Pressemitteilung -
Deutschland ist krank – und das ist kein Gefühl, sondern ein Befund
Neues Buch von Ingo Froböse und Stefan Sauerzapf fordert einen Kurswechsel, weg von der Reparaturmedizin, hin zu Prävention, Gesundheitskompetenz und politischer Verantwortung
Köln, 19. März 2026. - Es gibt Sätze, die man lieber nicht schreiben würde. Dieser gehört dazu: Deutschland ist krank. Nicht nur einzelne Menschen, nicht nur ein überlastetes System, sondern ein ganzes Land, das sich daran gewöhnt hat, Krankheit zu verwalten, statt Gesundheit zu ermöglichen. Mit ihrem neuen Buch „Deutschland ist krank. Was wir alle gegen den Kollaps unseres Gesundheitssystems tun müssen“, das am 26. März 2026 erscheint, legen Prof. Dr. Ingo Froböse und der Journalist Stefan Sauerzapf eine ebenso zugespitzte wie fundierte Diagnose vor – und verbinden sie mit einem klaren politischen und gesellschaftlichen Appell.
Die Autoren beschreiben ein Land, das sich eines der teuersten Gesundheitssysteme Europas leistet und dennoch hinterherläuft: bei der Lebenserwartung, bei den gesunden Lebensjahren, bei der Frage, wie Menschen gesund bleiben können. Während Milliarden in Behandlung und Reparatur fließen, spielt Vorbeugung im System weiterhin nur eine Nebenrolle. Genau darin liegt für Froböse und Sauerzapf der eigentliche Skandal: dass Deutschland viel Geld für Krankheit ausgibt, aber zu wenig für Gesundheit tut.
Ihr Buch ist deshalb mehr als eine Abrechnung mit dem Status quo. Es ist die Geschichte eines folgenreichen Missverständnisses: dass Gesundheit vor allem dort beginnt, wo Medizin eingreift. Froböse und Sauerzapf halten dagegen. Gesundheit, so ihre These, entsteht viel früher – im Alltag, in Schulen, in Betrieben, in Städten, in Familien, in politischen Entscheidungen. Und sie entsteht dort nur, wenn Prävention, Aufklärung und Gesundheitskompetenz endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdienen.
„Wir haben uns in Deutschland zu lange damit abgefunden, immer besser Krankheiten zu organisieren, statt Gesundheit systematisch zu fördern“, sagt Prof. Dr. Ingo Froböse. „Wenn wir so weitermachen, überfordern wir nicht nur unser Gesundheitssystem, sondern auch unsere Gesellschaft. Prävention darf kein freundliches Beiwerk mehr sein – sie muss ins Zentrum politischen Handelns rücken.“ Der Gesundheitswissenschaftler, langjähriger Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln und Berater in Fragen der Prävention, bringt dabei seine wissenschaftliche Perspektive ein. Stefan Sauerzapf, Journalist und Gründer der Kölner Denkfabrik fischimwasser, übersetzt diese Analyse in eine Sprache, die nicht nur Fachleute erreicht. Gemeinsam gelingt den Autoren der seltene Spagat zwischen klarer Diagnose und Verständlichkeit – zwischen gesundheitspolitischer Kritik und konkreter Lebenswirklichkeit.
„Dieses Buch soll niemandem Angst machen, sondern wachrütteln“, sagt Stefan Sauerzapf. „Wir wollten zeigen, dass die Krise nicht abstrakt ist. Sie beginnt dort, wo Kinder sich zu wenig bewegen, Erwachsene dauerhaft erschöpft sind und Prävention politisch zwar beschworen, aber strukturell zu selten ermöglicht wird. Gesundheit ist kein Nischenthema – sie ist die Grundlage für gesellschaftliche Zukunft.“
Dabei bleibt das Buch nicht bei der Kritik stehen. Es entwirft auch ein anderes Verständnis von Gesundheitspolitik, weg von der reinen Pathogenese, also der Frage, was krank macht, hin zur sogenannten Salutogenese, also der Frage, was Menschen gesund hält. Die Autoren plädieren für ein System, das Gesundheit nicht erst dann ernst nimmt, wenn sie verloren gegangen ist. Sie fordern mehr Eigenverantwortung, aber ebenso bessere Rahmenbedingungen – von gesünderer Lebensweltgestaltung über Prävention in Kitas, Schulen und Betrieben bis hin zu einer politischen Gesamtstrategie, die Gesundheit als Querschnittsaufgabe begreift.
Die Verbindung zur aktuellen politischen Debatte liegt dabei auf der Hand. Deutschland ist krank – und deshalb braucht Gesundheit einen Platz im Grundgesetz. Begleitend zur Buchveröffentlichung steht die Forderung im Raum, Gesundheit nicht länger nur als Frage der Versorgung zu behandeln, sondern als staatlichen Auftrag zur Vorbeugung, Aufklärung und Krankheitsvermeidung. Die Initiative „Gesundheit ins Grundgesetz“ macht genau diesen Gedanken stark: dass ein moderner Staat nicht erst reagieren darf, wenn Menschen krank werden, sondern Voraussetzungen schaffen muss, damit sie gesund bleiben können. Hierzu hat Ingo Froböse gemeinsam mit Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse, eine Petition beim Bundestag eingereicht. „Wir sind uns einig, dass unsere Krankenkassenbeiträge endlich unsere Gesundheit fördern müssen, anstatt immer mehr Geld in die Rettung einer todkranken und ineffizienten Gesundheitsindustrie zu pumpen“, so Ingo Froböse.
Mit „Deutschland ist krank“ legen Ingo Froböse und Stefan Sauerzapf damit ein Buch vor, das in eine Zeit passt, in der die Erschöpfung vieler Menschen, die Überforderung des Systems und die politische Kurzfristigkeit nicht mehr zu übersehen sind. Es ist ein Buch für Leserinnen und Leser, die Gesundheit nicht länger nur als Privatsache verstehen wollen – sondern als gesellschaftliche Zukunftsfrage.
„Deutschland ist krank. Was wir alle gegen den Kollaps unseres Gesundheitssystems tun müssen“
von Prof. Dr. Ingo Froböse und Stefan Sauerzapf
Erscheinungstermin: 26. März 2026 im Econ Verlag
Beide Autoren stehen für Interviews zur Verfügung. Rezensionsexemplare und Fahnen können vorgemerkt werden.
Links
Themen
Über fischimwasser
fischimwasser ist eine Kölner Denkfabrik für Gesundheitsförderung und Prävention. Sie verbindet wissenschaftliche Kompetenz in Bewegung, Ernährung und Regeneration mit digitaler und medialer Umsetzungsexpertise. Partner sind Prof. Dr. Ingo Froböse und Stefan Sauerzapf.