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Die LEW betreibt fünf Kraftwerke an der Oberen Iller und ist auf 30 Flusskilometern für die Pflege der Dämme verantwortlich - dazu gehört auch die regelmäßige Mahd auf der Dammkrone sowie der Land- und teils Wasserseite. (Foto: LEW / Bernd Feil)

Pressemitteilung

Sichere Dämme brauchen Pflege - die LEW startet Mäharbeiten entlang der Iller für Hochwasserschutz und Artenvielfalt

Die LEW beginnt ab Mitte Juni mit den jährlichen Mäh- und Pflegearbeiten entlang der Dämme und Deiche an der Oberen Iller. Die Maßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Juli und betreffen den Abschnitt zwischen Lautrach und Altusried.

Die regelmäßige Pflege ist ein zentraler Bestandteil des Anlagenunterhalts. Sie stellt die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Hochwasserschutzanlagen sicher und ermöglicht es, mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen, da Dammkörper und Böschungen frei einsehbar bleiben. Umfang und Zeitpunkt der Arbeiten werden jährlich an die örtlichen Bedingungen angepasst, unter anderem an Niederschläge, Temperaturen und die Vegetationsentwicklung.

Gleichzeitig leisten die Mäharbeiten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Sie verhindern die Verbuschung der Flächen und tragen dazu bei, wertvolle Lebensräume entlang des Flusses zu erhalten. Die Maßnahmen sind eng mit den zuständigen Naturschutzbehörden und dem Landschaftspflegeverband abgestimmt.

Blühstreifen und Rückzugsräume bleiben für Tiere bewusst erhalten
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise und mit Rücksicht auf Pflanzen- und Tierwelt. Blühflächen und Rückzugsorte für Insekten und andere Tiere bleiben gezielt stehen. Ausgenommen sind Bereiche, in denen invasive Arten wie die Goldrute zurückgedrängt werden müssen.

Die Damm- und Deichflächen entlang der Iller werden überwiegend extensiv bewirtschaftet und weisen vielerorts ökologisch wertvolle Halbtrockenrasen auf. Durch den Abtransport des Mähguts wird eine Nährstoffanreicherung vermieden – eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt artenreicher, offener Standorte. Von diesen Strukturen profitieren zahlreiche Wildpflanzen und Insektenarten.

„Viele Menschen verbinden Dämme vor allem mit Hochwasser- oder Anlagenschutz. Tatsächlich haben sich entlang der Iller über Jahrzehnte aber auch wertvolle Lebensräume entwickelt“, sagt Oliver Thalmeir, Leiter Instandhaltung Bau bei der LEW. „Unser Ziel ist es, Sicherheit der Anlagen und biologische Vielfalt bestmöglich in Einklang zu bringen. Dafür mähen wir abschnittsweise, räumen das Mähgut vollständig ab und lassen gezielt Blühstreifen stehen. Gleichzeitig entwickeln wir seit Jahren gemeinsam mit Behörden, Naturschutzverbänden und weiteren Kraftwerksbetreibern unsere Konzepte zur Förderung der Artenvielfalt an Dämmen und Deichen kontinuierlich weiter.“

Mögliche Einschränkungen entlang der Wege
Während der Arbeiten kann es auf den dammbegleitenden Wegen vereinzelt zu Einschränkungen kommen. Die LEW bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Radfahrende, die Beschilderung vor Ort zu beachten und ausreichend Abstand zu den Arbeitsbereichen einzuhalten.

Die LEW betreibt an der Oberen Iller fünf Wasserkraftwerke und ist dort für rund 30 Flusskilometer verantwortlich, einschließlich der Pflege und Instandhaltung der Dämme und Deiche.

Auch an Donau, Lech, Günz und Wertach führt die LEW regelmäßig Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen durch. Umfang und Zeitpunkt richten sich jeweils nach den örtlichen Gegebenheiten sowie den Anforderungen von Hochwasserschutz, Natur- und Artenschutz.

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Über die LEW
Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. 2026 feiern die Lechwerke das 125-jährige Bestehen. Der Grundstein für das Unternehmen und die Stromversorgung der Region wurde 1901 mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen gelegt. Die Herkunft prägt das Unternehmen bis heute: Verantwortung übernehmen, Stabilität gewährleisten und Energiezukunft gestalten. 

Heute werden unter der Marke LEW Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom versorgt. Die LEW bietet zudem ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz (LVN) betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist die LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt die LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region. 

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