Pressemitteilung —
Schwachstelle Mensch? Verbraucher:innen werden kompetenter im Umgang mit Betrug
- Visa Befragung zur Sicherheit im Zahlungsverkehr zeigt: 7 von 10 kontrollieren Kontobewegungen und nutzen Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Mehr Menschen fühlen sich durch ihre Bank gut über Betrugsmaschen informiert (64 %, Vorjahr: 54 %)
- 70 Prozent der von Betrug Betroffenen konnten Schäden durch schnelles Handeln begrenzen
- Großteil der Befragten erwartet bei KI-Agenten Transparenz, Sicherheit und Kontrolle
Frankfurt am Main, 13. August 2026 – Phishing, Scamming, Social Engineering: Betrüger:innen setzen zunehmend auf den Menschen als Einfallstor. Verbraucher:innen in Deutschland halten dagegen. Sie können im Ernstfall häufig schnell reagieren und Schäden begrenzen, schützen sich aktiv mit modernen Sicherheitsmechanismen und fühlen sich besser über Betrugsmaschen informiert. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Visa, für die das Marktforschungsinstitut forsa mehr als 1 000 Menschen in Deutschland online befragt hat.
Verbraucher:innen sind besser informiert und handeln sicherer
Knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) fühlen sich von ihrer Bank gut über Sicherheit und aktuelle Betrugsmaschen informiert. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. So kennen die meisten Verbraucher:innen die wichtigsten Betrugsformen im Internet: Phishing-Nachrichten und der sogenannte Enkeltrick sind jeweils 89 Prozent bekannt, Fake-Shops 84 Prozent.
Das gestiegene Sicherheitsbewusstsein zeigt sich auch im Alltag. 73 Prozent kontrollieren regelmäßig ihre Kontobewegungen, ebenso viele nutzen Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) setzt zudem biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ein.
Auch im Ernstfall zeigen sich viele handlungsfähig: Von den Befragten, die angeben, bereits Opfer von Zahlungsbetrug geworden zu sein, konnten 70 Prozent den Schaden durch schnelles Reagieren begrenzen. Nur acht Prozent wussten nicht, an wen sie sich wenden können. Gleichzeitig halten es 59 Prozent aller Befragten für eher oder sehr unwahrscheinlich, selbst Opfer von Zahlungsbetrug zu werden. Zudem ist der Anteil derjenigen, die eine Zunahme von Betrugsversuchen beobachten, von 82 auf 78 Prozent zurückgegangen.
„Betrüger zielen zunehmend auf den Menschen statt nur auf die Technologie. Umso wichtiger ist neben wirksamen Sicherheitstechnologien auch die kontinuierliche Aufklärung. Beides wirkt“, sagt Tobias Czekalla, Deutschland-Chef bei Visa. „Verbraucherinnen und Verbraucher begegnen Betrugsrisiken heute bewusster und wir konnten die Betrugsrate bei Visa Zahlungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr erneut senken.“
Smartphone unterstützt Sicherheit und Finanzkontrolle
Für viele Menschen spielt das Smartphone bei der Sicherheit ihrer Finanzen eine zentrale Rolle. 44 Prozent der Befragten nutzen es, um bei verdächtigen Kontoaktivitäten schnell reagieren zu können. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) wickelt Zahlungen und die Finanzverwaltung inzwischen fast ausschließlich darüber ab.
Auch Sicherheitshinweise erreichen Verbraucher:innen am besten über mobile Kanäle: 49 Prozent der Befragten würden Informationen ihrer Bank bevorzugt über die Banking-App wahrnehmen, E-Mails folgen mit 23 Prozent.
Das Vertrauen in digitale Bezahlmethoden wächst ebenfalls. Inzwischen halten 55 Prozent der Menschen in Deutschland das Bezahlen mit Smartphone oder Wearable an der Ladenkasse für sicher. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Unter denjenigen, die mobil bezahlen, machen sich 83 Prozent kaum noch Gedanken über die Sicherheit des Bezahlvorgangs. Auch sagen 59 Prozent der Nutzer:innen mobiler Zahlungen, dass sie früher skeptischer waren als heute.
KI-Agenten: Transparenz und Kontrolle bleiben entscheidend
Grundsätzlich können sich 63 Prozent vorstellen, Aufgaben an einen KI-Agenten zu übertragen. Gleichzeitig möchten viele von ihnen die Kontrolle behalten, besonders, wenn die KI in ihrem Namen einkauft: 49 Prozent möchten jede Einmalzahlung selbst freigeben, weitere 43 Prozent wollen auch bei regelmäßigen Zahlungen wie für Abonnements, Mitgliedschaften oder wiederkehrende Bestellungen das letzte Wort haben und die Zahlung autorisieren.
Für Vertrauen in den KI-gestützten Handel bleiben Transparenz und Datensicherheit entscheidend. 61 Prozent der Verbraucher:innen möchten sicherstellen, dass KI-Agenten keinen unkontrollierten Zugriff auf Zahlungsdaten erhalten. 52 Prozent legen Wert darauf, dass persönliche Daten nicht gesammelt oder weitergegeben werden. „Die Menschen wissen sehr genau, was sie von neuen Technologien erwarten. Bezahlen muss bequem, schnell und vor allem sicher sein. Vertrauen entsteht dort, wo Technologie nachvollziehbar funktioniert und Schutzmechanismen greifen“, sagt Tobias Czekalla.
Über die Studie
In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa hat Visa vom 23. Juni bis 3. Juli 2026 mit einer repräsentativen Onlineumfrage 1 010 Verbraucher:innen in Deutschland ab 18 Jahren zum Thema Sicherheit befragt. Alle Angaben zu Befragten, Verbraucher:innen und Menschen in Deutschland etc. beziehen sich, sofern nicht anders angegeben (etwa: zur Betrugsrate bei Visa-Zahlungen), auf die Befragten und die Ergebnisse der Studie.
Hinweis
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Über Visa
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