Pressemitteilung -
Zwischen Sage und Bühne: Das Rattenfänger-Freilichtspiel wird 70
Im Sommer 2026 begeht das Rattenfänger-Freilichtspiel sein 70-jähriges Jubiläum in ununterbrochener Tradition. Seit 1956 wird die Sage vom Rattenfänger alljährlich auf der Terrasse des Hochzeitshauses aufgeführt – vor der historischen Kulisse zwischen Marktkirche und Altstadtgiebeln. Veranstaltet und vermarktet wird das Spiel von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT).
Die Wurzeln der Freilichttradition reichen weiter zurück: Bereits ab 1929 wurde die Sage auf Hamelner Straßen inszeniert, ehe 1956 mit der Gründung einer festen Spielgruppe die bis heute bestehende Form ihren Anfang nahm. Seither ist das Spiel fester Bestandteil des Sommers in Hameln – sonntags um 12 Uhr, kostenfrei und getragen von ehrenamtlichem Engagement.
Bühne unter freiem Himmel
Rund 65 Mitwirkende im Alter von acht bis über achtzig Jahren stehen in jeder Saison auf der Bühne. Viele von ihnen sind seit Jahrzehnten dabei, einige wuchsen als „Ratten“ oder Tanzkinder in das Spiel hinein. Vor jeder Aufführung wird geprobt, Rollen werden neu verteilt, Kostüme angepasst, Technik geprüft. Heute sorgen Headsets und ein Tonmischpult für eine verlässliche Beschallung – die klare Bildsprache und die offene Spielform bleiben bewusst im Mittelpunkt. So gelingt es auch internationalen Gästen, dem Geschehen zu folgen.
Besucherinnen und Besucher aus Europa, Asien, Australien, Afrika und dem amerikanischen Kontinent nehmen Jahr für Jahr Platz auf dem Pferdemarkt. Viele haben eine weite Reise hinter sich, um die Sage dort zu erleben, wo sie seit Jahrhunderten verortet ist: in Hameln.
2014 wurde die Rattenfängersage mit ihrer Aufführungstradition in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Freilichtspiel gilt als vorbildliches, lebendiges Beispiel für die Weitergabe dieser Erzählung von Generation zu Generation.
Jubiläumssaison 2026
Die Spielzeit 2026 läuft vom 17. Mai bis 20. September mit insgesamt 19 regulären Aufführungen. Die letzte Vorstellung findet somit am Weltkindertag statt.
Am 26. Juni, dem Tag des Verschwindens der Kinder im Jahr 1284, ist etwas Besonderes geplant. An diesem “Pfeifertag” lädt die Spielgruppe zu einem Familien-Fest an der Hochzeitshaus-Terrasse ein. Kinder bekommen Popcorn und Zuckerwatte geschenkt und dürfen kostenfrei beim Bowling, Dosenwerfen, Glücksrad und Kinderschminken mitmachen. Abgerundet wird das Programm mit viel Musik und einer Sonderaufführung vom Rattenfänger-Freilichtspiel.
Bereits ab dem 7. Mai 2026 zeigt das Infocenter Hameln eine Ausstellung mit zahlreichen Fotografien, Exponaten und Filmausschnitten aus der Geschichte der Rattenfänger-Gruppe. Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten in Arbeitsgruppen der ehrenamtlichen Schauspieler. Spielleiter Michael Bräunig sagt: „Wir freuen uns auf eine besondere Saison und laden alle ein, dabei zu sein – bei einer Vorstellung, in der Ausstellung oder beim Jubiläumsnachmittag am 26. Juni.“
Einladung an die Bürgerinnen und Bürger
Das Rattenfänger-Freilichtspiel ist internationales Aushängeschild und zugleich lokales Gemeinschaftsprojekt. Viele Hamelnerinnen und Hamelner kennen das Stück seit ihrer Kindheit – manche standen selbst schon auf der Bühne oder begleiteten ihre Kinder zu den Proben – heute finden diese in der Kurie Jerusalem statt.
Das Jubiläumsjahr ist Anlass, diese Tradition neu zu entdecken. Wer lange nicht mehr zugesehen hat, ist eingeladen, im Sommer 2026 wieder einmal Platz zu nehmen, wenn es heißt: „Das Spiel beginnt!“
Weitere Informationen zum Programm folgen.
Mehr zur Geschichte und Impressionen des Hamelner Freilichtspiels unter: www.hameln.de/freilichtspiel
Chronik des Rattenfänger-Freilichtspiels in Hameln
1929-1939
Bereits ab 1929 wurde die Rattenfängersage in Hameln in Form von Freilichtaufführungen gespielt. Autorin und Regisseurin Magda Fischer brachte das Spiel auf Hamelner Straßen und Plätzen zur Aufführung. Bis August 1939 fanden rund 500 Aufführungen statt. Diese frühen Inszenierungen gelten als kulturelle Vorläufer der heutigen Freilichtspieltradition.
