werden in einer europäischen Cloud gespeichert.

Norwegen: Impulsgeber für digitale Gesundheitslösungen
Norwegen gehört zu den digital fortschrittlichsten Ländern Europas. Digitale Lösungen sind dort in vielen Bereichen des Gesundheitswesens seit Jahren fester Bestandteil der Versorgung. Im Januar 2025 unterzeichneten Deutschland und Norwegen eine bilaterale Gesundheitspartnerschaft. Sie soll die Entwicklung digitaler Gesundheitsinnovationen und die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung stärken.

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INNOVATION NORWAY - The official Norwegian trade and investment promotion organisation

Innovation Norway ist die nationale und internationale Handels- und Wirtschaftsrepräsentanz der norwegischen Regierung.

Die Organisation betreut norwegische Unternehmen und Start-ups bei der Erschließung neuer Märkte und fördert die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Wirtschaft.

Überdies begleitet die Organisation internationale Unternehmen bei einem Engagement in Norwegen. Für deutsche Unternehmen ist der Wirtschaftsinkubator eine direkte Brücke zur norwegischen Regierung.

Innovation Norway betreibt Standorte zur Förderung der lokalen Wirtschaft in ganz Norwegen und beschäftigt in 22 Ländern mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Geschäftsführer ist Håkon Haugli. Die Büros in Hamburg und München leitet Gunnhild Brumm.

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