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Pressemitteilung

Vom Acker zum naturnahen Lernort: Studierende entwerfen kreative Lernstationen für den Klimapark Stukenborg

Mit interaktiven Lernstationen und regionalem Bezug: Studierende der Designpädagogik an der Universität Vechta haben Vorschläge dafür erarbeitet, wie man im Klimapark Stukenborg etwas über den Klimaschutz und die heimische Tier- und Pflanzenwelt lernen kann. Sie stellten der Öffentlichkeit, der Fachplanung und lokalen Naturschutzverbänden im Rathaus Vechta ihre Ideen für ein mögliches Bildungskonzept vor.

Auf rund 9,7 Hektar bisher intensiv genutzter Ackerfläche soll am Stadtrand von Vechta ein naturnaher Freiraum entstehen, der Klimaschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung vereint. Neben der Renaturierung des Spredaer Bachs und dem Aufbau neuer Lebensräume wie Auenlandschaften, Wäldern und Streuobstwiesen setzt das Vorhaben auf ein partizipatives Bildungskonzept: Das Gesamtprojekt greift Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sowie lokaler Naturschutzverbände auf. Im Rahmen eines Seminars der Designpädagogik unter Leitung von Alexander Beste entwickelten Studierende an der Universität Vechta hierzu Lehr-Lernstationen.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Frage, wie globale Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene greifbar gemacht werden können. Die Studierenden erarbeiteten nach fundierten pädagogischen Konzepten Prototypen, die unter anderem die heimische Tier- und Pflanzenwelt in den Vordergrund rücken:

Ein Entwurf nutzt beispielsweise Gucklöcher in Holz mit Hartglas-Farbfiltern, um Besucherinnen und Besuchern den Blick durch die Augen einer Wildbiene zu ermöglichen. Such- und Infotafeln erklären den Jahresverlauf der Flora und deren Bedeutung für heimische Insekten. Die Station „Bachtsamkeit“ hingegen vermittelt den Wert der Ressource Wasser über Sinnessitze, Temperaturmessungen und interaktive Wassertanks. Weitere Modelle wie Funktions-Drehscheiben und Schiebepuzzles veranschaulichen die Schwammfunktion intakter Auen bei Starkregen und Hochwasser. Andere Stationen machen Wind- und Solarenergie durch Experimentier-Elemente erfahrbar und vermitteln Verhaltensregeln sowie Mitmach-Aktionen für das nachhaltige Ernten auf Streuobstwiesen. Die Stationen sind so konzipiert, dass sie ohne Hürden von Kindern, Schulklassen, Familien und Senioren genutzt werden können. Sie regen zur Bewegung an, fördern das gemeinsame Lernen und verbinden Naturerfahrung mit kreativer Gestaltung.

Alexander Kunz, Klimaschutzmanager der Stadt Vechta, würdigte die Zusammenarbeit: Während die Verwaltung die infrastrukturellen Grundlagen schaffe, könnten die gestalterische Tiefe sowie die Ideen der Studierenden die breite Vermittlung in die Bevölkerung unterstützen.

Beste: „Die Kooperation zeigt, wie gestalterische und didaktische Kompetenzen der Designpädagogik komplexe ökologische Fragen für die Region aufbereiten. Unsere Studierenden haben gelernt, wie aus theoretischen Nachhaltigkeitszielen greifbare Bildungsangebote für die Praxis entstehen.“

Informationen zum Fach Designpädagogik der Universität Vechta: http://www.uni-vechta.de/designpaedagogik

Ansprechpartner Stadt Vechta: Alexander Kunz, Klimaschutzmanager (E-Mail: Alexander.kunz@vechta.de)


Fotos: Jasmin Sander und Philip Kreimer

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