Pressemitteilung —
25-jähriges Dienstjubiläum für Professorin Dr. Margit Stein
Bereits seit 25 Jahren arbeitet Professorin Dr. Margit Stein im Öffentlichen Dienst. Die Stationen ihres Berufslebens sind so vielfältig wie die Themen, denen sie sich verschrieben hat. Gemeinsam ist ihnen ein Grundmotiv, das sie selbst so beschreibt: „Diese Entwicklung zum Wohle des Einzelnen und der Gesellschaft auch wissenschaftlich zu gestalten, ist meine Antriebsfeder für eine gerechtere und menschlichere Gesellschaft.“ Mit dem Dienstjubiläum blickt sie auf 25 Jahre zurück, von denen mehr als 15 in Vechta verbracht wurden. Interimspräsident Prof. Dr. Thomas Bals hat zu diesem Jubiläum nun gratuliert.
„Ich war zunächst ganz klassisch im Rahmen meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Universitäten und in unterschiedlichen Projekten beschäftigt – zwischen Schleswig-Holstein und Bayern“, fasst Stein ihren beruflichen Werdegang zusammen. „Zudem war ich auch einige Zeit als Referentin im Auswärtigen Amt in Berlin und im Konsulat Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York beschäftigt.“ Vor ihrer Professur für Allgemeine Pädagogik in Vechta ab 2010 legte sie noch eine Station als Professorin für Soziale Arbeit an einer Fachhochschule ein. Die Selbstverwaltung der Hochschulen gehörte für Stein ebenso selbstverständlich dazu – unter anderem als Fachsprecherin, nebenamtliche Gleichstellungsbeauftragte, Direktorin des Zentrums für Lehrer*innenbildung oder im Fakultätsrat.
„Die Allgemeine Pädagogik befasst sich grob gesprochen damit, wie Menschen im Lauf ihres Lebens vom Säuglingsalter bis ins hohe Erwachsenenalter in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch Prozesse von Erziehung, Bildung und Sozialisation geprägt werden; und wie man als professionelle Fachkraft etwa im Lehramt, aber auch im außerschulischen Jugendbereich oder der Erwachsenenbildung diese Persönlichkeitsentwicklung bestmöglich begleiten kann“, beschreibt Stein ihr Fachgebiet. In diesem weiten Themenfeld befasst sich die Wissenschaftlerin derzeit insbesondere mit den Kinder- und Jugendrechten: „Hier vor allem mit dem Recht auf Beteiligung, etwa im Rahmen der Schülervertretungsarbeit, aber auch mit dem Bereich der Radikalisierung im Jugendalter.“ Eine Studie zu religiös begründeten Konflikten, Herausforderungen sowie Radikalisierungen etwa erregte deutschlandweite Aufmerksamkeit. „Ich wünsche mir hier eine verstärkte Unterstützung für pädagogische Fachkräfte durch eine systematische Aus- und Weiterbildung, aber auch die Betonung positiver Möglichkeiten interkultureller Verständigung und der gemeinsamen Wertebasis in unserer Demokratie“, fasst es Stein zusammen. Weitere Projekte wie „AuGe – Aufbau von Gestaltungskompetenzen im Kontext der Prävention religiös bedingter Konflikte und Radikalisierungen im (außer)schulischen Jugendbereich (AuGe)“ laufen aktuell noch.
„Besonders haben mich immer dann Dinge während meiner Dienstzeit bewegt, wo sich meine wissenschaftliche Tätigkeit und mein Engagement gegenseitig verschränkt haben“, so Stein, „etwa der Aufbau der inklusiven, gewaltfreien Schule in der Region Mwanza in Tansania. Dies habe ich damals zusammen mit meiner aus Tansania stammenden Doktorandin umgesetzt, sodass hier Kinder auch aus sehr armen Familien und mit Behinderungen Bildung erhalten können. Oder meine langjährige Tätigkeit im Arbeitskreis Shalom: Dort war ich während meiner Promotions- und Habilitationszeit tätig, wo jedes Jahr eine Menschenrechtsgruppe oder eine Person ausgezeichnet wurde, die sich für die Menschenrechte einsetzt.“