1949-1950
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Tradition schrittweise wieder aufgenommen. Ab 1949 kam es erneut zu Aufführungen.
1951-1954
Am Pfingstsonntag, dem 13. Mai 1951, wurde das Spiel unter der Leitung von Lehrer Karl Schmidt in einer neuen Form präsentiert. Die Mitwirkenden kamen überwiegend aus einer Theatergruppe am Schiller-Gymnasium. Regisseurin Agde Andre integrierte zusätzliche Tänze und Figuren. Diese Inszenierung bestand für etwa vier Jahre.
1956
Das Jahr 1956 markiert den Beginn der bis heute ununterbrochenen Tradition des Rattenfänger-Freilichtspiels. Der Lehrer und Regisseur Friedrich Flügge übernahm die Leitung der neu gegründeten Freilichtspielgruppe. Der neue Text, der auch heute noch fast unverändert dargeboten wird, stammte aus der Feder von Leni Sponholz. Flügge prägte die Inszenierung und die Organisation des Spiels über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg.
Ab 1956 - kontinuierliche Spieltradition
Seit 1956 wird das Rattenfänger-Freilichtspiel jährlich von Mitte Mai bis Mitte September aufgeführt. Spielort ist die Terrasse des Hochzeitshauses in der Hamelner Altstadt. Die Aufführungen finden traditionell sonntags um 12 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
2010 und 2011
Die Altstadt bekommt ein neues Pflaster. Die Hochzeitshaus-Terrasse wird saniert und bekommt eine moderne Überdachung. Deswegen müssen die Aufführungen auf die Bühne des Musik-Pavillons im Bürgergarten ausweichen.
2014
Die Rattenfängersage und ihre Aufführungstradition in Hameln wurden in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wurde die kulturelle Bedeutung des Freilichtspiels auch auf nationaler Ebene offiziell anerkannt.
2026
Mit der Spielsaison 2026 begeht das Rattenfänger-Freilichtspiel sein 70-jähriges Jubiläum in ununterbrochener Tradition seit 1956. Das Spiel ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität Hamelns und wird von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH veranstaltet und vermarktet.
Pressekontakt:
Hameln Marketing und Tourismus GmbH
Anastasia Patsiarizis
PR-Assistenz
Deisterallee 1
31785 Hameln
Fon: 05151/957829
E-Mail: Anastasia.Patsiarizis@hameln-tourismus.de
www.hameln.de
Die Wurzeln der Freilichttradition reichen weiter zurück: Bereits ab 1929 wurde die Sage auf Hamelner Straßen inszeniert, ehe 1956 mit der Gründung einer festen Spielgruppe die bis heute bestehende Form ihren Anfang nahm. Seither ist das Spiel fester Bestandteil des Sommers in Hameln – sonntags um 12 Uhr, kostenfrei und getragen von ehrenamtlichem Engagement.
Bühne unter freiem Himmel
Rund 65 Mitwirkende im Alter von acht bis über achtzig Jahren stehen in jeder Saison auf der Bühne. Viele von ihnen sind seit Jahrzehnten dabei, einige wuchsen als „Ratten“ oder Tanzkinder in das Spiel hinein. Vor jeder Aufführung wird geprobt, Rollen werden neu verteilt, Kostüme angepasst, Technik geprüft. Heute sorgen Headsets und ein Tonmischpult für eine verlässliche Beschallung – die klare Bildsprache und die offene Spielform bleiben bewusst im Mittelpunkt. So gelingt es auch internationalen Gästen, dem Geschehen zu folgen.
Besucherinnen und Besucher aus Europa, Asien, Australien, Afrika und dem amerikanischen Kontinent nehmen Jahr für Jahr Platz auf dem Pferdemarkt. Viele haben eine weite Reise hinter sich, um die Sage dort zu erleben, wo sie seit Jahrhunderten verortet ist: in Hameln.
2014 wurde die Rattenfängersage mit ihrer Aufführungstradition in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Freilichtspiel gilt als vorbildliches, lebendiges Beispiel für die Weitergabe dieser Erzählung von Generation zu Generation.
Jubiläumssaison 2026
Die Spielzeit 2026 läuft vom 17. Mai bis 20. September mit insgesamt 19 regulären Aufführungen. Die letzte Vorstellung findet somit am Weltkindertag statt.
Am 26. Juni, dem Tag des Verschwindens der Kinder im Jahr 1284, ist etwas Besonderes geplant. An diesem “Pfeifertag” lädt die Spielgruppe zu einem Familien-Fest an der Hochzeitshaus-Terrasse ein. Kinder bekommen Popcorn und Zuckerwatte geschenkt und dürfen kostenfrei beim Bowling, Dosenwerfen, Glücksrad und Kinderschminken mitmachen. Abgerundet wird das Programm mit viel Musik und einer Sonderaufführung vom Rattenfänger-Freilichtspiel.
