Pressemitteilung —
Neue Bojen am Stausee Lautrach schützen seltenen Brachvogel
- Leitbojen helfen bei der Querung des Stausees und schützen gleichzeitig seltene Vogelarten
- Stausee ist bedeutender Aufenthaltsort für den stark gefährdeten Brutvogel
- Die LEW und Naturschutzpartner setzen auf Rücksicht statt Verbote
Wer derzeit den Stausee Lautrach besucht, wird auf dem Wasser neue gelbe Leitbojen entdecken. Die LEW hat die Markierungen gemeinsam mit ihren Naturschutzpartnern installiert, um besonders sensible Flachwasserbereiche für den streng geschützten Brachvogel und weitere Vogelarten kenntlich zu machen. Die Bojen weisen Wassersportlern und Bootsfahrern eine Route durch den Stausee und helfen dabei, störungsempfindliche Ruhe- und Nahrungsbereiche der Vögel zu meiden. So kann der Stausee weiterhin genutzt werden, während die Tiere gleichzeitig die nötigen Rückzugsräume erhalten.
Bedeutender Rückzugsort für den Brachvogel
Der Brachvogel zählt zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten Bayerns. Sein Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten durch den Verlust geeigneter Lebensräume und zunehmende Störungen stark zurückgegangen. Umso wichtiger sind Rückzugsorte wie der Stausee Lautrach. Die Flachwasser- und Uferbereiche bieten den Vögeln wertvolle Bedingungen zum Rasten, Nahrungssuchen und insbesondere zur Mauser ihres Großgefieders. Die Mauser erstreckt sich von Mai bis November und erreicht zwischen Juli und September ihren Höhepunkt. Die wechselnden Wasserstände am Stausee schaffen immer wieder ausgedehnte Schlick- und Flachwasserflächen, die den Vögeln als Nahrungs- und Ruhebereiche dienen.
Der Stausee Lautrach gehört heute zu den bedeutendsten Aufenthaltsorten des Brachvogels im süddeutschen Binnenland. Mit derzeit rund 330 Brachvögeln beherbergt er den größten bekannten Mauserplatz der Art in Bayern.
„Der Brachvogel braucht zwingend ungestörte Bereiche, die ihm auch als Schlafplatz dienen. Gerade an einem im Sommer stark genutzten Gewässer wie dem Stausee Lautrach sind solche Ruhezonen besonders wichtig. Die von der LEW eingesetzten Leitbojen zeigen Bootsfahrern eine Route durch den Stausee und helfen gleichzeitig dabei, sensible Bereiche klar zu kennzeichnen. Wer Abstand hält und Rücksicht nimmt, leistet einen konkreten Beitrag zum Erhalt einer der seltensten Vogelarten Bayerns. So funktioniert Naturschutz in der Praxis“, sagt Ornithologe Wolfgang Einsiedler.
Wasserkraft und Naturschutz gemeinsam gedacht
Die neuen Bojen sind Teil der langjährigen Naturschutzarbeit der LEW am Stausee Lautrach. Gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Fachleuten setzt sich das Unternehmen dafür ein, wertvolle Lebensräume zu erhalten und zugleich den Stausee als attraktiven Erholungsraum für die Menschen in der Region zu bewahren.
„Der Stausee Lautrach ist ein gutes Beispiel dafür, dass Wasserkraft mehr leisten kann als klimafreundliche Energie zu erzeugen. Die durch den Schwellbetrieb entstehenden Flachwasser- und Uferbereiche bieten gleichzeitig wertvolle Lebensraumbedingungen für den Brachvogel. Gemeinsam mit unseren Naturschutzpartnern setzen wir uns dafür ein, diesen für Bayern außergewöhnlich bedeutenden Standort dauerhaft zu erhalten“, sagt Martin Schumacher, zuständiger Projektleiter bei der LEW.
Die Besucherlenkung wird aus dem LEW-Fördertopf finanziert, der sich durch Ökostromverträge mit Strom aus LEW Wasserkraft speist und Umweltprojekte in der Region fördert. Die bereitgestellten Mittel fließen in Projekte vor Ort, die dem Natur- und Artenschutz sowie der regionalen Entwicklung dienen.
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Über die LEW
Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. 2026 feiern die Lechwerke das 125-jährige Bestehen. Der Grundstein für das Unternehmen und die Stromversorgung der Region wurde 1901 mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen gelegt. Die Herkunft prägt das Unternehmen bis heute: Verantwortung übernehmen, Stabilität gewährleisten und Energiezukunft gestalten.
Heute werden unter der Marke LEW Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom versorgt. Die LEW bietet zudem ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz (LVN) betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist die LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt die LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.