Pressemitteilung —
Von Mikroplastik bis Lebensmittelrettung: 170 Vechtaer Studierende bringen Nachhaltigkeit in die Grundschulen
Wie funktioniert ein Windrad? Was ist Mikroplastik in der Kosmetik? Und wie schmeckt ein Smoothie aus gerettetem Obst? Rund 170 Studierende des Studienfachs Sachunterricht der Universität Vechta haben im Juni mehrere hundert Grundschulkinder spielerisch an die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) herangeführt. An drei Kooperationsschulen in der Region organisierten sie dafür insgesamt vier praxisorientierte „Kinderforschungstage“.
Die Projekttage sind fester Bestandteil der universitären Lehramtsausbildung des Fachs Sachunterricht in Vechta. Ziel ist es, theoretische fachdidaktische Inhalte direkt mit authentischer Praxiserfahrung zu verknüpfen. Konzipiert und begleitet wurde die diesjährige Reihe von Professorin Dr. Sarah Böse, Gesa Neugebauer und Judith Hassenewert.
Den Auftakt machten 28 Studierende an der Overbergschule in Vechta. Es folgten zwei Projekttage an der Paul-Gerhardt-Schule in Cloppenburg mit 110 angehenden Lehrkräften sowie der Abschluss an der Grundschule Klingenbergstraße in Oldenburg.
Im Mittelpunkt stand das forschende und handlungsorientierte Lernen. Die Schulkinder bauten unter Anleitung Modelle, experimentierten und diskutierten auch gesellschaftliche Fragen – etwa, ob Mädchen und Jungen später dieselben Berufe ergreifen können. „Unsere Kooperationsschulen sind weit mehr als Orte für erste Unterrichtsversuche. Sie sind Bildungspartner, mit denen wir Unterricht gemeinsam weiterdenken“, erklärt Gesa Neugebauer, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Vechta im Fach Sachunterricht. Aktuelle Konzepte würden so direkt in der Praxis erprobt, während die Erfahrungen der Schulen direkt zurück in die universitäre Lehre flößen.
Auch die beteiligten Schulen ziehen eine durchweg positive Bilanz. Die Schulleiterin der Paul-Gerhardt-Schule Cloppenburg schrieb im Anschluss an die Projekttage: „Ein besonderes Dankeschön gilt den Studierenden der Universität Vechta, die mit viel Fachwissen, Geduld und Herzblut diese wertvollen Erfahrungen ermöglicht haben. Gemeinsam haben wir nicht nur über Nachhaltigkeit gesprochen, sondern sie aktiv gelebt. Dafür ein großes Kompliment an alle Beteiligten!“. Dass die Botschaft bei den Kindern ankam, zeigte das Fazit einer Zweitklässlerin: „Wir alle müssen die Welt schützen!“
Die langfristig angelegten Lernortpartnerschaften zwischen der Universität Vechta und den regionalen Grundschulen sollen auch in Zukunft fortgesetzt werden, um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dauerhaft im Unterricht zu verankern