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Öffentliche Auftaktveranstaltung des Promotionskollegs zu Gerechtigkeitsfragen nachhaltiger Transformationen in ländlichen Räumen

Termin 8. Juli 2026 14:00 – 18:00

Ort Universität Vechta, Driverstraße 22 | Aula

Am 8. Juli 2026 findet von 14 bis 18 Uhr an der Universität Vechta die öffentliche Auftaktveranstaltung des neuen Promotionskollegs „Gerechtigkeitsdimensionen nachhaltigkeitsorientierter Transformationsprozesse in ländlichen Räumen“ statt. Es untersucht nachhaltigkeitsorientierte Transformationsprozesse explizit aus einer Gerechtigkeitsperspektive bezüglich ländlicher Räume und schließt damit eine zentrale Forschungslücke. Ziel ist es, sowohl unterschiedliche Formen von (Un-)Gerechtigkeit empirisch zu erfassen als auch ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie gerechte Transformationen gestaltet werden können. Das Kolleg und die Veranstaltung werden durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

Die Auftaktveranstaltung umfasst:

  • Begrüßung und offizielle Eröffnung
  • Fachliche Keynotes von Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn (Wirtschaftsuniversität Wien) und Prof.in Dr.in Annett Steinführer (Thünen-Institut Braunschweig / Universität Rostock)
  • Eine Podiumsdiskussion zu gerechten, nachhaltigen Transformationen aus praxisnaher sowie soziologisch-philosophischer Perspektive
  • Eine Postersession zu den Forschungsprojekten der Stipendiat*innen des Kollegs
  • Ein anschließendes Get-together

Die Veranstaltung findet in der Aula der Universität Vechta, Driverstraße 22, statt, die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung:
Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung ist bis zum 15. Juni 2026 unter folgendem Link geöffnet:
https://www.uni-vechta.de/vistra/promotionskolleg/anmeldung-fuer-veranstaltungen

Ansprechpartnerin:
Dr.in Judith Maruschke
Judith-maria.maruschke@uni-vechta.de
+49. (0) 4441.15 308

Hintergrund und Forschungsschwerpunkte

Nachhaltigkeitsorientierte Transformationen sind vor dem Hintergrund der Klimakrise und wachsender gesellschaftlicher Anforderungen zu einem zentralen Thema geworden. Gleichzeitig ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ vieldeutig und normativ geprägt: Unterschiedliche Zielvorstellungen, Interessenkonflikte und lokale Kontexte führen dazu, dass Transformationsprozesse nicht nur Lösungen hervorbringen, sondern auch neue soziale Ungleichheiten erzeugen oder bestehende verstärken können.

Diese bislang oft vernachlässigte „dunkle Seite“ der Nachhaltigkeit steht im Fokus des Promotionskollegs. Transformationen können etwa im Spannungsfeld von Umwelt- und Arbeitsmarktpolitik, bei der Energiewende oder im Stadt-Land-Gefälle zu neuen Verteilungsfragen führen. Fragen sozialer Gerechtigkeit sind daher zentral, werden bislang jedoch häufig nur in Teilaspekten betrachtet.

Zwar existieren verschiedene Gerechtigkeitsansätze – etwa Umwelt-, Klima-, räumliche oder kosmopolitische Gerechtigkeit – doch diese beziehen sich meist auf einzelne Dimensionen oder Akteursgruppen. Eine systematische Zusammenführung dieser Perspektiven sowie ihre Anwendung auf konkrete Transformationsprozesse, insbesondere in ländlichen Räumen, fehlen bislang weitgehend. Hier setzt das Promotionskolleg an.

Zu den thematischen Schwerpunkten des Kollegs gehören insbesondere:

  • Transformationsprozesse und Konflikte im Zuge der Dekarbonisierung
  • institutioneller Wandel und sozial-ökologische Transformation
  • politische Ökonomie ländlicher und peripherer Regionen
  • soziale Infrastrukturen und die Rolle „dritter Orte“ für Teilhabe und Engagement
  • arbeitssoziologische Perspektiven auf gesellschaftlichen Wandel
  • Digitalisierung und „smarte“ Regionalentwicklung (z. B. Smart-City-, Smart-Village- und Smart-Region-Ansätze)
  • Entwicklung eines übergreifenden konzeptionellen Rahmens zur Integration von Gerechtigkeitsdimensionen in Transformationsprozesse (Postdoc-Projekt)

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