Pressemitteilung —
Wissen hoch 4 verbindet Uni und Kino
Mit einem neuen Vortragsformat samt Rahmenprogramm bringt die Universität Trier wissenschaftliche Perspektiven auf hochaktuelle Themen in die Stadt.
Die Universität Trier setzt weiter auf einen intensiven Austausch mit der Gesellschaft und geht dafür auch an ungewöhnliche Orte. Bei Wissen4 verschmelzen Kinosaal und Hörsaal. In Kooperation mit dem Broadway Filmtheater beleuchtet die Uni ein aktuelles Thema aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedene Arten: 4 Vorträge aus 4 verschiedenen Fächern, dazu 4 Filme und 4 Podcasts. 2026 läuft das Format unter dem Obertitel „Krieg & Frieden“.
Am Donnerstag, den 23.4. um 18 Uhr eröffnet Prof. Dr. Jennifer Turner aus der politischen Geographie mit dem Vortrag
„Vom Territorialkrieg zur friedlichen Ressourcenteilung“.
Wo ziehen wir die Grenze zwischen Krieg und Frieden? Von nationalen Grenzen und Territorialverteidigung bis hin zu Gefängnissen, Migrationskontrolle und den „Kriegen“ gegen Terrorismus und Mobilität – Grenzen strukturieren die Art und Weise, wie Staaten Sicherheit und Autorität organisieren. Dieser Vortrag untersucht, wie Grenzen trennen und Konflikte provozieren, aber auch die Ordnung stabilisieren und Möglichkeiten für eine friedliche Verwaltung gemeinsamer Räume und Ressourcen schaffen können. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Diskussion.
Wer noch nicht genug hat, bleibt für die Sondervorführung des Films „Children of Men“. Der dystopische SciFi-Thriller von Alfonso Cuarón spielt im Jahr 2027. Auf der Erde ist seit 18 Jahren kein Kind geboren worden, Großbritannien hat sich vom Rest der Welt abgeriegelt, verfolgt und interniert Einwanderer. Ein Held wider Willen (Clive Owen) hilft einer jungen Frau bei der Flucht aus London. Wie das mit dem Vortrag zusammenpasst, erläutert Studentin Celine Daun mit einer kurzen Einführung in das preisgekrönte Meisterwerk.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, für den Film können Tickets an der Kinokasse erworben werden.
Die weiteren Termine des Jahres zu „Krieg und Frieden“ sind:
16. Juli: Prof. Dr. Manuel Fröhlich (Politikwissenschaft) spricht zu „UN-Sicherheit? Die Vereinten Nationen inmitten von globalen Krisen und Zeitenwenden“.
29. Oktober: Prof. Dr. Lutz Raphael (Geschichte) betrachtet „Wege in und aus dem Krieg im Europa des 20. Jahrhunderts“.
17. Dezember: Prof. Dr. Birgit Peters (Jura) fragt: „Kann aus Rechtsbruch Gewohnheit werden? Zum Völkerrecht unter Trump.“
Auch diese Vorträge werden von Filmen begleitet, die von den Vortragenden selbst ausgewählt wurden und von Studierenden eingeleitet werden. Im Nachgang dieser spannenden Abende plant die Universität ein vertiefendes Gespräch mit den Vortragenden im Rahmen eines Podcast. Hier werden unter anderem offen gebliebene Fragen des Publikums beantwortet.