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Projektvorstellung: Spannende Architektur in sensibler Landschaft
Während weltweit rund 8 bis 15 Prozent der menschengemachten CO₂-Emissionen dem Betonbau zugeschrieben werden, wächst in der Architektur die Suche nach konstruktiven Alternativen. Am Wardersee in Schleswig-Holstein steht ein Projekt, das diese Debatte nicht laut, sondern präzise führt. Das Ferienhaus, eingebettet in Hanglage zwischen Wald und Wasser – versteht sich nicht als Landmarke, sondern als Haltung. Entworfen vom Hamburger Architekten Matthias Mecklenburg, ordnet sich der Baukörper bewusst dem Ort unter. Zur Straße geschlossen, beinahe scheunenhaft. Zum See hin geöffnet, mit klar gesetzten Blickachsen. Ein Solitär mit schwarzer Holzfassade aus Kebony ohne gestische Überhöhung.
In einem aktuellen Podcast spricht Matthias Mecklenburg über sein Verständnis moderner Architektur und den Entwurf für Warder.
Podcast: Zukunft Holz
Neue Episode: Gespräch mit Architekt Matthias Mecklenburg
Jetzt auf allen gängigen Plattformen verfügbar.
Die Topografie des Hanggrundstücks wird nicht nivelliert, sondern konstruktiv genutzt. Das Untergeschoss bildet als massiver Sockel eine klare Basis im Gelände, während sich darüber der leichte Holzbau erhebt. Selbst im Souterrain ermöglichen großzügige Fensterflächen Tageslicht und direkten Bezug zum Garten. Der Hang wird damit nicht zum Problem, sondern zum Entwurfsinstrument. Architektur und Landschaft greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu dominieren.
Architektonisch radikal ist die Reduktion. Kein Dachüberstand. Keine sichtbare Regenrinne. Kein Dachreiter. Stattdessen ein scharf geführter First mit eigens entwickelter Lüftungslösung. Die schwarz lasierte Holzfassade verstärkt den monolithischen Charakter und lässt das Gebäude im dunklen Wald nahezu verschwinden.
Konstruktiv ist das Haus als Hybrid gedacht: massiver Sockel im Hang, darüber ein Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Fassade. Mecklenburg spricht im Podcast "Zukunft Holz" "Zukunft Holz" von einer „Zeitenwende“ im Bauen. Beton werde weiterhin notwendig bleiben – doch sein Anteil müsse hinterfragt werden. Holz sei kein Stilmittel, sondern eine konstruktive und ökologische Entscheidung.
Eine zentrale Rolle im Projekt übernimmt das modifizierte Holz von Kebony. Zum Einsatz kamen Wechselfalzprofile in der Fassade sowie Kebony Clear für Loggia, Terrasse und Steganlage. Entscheidend war für Mecklenburg nicht nur die gestalterische Qualität, sondern auch die technische Verlässlichkeit. Kebony ist der einzige Hersteller am Markt, der eine Garantie auf seine Holzprofile gibt. Die schwarze Lasur erfüllt dabei primär eine architektonische Funktion. Das Holz bleibt offenporig, verwittert gleichmäßig und entwickelt über die Jahre eine eigene Patina. Für den Architekten ist das kein Risiko, sondern Teil des Entwurfs: Materialität wird nicht konserviert, sondern darf altern.
Kebony Fassaden sind in den Farbtönen Braun, Grau und Schwarz erhältlich. Für Projekte mit erhöhten Anforderungen sind zudem Varianten mit geprüften Brandschutzeigenschaften verfügbar.
Im Innenraum setzt sich die Haltung fort. Reduzierte Materialien, helle Flächen, keine dekorativen Effekte. Die Landschaft ist der Protagonist. Architektur wird zum Rahmen. Im Inneren organisiert sich das Haus über präzise gesetzte Blickachsen. Die breite Fensterfront im Erdgeschoss öffnet den Raum konsequent zum See, während ein horizontales Fensterband auf der Waldseite eine völlig andere Landschaft inszeniert. Zwei Panoramen, zwei Atmosphären – vertikale Weite zum Wasser, horizontale Tiefe in den Birkenwald. Die reduzierte Materialität im Innenraum verstärkt diese Wirkung. Die Landschaft bleibt Protagonist, die Architektur bildet den ruhigen Rahmen.
Projektdaten:
• Wohnfläche: 190 m²
• Grundstück: 6.700 m²
• Bauzeit: 12 Monate
• Bauweise: Hybrid
In der aktuellen Folge des Podcasts „Zukunft Holz“ spricht Matthias Mecklenburg ausführlich über Entwurfsprozess, Detailentwicklung und die Zusammenarbeit mit dem Handwerk. Die Episode ist ab sofort online und richtet sich an Planerinnen und Planer, die sich mit der Zukunft des Bauens auseinandersetzen.
Podcast: Zukunft Holz
Neue Episode: Gespräch mit Architekt Matthias Mecklenburg
Jetzt auf allen gängigen Plattformen verfügbar.
CV Matthias Mecklenburg
1967 in Berlin Spandau geboren
1990 - 1995 studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg
1992 - 1993 studierte an der Westminster University in London
1995 - 1996 arbeitete in dem Büro Prof. Volker Paetzel, PAETZELarchitekten BDA, in dem Bereich Entwurf / Wettbewerb als freier Mitarbeiter.
1996 - 2000 arbeitete in dem Büro Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit dem Schwerpunkt Entwurf und Ausführung von Gewerbe- und Wohnungsbauten, Realisierung verschiedener Hochbauten und diverse Wettbewerbserfolge im Hochbau und Städteplanung.
Selbstständiger Architekt seit 2000, eingetragenes Mitglied in der Hamburger Architektenkammer
Die verfassende Person hat Teile des Textes mithilfe von KI erstellt und anschließend den Inhalt manuell geprüft und überarbeitet.