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Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab Schuljahr 2026/27: Wie aus einem politischen Versprechen gelingende Praxis wird | Bundesweite Fachtagung am 24. und 25. September an der Universität Vechta

Termin 24. September 2026 – 25. September 2026

Ort Universität Vechta

Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt in Deutschland schrittweise ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder im Umfang von 40 Stunden pro Woche. Während die Umstellung Schulen, Kommunen und Träger vor erhebliche organisatorische Herausforderungen stellt, bietet sie zugleich die Chance, Bildungschancen entkoppelt vom Elternhaus nachhaltig zu verbessern. Wie dieser Anspruch qualitativ und praxistauglich mit Leben gefüllt werden kann, steht im Zentrum der bundesweiten Fachtagung „Bildungslandschaften als Gestaltungsaufgabe: Ganztag zwischen Anspruch und Wirklichkeit“, die am 24. und 25. September 2026 an der Universität Vechta stattfindet.

Ausgerichtet wird die wissenschaftliche Tagung von der Universität Vechta in Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Verband (pfv) e.V. Sie bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, pädagogischer Praxis (Schule, Hort, Kinder- und Jugendhilfe), Verwaltung sowie Fachpolitik zusammen.

Nach dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz (1996) und dem Betreuungsanspruch für Kleinkinder (2013) stellt der Ganztag für Grundschulkinder (stufenweise ab 08.2026) die nächste große bildungspolitische Reformetappe dar. Wissenschaftlerinnen wie Dr. Anke König, Professorin für Allgemeine Pädagogik sowie Frühpädagogik an der Universität Vechta und Vorstandsmitglied des Pestalozzi-Fröbel-Verbands, betonen die Dringlichkeit einer ganzheitlichen Umsetzung: „Der neue Rechtsanspruch muss ein Wendepunkt werden. In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft noch immer zu stark über den Bildungserfolg. Ein Betreuungsanspruch hilft Kindern und Familien allerdings nur dann, wenn die Zugänge barrierefrei gestaltet sind und die pädagogische Qualität im Alltag stimmt. Das gelingt nur, wenn Schule, Jugendämter, Kommunen und die offene Kinder- und Jugendarbeit als Bildungslandschaft an einem Strang ziehen.“

An den zwei Tagungstagen diskutieren die Teilnehmenden in verschiedenen Fachforen, Vorträgen und Workshops konkrete Lösungsansätze.

Ausführliche Informationen zum Programm, den Referierenden sowie zur Anmeldung finden Interessierte unter: www.uni-vechta.de/ganztagstagung2026

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