Pressemitteilung —
Manfred Menke feiert 40-jähriges Dienstjubiläum an der Universität Vechta
Ob Einzelunterricht am Drumset, das Spiel auf melodischen Schlaginstrumenten wie Marimba und Vibraphon oder die Leitung vielseitiger Ensembles: Seit vier Jahrzehnten unterstützt „Manfred Menke“ die Musikausbildung an der „Universität Vechta“. Zum Beginn des Wintersemesters feiert die Lehrkraft für besondere Aufgaben (LfbA) ihr 40-jähriges Dienstjubiläum an der Hochschule.
Als Menke im Oktober 1986 seinen Dienst im Fach Musik an der „Universität Vechta“ antrat, reichte sein Aufgabenfeld weit über das klassische Schlagzeugspiel hinaus. Zusätzlich zur Vermittlung spieltechnischer Grundlagen im Einzelunterricht lag von Beginn an ein wesentlicher Schwerpunkt in der Ensembleleitung, wobei neben Percussion und Drumset auch die melodischen Schlaginstrumente aus der Familie der Mallets zum Einsatz kommen.
Neben Seminaren zu Improvisations- und Produktionskonzepten leitete er gemeinsam mit einem Saxophon-Kollegen über mehrere Jahre eine Jazzcombo. Auch als Organisator setzte der Dinklager Akzente. So fand unter seiner Leitung in den Jahren 2006 und 2009 das „Percussion-Festival Vechta“ statt, welches in Kooperation mit der Stadt, dem Landkreis Vechta und umliegenden Musikschulen ein breites Publikum für Schlagzeugmusik begeisterte.
Dass die musikalische Praxis an der Universität unmittelbare Auswirkungen auf den Schulalltag hat, erfährt der Pädagoge regelmäßig durch das Feedback seiner Studierenden. „Am eindrücklichsten ist es, wenn sie in ihrem Schulpraktikum schließlich selbst erleben, dass handwerkliche Grundlagen, wie etwa das Zählen rhythmischer Figuren, wichtig für ein gut funktionierendes Zusammenspiel im Ensemble sind und davon berichten, dass sie eben genau das angewendet haben, was in den Lehrveranstaltungen vermittelt wurde“, erzählt Menke. Denn Rhythmus ist kein Gefühl, sondern die strukturierte Aufeinanderfolge von Ereignissen, was einer klaren Logik folgt: „Die Disziplin Musik hat sehr viel mit Physik und Mathematik zu tun. Sie ist im Grunde klingende Mathematik.“
Neben der Lehre prägt vielseitiges, kreatives Arbeiten seinen Alltag: Menke entwickelt praktische Übungen, arrangiert und komponiert Solostücke und Ensemblewerke für Mallets und Percussion, welche mit Partitur und Einzelstimmen veröffentlicht werden. Während der Proben mit Studierenden an der Universität Vechta entstand so auch die Komposition „Eine kleine Tischmusik“ (1991), die – gespielt mit Kochlöffeln an Tischen und jede Menge ungeraden Takten – Spaß an Rhythmus vermittelt und mit Aufführungen (in über 25 Ländern) wohl mittlerweile als Welthit bezeichnet werden kann. Sogar im Fernsehen trat Manfred Menke damit auf.
Über die Musiklehre hinaus brachte sich der Diplom-Musikpädagoge auch über viele Jahre visuell im Fach Musik als „Mediengestalter“ (Flyer, Plakate, Webprojekte) ein. „Am meisten Spaß macht mir nach wie vor das kreative Arbeiten, ob dies nun beim Texten, der Gestaltung von Medien, beim Arrangieren/Komponieren oder insbesondere beim Einzelunterricht sowie der Arbeit mit einem Ensemble stattfindet“, betont Menke.