Pressemitteilung —
Jetzt entscheidet sich, was aus genehmigten Windparks wird
Itzehoe, Juli 2026 – Deutschland diskutiert über die Zukunft der Energiewende. Über Netzausbau, Strompreise, Gaskraftwerke und Genehmigungsverfahren. Dabei gerät zunehmend aus dem Blick, dass viele Windparkprojekte längst genehmigt und baureif sind. Bei vielen Projekten verschiebt sich die Herausforderung: Nach Planung und Genehmigung rückt zunehmend die Finanzierung der Umsetzung in den Mittelpunkt.
„Die Energiewende scheitert heute nicht mehr daran, dass zu wenige Projekte entwickelt werden", sagt Dr. Henning von Stechow, Vorstandsvorsitzender der Prokon Regenerative Energien eG. „Die entscheidende Frage lautet: Wie schnell gelingt es uns, aus genehmigten Projekten tatsächlich neue Windparks entstehen zu lassen?"
Allein im ersten Halbjahr 2026 erhielt Prokon Genehmigungen für Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 115 Megawatt. Damit wächst die Projektpipeline der Energiegenossenschaft kontinuierlich. Doch zwischen Genehmigung und Inbetriebnahme liegen Millioneninvestitionen, die finanziert werden müssen.
Die Energiewende entscheidet sich auf der Baustelle
Über Jahre standen schnellere Genehmigungen im Mittelpunkt der politischen Debatte. Mit dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien verändert sich nun die Herausforderung. Projekte müssen nicht mehr nur geplant und genehmigt, sondern auch finanziert und gebaut werden.
„Eine Genehmigung ersetzt keinen Baukran", so von Stechow. „Erst wenn Eigenkapital, Finanzierung und Umsetzung zusammenkommen, wird aus einem Projekt ein Windpark, der sauberen Strom erzeugt und unsere Energieversorgung stärkt."
Zwei Windparks stehen in den Startlöchern
Wie konkret diese Herausforderung ist, zeigen zwei Projekte, die Prokon derzeit realisieren möchte.
Im schleswig-holsteinischen Horst IV wird der erste Windpark der Genossenschaft repowert. Acht ältere Windenergieanlagen werden durch vier moderne Anlagen ersetzt. Trotz der geringeren Anlagenzahl steigt die installierte Leistung von 10,4 auf 28 Megawatt. Mit Podelzig-Lebus II entsteht nahe Frankfurt (Oder) ein neuer Windpark mit sechs Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 42 Megawatt.
Für beide Projekte liegen die wesentlichen Voraussetzungen bereits vor – von der Genehmigung über den EEG-Zuschlag bis zur baulichen Vorbereitung. Nun gilt es, die Finanzierung abzuschließen und mit der Umsetzung zu beginnen.
Bürgerenergie braucht Menschen, die Zukunft möglich machen
Die Energiewende ist längst nicht mehr nur eine politische oder technologische Aufgabe. Sie ist auch eine gesellschaftliche Investitionsaufgabe.
Immer mehr Menschen möchten mit ihrem Geld nicht nur Rendite erzielen, sondern konkrete Wirkung entfalten. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Transformation aktiv mitzugestalten und in Projekte zu investieren, die einen messbaren Beitrag für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung leisten.
Genau hier setzt das genossenschaftliche Modell von Prokon an. Die Genossenschaft befindet sich vollständig in Bürgerhand und finanziert den Ausbau erneuerbarer Energien gemeinsam mit ihren Mitgliedern. Das Eigenkapital bildet dabei die Grundlage dafür, dass aus genehmigten Projekten reale Windparks werden.
Mehr als eine Investition
Für die nächsten Umsetzungsschritte braucht Prokon zusätzliches Eigenkapital: rund acht Millionen Euro für Horst IV und rund zehn Millionen Euro für Podelzig-Lebus II. Dabei setzt die Genossenschaft auf Menschen, die erneuerbare Energie nicht nur nutzen, sondern ihren Ausbau aktiv mittragen möchten. So können genehmigte Projekte gebaut und langfristig in genossenschaftlicher Hand gehalten werden.
„Wir suchen Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv mit ermöglichen möchten. Bürgerenergie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Zukunft zu gestalten. Die Energiewende wird nicht an Konferenztischen entschieden. Sie entscheidet sich dort, wo Windparks gebaut, Strom erzeugt und Verantwortung übernommen wird. Jeder neue Windpark bringt uns diesem Ziel ein Stück näher", sagt von Stechow.
Interessierte können sich sowohl als neue Mitglieder an der Genossenschaft beteiligen als auch – sofern sie bereits Mitglied sind – ihr Geschäftsguthaben erhöhen. Weitere Informationen zu den aktuellen Windparkprojekten und den Beteiligungsmöglichkeiten finden sich unter www.prokon.energy.
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Die Prokon Regenerative Energien eG ist mit über 41.000 Mitgliedern eine der größten Energiegenossenschaften Europas und zählt zu den führenden Akteuren der Bürgerenergie in Deutschland. Gleichzeitig ist Prokon ein integrierter Projektierer und Betreiber im Bereich der Erneuerbaren Energien mit langjähriger Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Gegründet 1995 und seit 2015 als Genossenschaft in Bürgerhand, verbindet Prokon mehr als 30 Jahre Erfahrung im Ausbau der Erneuerbaren Energien mit einem klaren genossenschaftlichen Selbstverständnis: Wertschöpfung und Mitbestimmung bleiben bei den Menschen vor Ort.
Zu den Kernkompetenzen zählen die Entwicklung, Planung und Realisierung von Onshore-Windparks sowie deren technische und kaufmännische Betriebsführung. Darüber hinaus ist Prokon bundesweit in der Versorgung privater Haushalte mit Ökostrom aktiv. Neuere Geschäftsfelder der Genossenschaft sind die Entwicklung, Planung und Realisierung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen sowie Batteriespeicherlösungen, mit denen Prokon sein Portfolio im Bereich der Erneuerbaren Energien gezielt ergänzt.
Mit derzeit 75 Windparks und einer installierten Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt in Deutschland, Polen und Finnland leistet Prokon einen substanziellen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung. Das Tochterunternehmen Pros ergänzt das Leistungsspektrum durch Service- und Wartungsleistungen für Windenergieanlagen und positioniert Prokon auch im B2B-Bereich als verlässlichen Partner für Betrieb und Instandhaltung.