Geschichten und Erinnerungen an den Saal „Haarmeyer“ in Neuenkirchen bei Bramsche gesucht | Fach Kulturwissenschaften der Universität Vechta veranstaltet Erzählcafé
Termin 24. Juni 2026 14:30 – 19:30
Ort „Dorftreff beim Alten Haarmeyer“ in Neuenkirchen
Zu einem Erzählcafé laden Professorin Dr.in Lina Franken und ihr Team aus den Kulturwissenschaften der Universität Vechta (Arbeitsgruppe Digital Humanities) in den „Dorftreff beim Alten Haarmeyer“ in Neuenkirchen ein. Gesucht werden Geschichten und Erinnerungsstücke an den Saal „Haarmeyer“ in Neuenkirchen bei Bramsche. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 24. Juni, von 14:30 bis 19:30 Uhr statt. Interessierte müssen lediglich ihre Andenken und Erinnerungen mitbringen.
Feste, Vereinsversammlungen, Beerdigungskaffees, Hochzeiten, Konzerte und mehr fanden und finden allesamt in Saalbetrieben statt. „Als Teil der niedersächsischen Alltagskultur changieren Saalbetriebe zwischen Wirtshaus, Hotel sowie Eventlocation und haben insbesondere im ländlichen Raum eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Nun sollen die Geschichten darüber bei einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen zusammengetragen werden. Im frisch renovierten „Dorftreff beim Alten Haarmeyer“ können alle Interessierten ihre Erinnerungsstücke wie beispielsweise Fotos, Dokumente oder Zeitungsartikel mitbringen“, erläutert Franken.
„Beim Erzählcafé am 24. Juni gibt es die Möglichkeit, mitgebrachte Erinnerungsstücke von der eigenen Hochzeit oder vom vergangenen Treffen der Landjugend vor Ort einzuscannen oder fotografieren zu lassen. Selbstverständlich dokumentieren wir die Erinnerungsstücke und Geschichten nur mit schriftlicher Genehmigung“, erläutert Franken. „Wir freuen uns auf alle Teilnehmenden und sind gespannt auf ihre Geschichten!“.
Das Team des interdisziplinären Forschungsprojekts „Alltagskultur in Niedersachsen digital: Saalbetriebe im ländlichen Raum“ beforscht die Nutzung und Bedeutung von regionalen Saalbetrieben. Dazu sammeln und digitalisieren sie Fotos, Dokumente, Objekte und Geschichten rund um Niedersachsens Saalbetriebe. Durch die Verknüpfung von Erinnerungen, Fotos und Objekten wird die Bedeutung der Säle greifbarer und die verschiedenen Nutzungsarten des Saals können dauerhaft festgehalten werden. Um einen freien und wissenschaftlichen Zugang auf dieses kulturelle Erbe gewährleisten zu können, werden diese auf dem Kulturportal Niedersachsen des Niedersächsischen Landesarchivs veröffentlicht.
Das dahinterstehende Projekt
Das Vorhaben der Arbeitsgruppe Digital Humanities aus den Kulturwissenschaften der Universität Vechta untersucht zusammen mit dem Landschaftsverband Osnabrücker Land drei Jahre lang die Transformationsprozesse von Saalbetrieben. Das Konzept des Projekts ist neu: In den Sälen zeugen vielfältige Objekte von ihrer aktuellen und früheren Nutzung. Diese werden nun nach wissenschaftlichen Kriterien erschlossen und in einer Datenbank gesammelt, aus der eine Online-Darstellung wächst. Nach internationalen Standards bearbeitet, können die Erzählungen und Erinnerungen aus den Sälen bald mit anderen Überlieferungen weltweit verbunden werden. Durch ausführliche Interviews mit Beteiligten werden die Dinge mit den entsprechenden Kontexten verknüpft und diese Erzählungen dokumentiert. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt hierfür rund 250.000 Euro zur Verfügung. Mehr Informationen sind in der unten verlinkten Pressemitteilung oder auch im abonnierbaren Newsroom der Universität Vechta zu finden.