Pressemitteilung —
Sportstudierende der Universität Vechta erweitern ihre Lehrkompetenzen auf dem Wasser | Kanu-Exkursion 2026
Kanusport vermitteln, Wanderfahrten sicher planen und durchführen sowie pädagogische Handlungskompetenzen im Outdoorbereich entwickeln – dies waren die zentralen Ziele einer Exkursionswoche des Faches Sportwissenschaft an der Universität Vechta.
30 Studierende der Universität Vechta nahmen im Rahmen ihres sportwissenschaftlichen Studiums an der Exkursion „Auf dem Wasser“ (Kanuwandern) teil. Während der Exkursionswoche in der Lüneburger Heide sammelten sie auf Flüssen – wie der Luhe und der Ilmenau – vielfältige praktische Erfahrungen auf dem Wasser und erweiterten ihre fachlichen sowie pädagogischen Kompetenzen für den späteren Beruf als Lehrkraft.
Vorausgegangen waren umfangreiche theoretische Lehrveranstaltungen an der Universität. Während der Exkursionswoche wurden diese Inhalte in praxisnahen Lehr- und Lernsituationen vertieft. Ziel war es, sportmotorische Demonstrationsfähigkeit, sicherheitsrelevante Kompetenzen sowie methodisch-didaktische Fähigkeiten für den späteren schulischen Einsatz im Kanusport zu erwerben.
Die Studierenden wurden während der gesamten Ausbildungszeit in einem zentralen Selbstversorger-Camp betreut und begleitet. „Die Verbindung von Naturerlebnis, sportlicher Herausforderung und pädagogischer Verantwortung macht die Kanu-Exkursion zu einem besonders wertvollen Bestandteil der Lehramtsausbildung. Die Studierenden lernen dabei nicht nur Kanusport, sondern entwickeln gleichzeitig wichtige Kompetenzen für die Planung, Durchführung und Reflexion von Unterrichts- und Gruppenprozessen“, erklärt Exkursionsleiter Thorsten Schröer.
Neben den sportpraktischen Ausbildungsinhalten standen auch berufsfeldbezogene Themen im Mittelpunkt. So wurden den Studierenden zusätzliche Einblicke in die Erlebnispädagogik vermittelt und deren Bedeutung für schulische und außerschulische Bildungsprozesse herausgearbeitet. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden fundierte Informationen zu Qualifikationswegen und Fortbildungsmöglichkeiten im Kanusport durch Lehrkraft Marcel Wilhelm.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Fragen zur Organisation von Klassenfahrten, schulischen Outdoorangeboten und rechtlichen Rahmenbedingungen des Schulsports. Hierzu brachte Lehrkraft Sven Schröder von der Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta seine langjährigen Erfahrungen aus der Schulpraxis ein und diskutierte mit den Studierenden konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für den späteren Berufsalltag.
Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglichte es den Studierenden, fachliche Inhalte unmittelbar anzuwenden. Themen wie Gruppenführung auf dem Wasser, Sicherheitsaspekte bei Wasserwanderfahrten, naturverträgliches Verhalten im Outdoorsport sowie die Planung und Organisation von Exkursionen wurden unter realen Bedingungen erarbeitet und reflektiert.
Besonders hervorzuheben sei in diesem Jahr das soziale Miteinander innerhalb der Gruppe, sind sich die Dozierenden einig. Ob bei der Organisation des Camps, beim Be- und Entladen der Boote oder bei der täglichen Versorgung der Teilnehmenden – die Studierenden überzeugten durch Verantwortungsbewusstsein, Engagement und ausgeprägte Teamfähigkeit. „Dass die Exkursion letztlich in dieser Form erfolgreich durchgeführt werden konnte, war keineswegs selbstverständlich. Die Bewältigung unerwarteter und teilweise komplexer organisatorischer Herausforderungen verlangte allen Beteiligten ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Zusammenhalt ab“, so Schröer. Umso bemerkenswerter sei es, dass die Gruppe diese Situationen gemeinsam gemeistert habe. Für dieses außergewöhnliche Engagement und die Bereitschaft, auch in herausfordernden Momenten Verantwortung füreinander zu übernehmen, möchten sich die Exkursionsleitung durch die Lehrkräfte Thorsten Schröer und Henning Maatmann ausdrücklich bei dem gesamten Lehrteam, den Tutorinnen und Tutoren sowie allen Teilnehmenden bedanken.
„Die Exkursion bietet den Studierenden die Möglichkeit, Kompetenzen zu erwerben, die weit über die reine Sportpraxis hinausgehen. Wer später schulische Wasserwanderfahrten, Klassenfahrten oder erlebnispädagogische Angebote durchführen möchte, profitiert von den vielfältigen Erfahrungen dieser Ausbildungswoche und kann diese unmittelbar in den späteren Berufsalltag übertragen“, ergänzt der stellvertretende Exkursionsleiter Henning Maatmann.