Pressemitteilung —
Studierende der Universität Vechta fördern Deutschkompetenzen an der Geschwister-Scholl-Oberschule
Grasköpfe gestalten, T-Shirts bemalen, Sprache im Unterricht fördern oder gemeinsam Sport treiben: Auch in diesem Semester begleiteten Studierende der Universität Vechta Schülerinnen und Schüler mit Flucht- und Migrationserfahrung an der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) und unterstützten sie dabei, ihre Deutschkompetenzen in vielfältigen und alltagsnahen Situationen weiterzuentwickeln. Über mehrere Wochen planten und gestalteten die Studierenden eigene Projekte, die Sprachförderung mit kreativen, fachlichen und bewegungsorientierten Aktivitäten verbanden.
Grundlage hierfür war das am Zentrum für Lehrerinnenbildung (ZfLB) der Universität Vechta angesiedelte Service Learning Seminar „Bildung im Kontext von Flucht und Migration“, das in Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Oberschule durchgeführt wurde. Zum Abschluss des Semesters waren die Schülerinnen und Schüler zu Gast an der Universität Vechta.
Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Gruppen ihre Projektergebnisse. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig Sprachförderung gestaltet werden kann: Einige von ihnen nähten Reiskissen oder bemalten T-Shirts, andere beschäftigten sich mit sprachsensiblen Zugängen im Fachunterricht. Es gab zudem eine Backgruppe sowie Gruppen, die verstärkt auf Spiele und Tanzaktivitäten setzten, sodass die Kinder spielerisch und bewegungsorientiert ihre Sprachkenntnisse erweitern konnten.
Neben der Präsentation der Projekte konnten die Schülerinnen und Schüler ihre gestalteten Produkte mit nach Hause nehmen und bei einem Quiz ihr neu erworbenes Wissen noch einmal unter Beweis stellen. Zum Abschluss erhielten alle Schülerinnen und Schüler ein Teilnahmezertifikat. Darüber hinaus zeigten die sie Eigeninitiative, indem sie außerhalb des Projekts für die Studierenden, die jeweils ihre Gruppen angeleitet hatten, Lesezeichen gestalteten und diese anschließend an ihre Lehrkräfte auf Zeit überreichten.
Für viele Studierende stellte die Zusammenarbeit eine spannende und bereichernde Herausforderung dar. Insbesondere für diejenigen, die bislang nur wenig Praxiserfahrung im schulischen Kontext sammeln konnten, bot das Service Learning Seminar die Möglichkeit, theoretisches Wissen unmittelbar in der Praxis anzuwenden, sprachförderliche Unterrichtssituationen zu gestalten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen zu sammeln.
Marina Schmieder von der Geschwister-Scholl-Oberschule und Aslı Demircan vom Zentrum für Lehrer*innenbildung zogen ein durchweg positives Fazit. Das Service Learning Seminar habe erneut gezeigt, wie gewinnbringend die enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule für alle Beteiligten sei. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Kooperationsseminar auch im kommenden Wintersemester fortgesetzt.