Bereits ab dem 7. Mai 2026 zeigt das Infocenter Hameln eine Ausstellung mit zahlreichen Fotografien, Exponaten und Filmausschnitten aus der Geschichte der Rattenfänger-Gruppe. Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten in Arbeitsgruppen der ehrenamtlichen Schauspieler. Spielleiter Michael Bräunig sagt: „Wir freuen uns auf eine besondere Saison und laden alle ein, dabei zu sein – bei einer Vorstellung, in der Ausstellung oder beim Jubiläumsnachmittag am 26. Juni.“
Einladung an die Bürgerinnen und Bürger
Das Rattenfänger-Freilichtspiel ist internationales Aushängeschild und zugleich lokales Gemeinschaftsprojekt. Viele Hamelnerinnen und Hamelner kennen das Stück seit ihrer Kindheit – manche standen selbst schon auf der Bühne oder begleiteten ihre Kinder zu den Proben – heute finden diese in der Kurie Jerusalem statt.
Das Jubiläumsjahr ist Anlass, diese Tradition neu zu entdecken. Wer lange nicht mehr zugesehen hat, ist eingeladen, im Sommer 2026 wieder einmal Platz zu nehmen, wenn es heißt: „Das Spiel beginnt!“
Weitere Informationen zum Programm folgen.
Mehr zur Geschichte und Impressionen des Hamelner Freilichtspiels unter: www.hameln.de/freilichtspiel
Chronik des Rattenfänger-Freilichtspiels in Hameln
1929-1939
Bereits ab 1929 wurde die Rattenfängersage in Hameln in Form von Freilichtaufführungen gespielt. Autorin und Regisseurin Magda Fischer brachte das Spiel auf Hamelner Straßen und Plätzen zur Aufführung. Bis August 1939 fanden rund 500 Aufführungen statt. Diese frühen Inszenierungen gelten als kulturelle Vorläufer der heutigen Freilichtspieltradition.
1949-1950
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Tradition schrittweise wieder aufgenommen. Ab 1949 kam es erneut zu Aufführungen.
1951-1954
Am Pfingstsonntag, dem 13. Mai 1951, wurde das Spiel unter der Leitung von Lehrer Karl Schmidt in einer neuen Form präsentiert. Die Mitwirkenden kamen überwiegend aus einer Theatergruppe am Schiller-Gymnasium. Regisseurin Agde Andre integrierte zusätzliche Tänze und Figuren. Diese Inszenierung bestand für etwa vier Jahre.
1956
Das Jahr 1956 markiert den Beginn der bis heute ununterbrochenen Tradition des Rattenfänger-Freilichtspiels. Der Lehrer und Regisseur Friedrich Flügge übernahm die Leitung der neu gegründeten Freilichtspielgruppe. Der neue Text, der auch heute noch fast unverändert dargeboten wird, stammte aus der Feder von Leni Sponholz. Flügge prägte die Inszenierung und die Organisation des Spiels über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg.
Ab 1956 - kontinuierliche Spieltradition
Seit 1956 wird das Rattenfänger-Freilichtspiel jährlich von Mitte Mai bis Mitte September aufgeführt. Spielort ist die Terrasse des Hochzeitshauses in der Hamelner Altstadt. Die Aufführungen finden traditionell sonntags um 12 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
2010 und 2011
Die Altstadt bekommt ein neues Pflaster. Die Hochzeitshaus-Terrasse wird saniert und bekommt eine moderne Überdachung. Deswegen müssen die Aufführungen auf die Bühne des Musik-Pavillons im Bürgergarten ausweichen.
2014
Die Rattenfängersage und ihre Aufführungstradition in Hameln wurden in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wurde die kulturelle Bedeutung des Freilichtspiels auch auf nationaler Ebene offiziell anerkannt.
2026
Mit der Spielsaison 2026 begeht das Rattenfänger-Freilichtspiel sein 70-jähriges Jubiläum in ununterbrochener Tradition seit 1956. Das Spiel ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität Hamelns und wird von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH veranstaltet und vermarktet.
Pressekontakt:
Hameln Marketing und Tourismus GmbH
Anastasia Patsiarizis
PR-Assistenz
Deisterallee 1
31785 Hameln
Fon: 05151/957829
E-Mail: Anastasia.Patsiarizis@hameln-tourismus.de
www.hameln.de
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Über den Weserbergland Tourismus e.V.
Der regionale Tourismusverband bündelt die Vielfalt der Informationen, Angebote und Inhalte der Reiseregion Weserbergland für die nationale und internationale Vermarktung. Radfahren, Wandern und der Kulturtourismus mit der Marke "Historisches Weserbergland" sind die Themenschwerpunkte. Die Region erstreckt sich über die drei Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen von Hann. Münden im Süden und Minden im Norden.