Pressemitteilung —
Geisterjagd, KI und rauchende Köpfe: Informatik feiert 35 Jahre
Familientag der Informatik begeistert mit Mitmachaktionen, Landesfinale des Informatik-Bibers und Einblicken in das Studium der Informatik.
Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz bei der Bewältigung von Krisen? Und wie fühlt es sich an, durch virtuelle Welten zu reisen oder eine intelligente Produktionsanlage selbst zu programmieren? Antworten auf diese Fragen gab es beim Familientag der Informatik an der Universität Trier. Zum Familientag des 35-jährigen Jubiläums des Fachs verwandelte sich der Campus II am Samstag in einen lebendigen Erlebnisort für Wissenschaft, Technik und digitale Innovationen – und lockte bei strahlendem Sommerwetter Besucherinnen und Besucher jeden Alters an.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Erfolgsgeschichte der Trierer Informatik, sondern auch ihr Blick in die Zukunft. Mit dem neuen Bachelorstudiengang „Menschenzentrierte KI“, der zum kommenden Wintersemester startet, präsentierte die Universität Trier ein Studienangebot, das deutschlandweit Maßstäbe setzt. Die einzigartige Kombination aus Künstlicher Intelligenz, Psychologie, Recht und Linguistik zeigt, wie moderne Informatik heute gedacht wird: technisch exzellent, interdisziplinär und konsequent am Menschen orientiert.
Während im Landesfinale des Informatik-Bibers die Köpfe rauchten, erkundeten Familien, Studieninteressierte und Technikbegeisterte das vielfältige Rahmenprogramm.
Informatik-Bieber erstmals an der Uni
Erstmals fand das rheinland-pfälzische Finale des renommierten Wettbewerbs an einer Universität statt. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 12 stellten sich kniffligen Informatik-Aufgaben, bevor Workshops und die Preisverleihung der besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wettbewerb abrundeten.
Auf dem gesamten Campus gab es Informatik zum Anfassen. Studierende präsentierten Projekte, die eindrucksvoll zeigten, wie praxisnah das Studium in Trier ist. Besucherinnen und Besucher konnten eine Smart Factory der Zukunft entdecken, eine Eisenbahn selbst programmieren, intelligente Energiemanagement-Systeme ausprobieren oder erleben, wie KI-gestützte Notrufabfragen in Leitstellen funktionieren.
Abenteuer Informatik
Besonders beliebt waren die Virtual-Reality-Angebote: Bei der „Virtual-against-Real Challenge“, virtuellen Memory-Spielen oder digitalen Rätselwelten verschwammen die Grenzen zwischen Realität und Simulation.
Auch die jüngsten Gäste kamen auf ihre Kosten. Mit einem Lasercutter gefertigte kleine Häuser konnten kreativ gestaltet und individuell bemalt werden. So wurde aus Informatik spielerisch ein Erlebnis für die ganze Familie.
Großen Zuspruch fanden zudem die Kurzvorträge zu aktuellen Zukunftsthemen. Expertinnen und Experten beleuchteten unter anderem die gesellschaftliche Bedeutung von Blackout-Szenarien, den Einfluss von KI auf die Energieversorgung sowie die Entwicklung der Informatik an der Universität Trier in den vergangenen 35 Jahren. Die Vorträge machten deutlich, wie eng digitale Technologien inzwischen mit zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden sind.
Geisterjagd & Kino
Ein besonderes Highlight des Jubiläums war die große Geisterjagd über den Campus II. Über das Gelände verteilt warteten versteckte Geister darauf, entdeckt zu werden. Wer sie fand, sammelte zugleich spannende Informationen zur Informatik in Trier. Am Ende durfte sich die erfolgreichste Teilnehmerin beziehungsweise der erfolgreichste Teilnehmer über den Titel „Meister-Geisterjäger“ freuen.
Bei Pommes, kühlen Getränken und sommerlichen Temperaturen kamen Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch – über Studienmöglichkeiten, Zukunftstechnologien und die vielen Facetten der Informatik.
Den Abschluss des Tages bildete die Vorführung des Films „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ im Broadway Trier. Die bewegende Geschichte der Mathematikerinnen der NASA schlug einen gelungenen Bogen zu den Themen des Tages und zeigte eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Neugier, Mathematik und Informatik gesellschaftlichen Fortschritt ermöglichen.
Der Familientag machte deutlich: Die Informatik an der Universität Trier blickt nicht nur auf 35 erfolgreiche Jahre zurück, sondern gestaltet aktiv die digitale Zukunft. Mit innovativer Forschung, praxisnaher Lehre und dem neuen Studiengang Menschenzentrierte KI positioniert sich der Standort Trier als wichtiger Akteur für die Ausbildung der nächsten Generation von Informatikerinnen und Informatikern – und als Ort, an dem Technologie und Mensch gemeinsam gedacht werden.
Bildunterzeile 2 (Foto im Anhang): Beim Mitmachstand „Virtual-against-Real-Challenge” konnten BesucherInnen Tetris in VR spielen